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  1. #1
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    Finde beide Fächer ziemlich interessant und überlege mir im Moment (FA Innere fertig), ob ich in einem der beiden Fächer ne Spezialisierung machen sollte. Bzg. Endokrinologie wurde mir gesagt, es sei brotlose Kunst für später, wenn man nicht selbst auch Labormediziner sei, bei Rheumatologie kann ich mir das ähnlich vorstellen. Kennt sich jemand aus? Wie ist es überhaupt, in diesen Fächern im KH zu arbeiten i. R. der Weiterbildung? Nach 6 Jahren rum-rotieren und allgemeine Innere mit einiges and Notaufnahme kann ich mir gar nicht vorstellen, wie es so ablaufen könnte. Nur elektive Patienten? Oder kaum endokrinologie und rheumatologie sondern eher allgemeine Innere mit ein paar interessanten Fällen? Kann man sich später niederlassen/viell. als Konsiliararzt irgendwo arbeiten?

    Wäre super froh über eigene oder gehörte/gesehene Erfahrungen und Tipps! Danke schon mal!



  2. #2
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    Ich habe in beiden Bereichen auf Stationen gearbeitet.
    In der Endokrinologie in der ich war, bestand der Großteil der Patientin aus Diabetikern, wir hatten auch eine Ambulanz mit den Gefäßchirurgen für "faulende Füße". Es kommt auch immer mal wieder zu Abklärungen wegen ATH, Ausschluss Phäo, Insulinom, Nebennieren etc. Es gibt schon spannende Fälle wie thyreotox. Krisen, aber der Großteil ist eben Diabetes.

    In der Rheumatologie war da schon etwas breiter und es waren auch Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen/ Schüben. Aufwändig sind hier Anamnese und die Untersuchungen (körperlicher Befund, Arthrosono, Kapillarmikroskopie etc.). Auch hat man sehr viel mit anderen Fachbereichen zu tun (Auge, Derma, HNO, Nephro). Rheumatologie fand ich viel spannender, weswegen ich wahrscheinlich nach meinem Nephrologen noch den zweiten Facharzt dazu mache.

    Es ist eben die Frage, ob du als Facharzt ewig noch Stationsarbeit und Dienste machen willst und ob man in der Klinik dann mit Perspektive auch in die Ambulanzen kommt.

    Eine Niederlassung in beiden Bereichen ist auf jeden Fall lukrativer mit Laborermächtigung. Die ambulante Endokrinologie "lebt" von den Diabetesschulungen. Ich habe gehört, dass man dafür aber auf jeden Fall die DDG Bezeichnung benötigt, um entsprechend Abrechnen zu können.



  3. #3
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    Danke für die Antwort! Ich wollte früher mal gerne Endokrino machen, fand Diabetes auch gar nicht so schlecht, nachdem man mir aber wiederholt gesagt hatte, dass man sich damit nicht gut niederlassen könnte ohne Laborermächtigung, war ich mir nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee wäre. Rheuma finde ich super spannend, aber v. a. Vaskulitiden und Kollagenosen, weniger die rheumatoide Arthritis selbst oder irgendwelche Psoriasis-Arthritiden etc., und Rheuma finde ich wirklich breit, deshalb überlege ich es mir immer noch..... Bin Stationsarbeit gar nicht mal so abgeneigt, möchte aber eines Tages mal bessere Arbeitszeiten haben und am besten auch mehr Geld, nur mit Innere Medizin kommt man da wohl nicht weit, sonst fände ich "ein bisschen von allem" ehrlich gesagt auch gar nicht verkehrt..... Habe auch keine Vorstellung, wie das im ambulanten Bereich mit Abrechnung etc. funktioniert und ob man sich direkt ruiniert, wenn man mal ein paar Werte mehr abnimmt. Wahrscheinlich geht das schneller als man denkt...

    Im Übrigen habe ich das Gefühl, dass für beide Fächer wirklich wenige Ausbildungsplätze gibt? Es gibt ja noch nicht mal in jeder Großstadt eine Klinik für Endokrinologie...



  4. #4
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    Diabetes ist ja auch eine Domäne der Hausärzte. Wie gesagt, die Vergütung in beiden Bereichen ist ohne Laborermächtigung eher unterdurchschnittlich. Natürlich kommt es auch auf die Fallzahlen an. Gerade Rheumatologen sind im ambulanten Bereich sehr gesucht. Nachteil ist dann eben das hohe Patientenaufkommen und die auf Monate ausgebuchte Sprechstunde. Die Ambulanz in meiner ehemaligen Klinik hatte im Mai schon für den Rest des Jahres eigentlich keine Termine mehr. Durch den Mangel an Niedergelassenen konnten auch keine Patienten abgegeben werden. Von Niedergelassenen habe ich schon oft Klagen über die Arbeitsdichte und Patientenflut auf der einen Seite und die Vergütung andererseits gehört.

    Weiterbildungsstellen sind nicht so häufig wie in der Kardio oder Gastro zu finden. Aber Stellen gibt es an den entsprechenden Kliniken immer wieder.

    Niedergelassene Endokrinologen können wie gesagt auch über Schulungen kompensieren. Die darf nicht jeder Hausarzt anbieten.

    Wo suchst du denn eine Stelle? Vielleicht kann ich dir ja Tips geben.



  5. #5
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    Ach ja, Kollagenosen und Spondylarthrosen gehören dazu;)
    und eine Laborermächtigung bekommt man auch nicht einfach so....
    Geändert von hebdo (11.09.2019 um 14:07 Uhr)



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