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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Aber dann kam die Chirurgie ja nun nicht so ganz überraschend. Ich persönlich finde ja, dass Chirurgie für den Anfang ganz gut zu verkraften ist. Ich habe als Berufsanfängerin auch Chirurgie an einem kleinen Haus gemacht. Wir waren mindestens zu zweit auf Station, wobei in aller Regel morgens bei Visite geklärt wurde, was alles ansteht. Wirklich viele hochkomplizierte Patienten hatten wir nicht. Wunden beurteilen lernt man schnell, Platzbäuche erkennen auch. Medikamentös ist das sicher dankbarer als die Innere (dafür hatte ich ja nie einen Sinn). Auch in der Ambulanz war man nie alleine und konnte lernen, wie man mit Notfällen aller Art umgeht. Dienste waren bei uns für die Newbies erstmal OP-Rufdienste. Nach 6-9 Monaten und entsprechenden Ambulanz-Einsätzen hätte man dann „echte“ Nachtdienste machen müssen. Wäre auch machbar gewesen, da die wirklich komplizierten Fälle gar nicht in unser kleines Haus kamen. Insgesamt war das Arbeitsaufkommen zwar hoch, das Wasser oft ziemlich kalt - aber es war alles machbar.

    Also schau dir das Ganze erstmal an und mach dich nicht verrückt. Zumal wenn die wissen, dass du nicht Chirurgin werden willst, werden die deine Einsatzgebiete auch entsprechend anpassen.
    Und sieh es positiv: Die Chirurgie hast du dann bald hinter dir
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    Chirurgie ist am Anfang sicher "etwas" leichter als Innere. Dort kommen zwar auch ab und an multimorbide Wracks aber im generellen sicher weniger als in der Inneren.

    Ich habe nur ACH/VCH gemacht und kann daher nur in dieser Richtung was sagen, nicht in der UCH.
    Bäuche sind relativ "gut" zu beurteilen. Auch wenn man natürlich nie alles erkennt, sind wirklich schlimme Bauchbefunde ziemlich eindeutig.

    Bevor man den Oberarzt anruft brauch man auf jeden Fall ein Labor, ggf. ein Röntgen (Ausschluss freie Luft bei V.a. auf Perforationsgeschehen, Nachweis Koprostase bei älteren Patienten (nicht so selten wie man denkt)).
    Ansonsten ist die Anamnese wichtig (bei der Appendizitis ist das typische "Erst in der Magengegend beginnend mit anschließender Verlagerung in den rechten Unterbauch" schon eher typisch und nicht so selten wie man es denken mag", hatte auch mal einen Patienten der meinte "Er sei vor 3 Wochen von seiner Frau verlassen worden und habe dann nur gesoffen. Dann bei Bauchschmerzen täglich 3 x 800mg Ibuprofen genommen" Ja, es war eine perforiertes Ulkus duodeni).

    Ansonsten ist bei fehlendem Fieber, Infekzeichen (oder nicht sehr hoch), unauffälligem Röntgen und einem Patienten, der nicht von der Liege springt beim Abtasten keine Not-OP nötig. Nach einiger Zeit weiß man auch, welcher OA wann informiert werden will. Am Anfang ist man aber gut beraten sich immer zu melden. Um sich abzusichern und von den Entscheidungen der Erfahrenen zu lernen.

    Medikamente brauch man nur wenige. Antibiosen und Schmerzmittel schaden nicht.

    Viel Erfolg.
    Doubt kills more dreams than failure ever will.



  3. #8
    Platin Mitglied
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    Balkonien
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    Für die Medikamente gibt es meist Hausstandards, die schaut man sich ab und hat sie nach ein paar Wochen drauf. Was brauchst du denn? Was gegen Blutdruck, gegen Schmerzen, gegen Übelkeit und gegen Schlafstörungen.
    Die OP-Indikation wird am Ende ja sowieso vom Oberarzt gestellt, d.h. zu Anfang wirst du den eben bei jedem Befund anrufen. Nach ein paar Mal weißt du so ungefähr, wo es problemlos bis zum Folgetag Zeit hat und wo es wirklich dringend ist. Und bei den Fällen dazwischen ist es ja auch oft eine Ermessenssache und die OP-Indikation hängt nicht zuletzt von Laune und Schlafbedürfnis des OA ab...



  4. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    12.10.2010
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    1.405
    Zum groben (!) Überblich empfand ich diese Seite damals als unheimlich hilfreich: https://www.medstandards.ch/
    Ggf. muss man aber schauen, wie man darauf Zugang erhält...
    I can't fix stupid but I can sedate it.



  5. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Medibini
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    10.03.2015
    Beiträge
    88
    Mir geht es da wie dir.
    Ich habe gerade in der Inneren angefangen. Direkt in der ersten Woche Notaufnahme und ich kann leider nur sagen es war der pure Horror Weil es natürlich nicht Pat. wie im Lehrbuch sind mit einer Erkrankung sondern natürlich multimorbide. Dazu die ganzen Abläufe die man nicht kennt. Dauernd klingelt das Telefon mit RTWs und NA die gleich kommen und ich fühl mich einfach überfordert.
    Ich hoffe für dich Chirurgie wird ein bisschen entspannter weil gefühlt die Pat. da wirklich insgesamt fitter sind.



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