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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,
    ich bin 23,5 Jahre alt, habe bisher Jura studiert (kein Stex) und werde im nächsten Jahr Medizin anfangen. Dann bin ich also 24,5 Jahre alt. Beim Berufseinstieg bin ich im besten Fall 30,5 und verdiene (wenn man den aktuellen Tarif zugrundelegt) 4.500€ brutto (ca. 2.500€ netto).

    Ich bekomme kein Bafög mehr, Kindergeld dann nur noch ein halbes Jahr und nichts von meinen Eltern o.ä. Ich habe mich erkundigt (soweit das eben möglich ist), ob man neben dem Medizinstudium an meiner Wunsch-Uni einen Nebenjob schafft und es soll wohl grundsätzlich gut möglich sein. Damit würde ich dann vielleicht die Miete wieder reinbekommen. Wenn ich mit mindestens 400€, die ich monatlich sonst noch brauche, rechne, komme ich auf 28.000€, die ich noch irgendwie zusammenkratzen muss. 10.000€ habe ich gespart, eventuell kommt da bis nächstes Jahr noch was dazu – allerdings nicht viel, denn ich muss mich mit meinem 2,1 Abi voll auf den MedAt konzentrieren. Wenn ich es in Österreich nicht schaffe und Zahnmedizin nicht machen will, kämen da noch mindestens 60.000€ Studiengebühren dazu, was das ganze wohl unmöglich machen würde.

    Ich müsste also noch nen Kredit über ca. 19.000€ aufnehmen.
    Die vollen 10.000€-Bafög-Schulden habe ich auch schon angehäuft. Allerdings kann man sich da ja soweit ich weiß ganz gut Zeit lassen bei der Rückzahlung.

    Nochmal zusammengefasst:
    - Monatliche Kosten während Studium: mind. 850€
    - Monatliche Einnahmen während Studium: 450€
    - Gespartes (10.000€) auf 6 Jahre verteilt monatlich: 138€
    - Monatlich unterm Strich: -262€
    - 6 Jahre unterm Strich: -19.000€

    Nach dem Studium:
    - Mit 30,5-35,5 Jahren: 2.500€-3.300€ netto
    - 10.000€ Bafög-Schulden: ca. 130€ Rückzahlung pro Monat
    - Mindestens 20.000€ Studienkredit (für Medizinstudium)
    - Hätte gerne mit spätestens 38 Jahren ein Kind (bin übrigens männlich), brauche keinen Luxus und sowas

    Worum es mir geht, sind ein paar Meinungen dazu von euch. Sowohl zu der groben Rechnung als auch dazu, ob sich ein (Medizin)studium in dem Alter „generell noch lohnt“. Das kann man natürlich absolut nicht pauschalisieren, aber ein paar Gedankenanstöße würden mir wohl trotzdem helfen.

    Medizin ist halt das, was mich mit Abstand am meisten interessiert, ich habe schon viele Hospitationen gemacht und auch sonst passt da einfach sehr vieles für mich. Ich würde Medizin allerdings nicht als meinen Lebenstraum, den ich unbedingt erreichen muss, oder sowas bezeichnen.

    Ich frage mich vor allem, ob es „ok“ ist erst mit 30,5 Jahren Geld zu verdienen (was dann immerhin ausreichend ist) und dann auch noch Schulden zu haben. Ich glaube, dafür ist es wichtig zu beachten, dass ich wie gesagt a) männlich bin und gerne bis spätestens 38 1-2 Kinder hätte b) mir noch gut vorstellen kann, noch einige Jahr mit diesem Studentenbudget zu leben und c) ich keinen Luxus brauche.

    Mit Ende 20 wird es dann vielleicht langsam mal ein bisschen blöd, wenn alle Freunde schon normal Geld verdienen, aber ich denke, dass ich damit noch klarkommen würde, wenn ich weiß, dass ich bald sicher genug verdienen werde.

    Was sagt ihr?



  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    09.08.2018
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    50
    Zitat Zitat von piderman Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin 23,5 Jahre alt, habe bisher Jura studiert (kein Stex) und werde im nächsten Jahr Medizin anfangen. Dann bin ich also 24,5 Jahre alt. Beim Berufseinstieg bin ich im besten Fall 30,5 und verdiene (wenn man den aktuellen Tarif zugrundelegt) 4.500€ brutto (ca. 2.500€ netto).

    Ich bekomme kein Bafög mehr, Kindergeld dann nur noch ein halbes Jahr und nichts von meinen Eltern o.ä. Ich habe mich erkundigt (soweit das eben möglich ist), ob man neben dem Medizinstudium an meiner Wunsch-Uni einen Nebenjob schafft und es soll wohl grundsätzlich gut möglich sein. Damit würde ich dann vielleicht die Miete wieder reinbekommen. Wenn ich mit mindestens 400€, die ich monatlich sonst noch brauche, rechne, komme ich auf 28.000€, die ich noch irgendwie zusammenkratzen muss. 10.000€ habe ich gespart, eventuell kommt da bis nächstes Jahr noch was dazu – allerdings nicht viel, denn ich muss mich mit meinem 2,1 Abi voll auf den MedAt konzentrieren. Wenn ich es in Österreich nicht schaffe und Zahnmedizin nicht machen will, kämen da noch mindestens 60.000€ Studiengebühren dazu, was das ganze wohl unmöglich machen würde.

    Ich müsste also noch nen Kredit über ca. 19.000€ aufnehmen.
    Die vollen 10.000€-Bafög-Schulden habe ich auch schon angehäuft. Allerdings kann man sich da ja soweit ich weiß ganz gut Zeit lassen bei der Rückzahlung.

