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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber haben die Allgemeinmedizin-WBA den Kurs Psychosomatische Grundversorgung auf Mallorca inkl. Freistellung, Flug und Unterkunft gesponsert bekommen. Weiterbildung gabs natürlich wenig, da widmet man sich eher den WBA Innere Medizin, die voraussichtlich länger bleiben, aber gleichzeitig haben die sich auch mehr engagiert (will heißen unbezahlte Überstunden) als die WBA Allgemeinmedizin, die eben sowieso wußten, dass sie in 2 Jahren wieder weg sind. Im Umgang war man zu den WBA Allgemeinmedizin eher netter als zu den WBA Innere Medizin, schließlich will man es sich mit den zukünftigen Zuweisern nicht komplett verscherzen.

    Mein aktueller Arbeitgeber greift von den Allgemeinmedizin-WBAs auch nur die Förderung ab, verheizt sie in Diensten (etwa 2 pro Woche) und entlässt sie nach 2 Jahren freundlich in die niedergelassene hausärztliche Medizin. Ich wundere mich ab und zu, dass das alle so klaglos mitmachen, aber ich höre halt immer "woanders ist es noch schlimmer", und außerdem weiß ich ja aus eigener Erfahrung, dass man nach dem Studium eben kaum eine Alternative hat.

    Ich persönlich würde jedenfalls niemals angeben, dass ich Allgemeinmedizin machen will, sondern einen Weiterbildungsvertrag Innere unterschreiben und keine Förderung beantragen. Wenn man seine Meinung ändert, kann man das immer noch kundtun. Ich glaube, die Stellen sind in der Inneren nicht so rar, dass man sich auf was anderes einlassen muß. Man muß in der Weiterbildung sowieso lernen, nicht jede Idee der Geschäftsführung mitzumachen. Da kann man ja gleich mal beim Arbeitsvertrag anfangen.
    Geändert von Pflaume (25.08.2019 um 15:06 Uhr)



  2. #7
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    Danke erst einmal für eure ausführlichen Antworten.
    Geändert von lini107 (12.09.2019 um 10:01 Uhr)



  3. #8
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Das Hauptproblem an der Sache ist, daß Du sehr wahrscheinlich mit punktgenau mit Ablauf der Förderung vorzeitig "aussortiert" wirst, d.h. z.B. keinen FA Innere an der Klinik machen kannst. Eine zweite, erneute (geförderte) Stelle an einer anderen Klinik bei erfüllter stationärer WB-Zeit ist vermutlich durch die KV untersagt, d.h. Du wirst, wenn kein Ortswechsel gewünscht wird, dann entweder einen Fachrichtungswechsel vornehmen oder in die Praxis wechseln müssen, wo keine Tarifverträge mehr gelten und auch diese Rückzahlungsparagraphen greifen.

    Das Krankenhaus wird schon noch WBA mit Karriereperspektive FA Innere nehmen, warum man es nicht angeboten hat, ist so nicht nachzuvollziehen. Oft sind die Stellen zumindest auf dem Papier für beide Wege ausgeschrieben... Aber billiger fürs KH ist es sicherlich, Subventionen zu kassieren.
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
    Hotline: "Ja... "
    Kunde: "...mein Computer funktioniert nicht richtig."
    Hotline: "Das sagten Sie bereits... "



  4. #9
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    hallo loni107,

    ich habe so eine geförderte stelle (bin aktuell aber angestellt in der Niederlassung) ich wohne in einer großen stadt in Norddeutschland und ich habe viele Angebote für den klinischen teil bekommen mit extra Fortbildung bzw. als zusätzliche stelle zum dem normalen Personalschlüssel. in Sachsen wird den WBA in der Allgemeinmedizin im KH Stellen ohne Dienste angeboten (sinn dahinter und auch Stimmung im team lass ich jetzt mal umkommentiert). wenn du sicher keine allgemeinmeidzin machen möchtest würde ich dir nicht raten eine geförderte stelle anzunehmen da bis dato noch nicht klar ist ob die Förderung evtl zurück gezahlt werden muss.
    Vorteil sehe ich dadrin dass durch die Forderung man die Möglichkeit bekommt auch in andere Bereich wie zum bsp. Pädiatrie für 6 Monate reinzuschauen wo es sonst eher eng mit fachfremden Assistenten aussieht.



  5. #10
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    In der Situation sitzt man/frau dann auch zwischen allen Stühlen.

    -Der Marburger Bund wird sich eher wenig zuständig fühlen, weil man sich ja definitionsgemäß alsbald in die Niederlassung verabschiedet. Eine Klage auf Weiterbeschäftigung bei befristetem Vertrag ist mit oder ohne MB eher wenig sinnvoll.
    -Der Ärztekammer ist es egal, dabei wäre es ein leichtes, derartigen Mißbrauch rauszufinden und dort einzuschreiten, wenn bei voller WBE Innere auf einmal nur noch Leute mit kürzeren Verträgen zur Teil-WB auftauchen. Bei begrenzten Stellen wird anderen immerhin der Weg zum FA verbaut.
    -und der KV ist es auch egal, die haben die Situation erst herbeigeführt, zahlen keinen cent dafür und schmücken sich dafür gerne mit der tollen Förderungsbilanz " wieder 20 zukünftige Hausärzte" zusammen mit den üblichen Schnittchenessern aus der Politmischpoke.

    Übrigens sind es schon mehr Fächer geworden- auch Pädiatrie, Augen, HNO und Neuro werden jetzt "gefördert" - nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier die Kliniken auf den Plan treten.

    Ich persönlich fand es auch besonders fies, KollegInnen mit (osteuropäischem) Migrationshintergrund derartige Verträge unterzujubeln, zumal die wenigsten davon Kenntnis dieses Forums haben.

    Mein Tipp:
    - verbindlich (schriftlich!) mitteilen, daß Du die Stelle antreten würdest, aber nur mit Karriereperspektive FA Innere. Dann geht das ganze schon mal eine Etage höher und bisweilen geschehen ja Wunder. Außerdem würde man auch als Internist einen hausärztlichen Versorgungsauftrag wahrnehmen etc...
    Falls das alles nichts fruchtet, geht es wohl tatsächlich nur um eine billig(st)e Arbeitskraft mit dementsprechendem standing im Haus....
    Geändert von tarumo (27.08.2019 um 21:08 Uhr)
    Anruf bei der Hotline
    Kunde: "Ich benutze Windows... "
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