    Nochmal zusammengefasst:
    - Monatliche Kosten während Studium: mind. 850€
    - Monatliche Einnahmen während Studium: 450€
    - Gespartes (10.000€) auf 6 Jahre verteilt monatlich: 138€
    - Monatlich unterm Strich: -262€
    - 6 Jahre unterm Strich: -19.000€

    Nach dem Studium:
    - Mit 30,5-35,5 Jahren: 2.500€-3.300€ netto
    - 10.000€ Bafög-Schulden: ca. 130€ Rückzahlung pro Monat
    - Mindestens 20.000€ Studienkredit (für Medizinstudium)
    - Hätte gerne mit spätestens 38 Jahren ein Kind (bin übrigens männlich), brauche keinen Luxus und sowas

    Worum es mir geht, sind ein paar Meinungen dazu von euch. Sowohl zu der groben Rechnung als auch dazu, ob sich ein (Medizin)studium in dem Alter „generell noch lohnt“. Das kann man natürlich absolut nicht pauschalisieren, aber ein paar Gedankenanstöße würden mir wohl trotzdem helfen.

    Medizin ist halt das, was mich mit Abstand am meisten interessiert, ich habe schon viele Hospitationen gemacht und auch sonst passt da einfach sehr vieles für mich. Ich würde Medizin allerdings nicht als meinen Lebenstraum, den ich unbedingt erreichen muss, oder sowas bezeichnen.

    Ich frage mich vor allem, ob es „ok“ ist erst mit 30,5 Jahren Geld zu verdienen (was dann immerhin ausreichend ist) und dann auch noch Schulden zu haben. Ich glaube, dafür ist es wichtig zu beachten, dass ich wie gesagt a) männlich bin und gerne bis spätestens 38 1-2 Kinder hätte b) mir noch gut vorstellen kann, noch einige Jahr mit diesem Studentenbudget zu leben und c) ich keinen Luxus brauche.

    Mit Ende 20 wird es dann vielleicht langsam mal ein bisschen blöd, wenn alle Freunde schon normal Geld verdienen, aber ich denke, dass ich damit noch klarkommen würde, wenn ich weiß, dass ich bald sicher genug verdienen werde.

    Was sagt ihr?
    Kurze Rückfrage: Woher weißt du, dass du nächstes Jahr definitiv Medizin studieren wirst bzw. einen Platz bekommst?



  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Trendafil
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    126
    Ganz ehrlich:
    Ich würde nicht ganz so selbstbewusst mit der Aussage hausieren gehen, dass du nächstes Jahr sicher Medizin studieren wirst.
    Der Med-At ist sauschwer. Es ist keine Seltenheit, dass man den auch öfter machen muss, bevor es klappt.

    Wenn du Dich auch in Richtungs Nord oder Osteuropa bewerben möchtest, ist die ganze Frage nach ''schaff ich das mit einem Nebenjob'' eh hinfällig, weil Du Dir ohne Unterstützung deiner Eltern, einen Kredit (sofern du welchen bekommst) aufnehmen musst.

    Einen Kredit kann man im Verlauf aber schon abbezahlen. Das müssen die meisten Amis ja auch nach ihrem Studium, auch wenn die Gehälter natürlich nicht ganz vergleichbar sind.
    Dein Gehalt steigt auch jährlich und dann nochmal mit Facharztkompetenz oder Oberarztstelle.

    In Österreich, solltest du dort dann bleiben wollen, ist das aber übrigens nicht so. Da steigt das Gehalt zum ersten mal nach 3 Jahren und es gibt Diskrepanzen im Gehalt nach Weiterbildung. (Ein Radiologe verdient mehr als ein Gynäkologe)



  4. #4
    Diamanten Mitglied Avatar von Colourful
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    Ich würde es wirklich lassen und mein Jura-Studium fertig machen. Ich würde mlr das alles nicht freiwillig antun, wenn ich als Juristin demnächst fertig sein könnte und mir dann einen interessanten Job suchen. Man muss ja auch nicht als Anwalt arbeiten, gibt da auch viele Nischen.

    Es es lohnt sich nicht.



  5. #5
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Zitat Zitat von Colourful Beitrag anzeigen
    Ich würde es wirklich lassen und mein Jura-Studium fertig machen. Ich würde mlr das alles nicht freiwillig antun, wenn ich als Juristin demnächst fertig sein könnte und mir dann einen interessanten Job suchen. Man muss ja auch nicht als Anwalt arbeiten, gibt da auch viele Nischen.

    Es es lohnt sich nicht.
    Also erstens ist es ein Mann und zweitens ist man in Jura wenn man noch nichtmal das erste Stex hat nicht "bald" fertig.

    Zum Rest: Ich sehe da wenig Probleme was das Studium an sich betrifft (außer vielleicht den Platz zu erhalten). Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst Jura fertig zu machen, dann lass es. In Jura kommt es im Gegensatz zur Medizin eklatant auf die Noten der Staatsexamina an. Wer da unmotiviert ran geht, wird eine eher schlechtere Note erhalten und dann wird es mit den "interessanten" Jobs nicht mehr ganz so einfach.

    Ich hab selber im Zweitstudium angefangen (mit 27), hab es in Regelstudienzeit mit Kind bekommen und Dr. Arbeit schreiben durchgezogen und schreibe jetzt im Oktober M2. Ich bereue es keinen Tag.
    "Sometimes I sit quietly and wonder why I am not in a mental asylum. Then I take a good look around at everyone and realize.... Maybe I already am."







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