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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo ihr Lieben,
    ich bin Mitte 20 und total unglücklich mit meinem jetzigen Studium.
    Vorher habe ich eine Ausbildung zur PTA gemacht, bin aber dann durch Abschlussprüfung gefallen. (Das war eine Mischung aus Pech/Willkür/Laborarbeit fällt mir extrem schwer).
    Danach habe ich angefangen Pharmazie zu studieren und könnte in 2 Jahren in Lohn und Brot stehen. Ich hasse das Studium und quäle mich da irgendwie durch. Aber ich weiß ja, dass der Beruf danach quasi fast 0 mit dem Studium zu tun hat. Ich kann mich mit diesem Studiengang/Berufsfeldern einfach nicht identifizieren. In der Pharmaindustrie sehe ich mich auch nicht.
    Ich bin damals so reingerutscht, weil mir eingeredet wurde, dass das ne gute Idee wäre und zu mir passen würde.

    Eigentlich wollte ich Medizin studieren, aber ich habe es mir nicht zugetraut und mein familiäres Umfeld hat es mir ausgeredet. Den Abischnitt hätte ich. Ist es vernünftig mit Mitte 20 noch Medizin zu studieren? Ich sehe da folgende Probleme:
    -ich bin weiblich und werde wahrscheinlich irgendwann Nachwuchs in die Welt setzten, gleichzeitig wäre ich in der Facharzt-Ausbildung; ich würde wahrscheinlich weder mir/meinen Kollegen/Patienten damit einen Gefallen tun, wenn ich nur halb bei der Sache bin
    -ist es finanziell sinnvoll? Ich würde jetzt nochmal einige Jahre verlieren bis ich arbeiten kann



  2. #2
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    Zu sehr ähnlichen Fragestellungen gibt es doch schon unzählige Themen hier. Du wirst wieder die ganze Bandbreite zu lesen kriegen von "Mach es auf keinen Fall, Arbeiten im Krankenhaus ist schrecklich", über "musst du selbst wissen" bis "Leb auf jeden Fall deinen Traum aus" etc.

    Dass dich ein erneutes mindestens 6 1/2 jähriges Studium finanziell schlechter stellt liegt doch auf der Hand oder was lässt dich daran zweifeln? Wenn du Pharmazie fertig studierst, dann als angestellte Apothekerin arbeitest und zügig eine eigene Apotheke in lukrativem Umfeld übernimmst, wirst du finanziell im Endeffekt zumindest über einen sehr langen Zeitraum besser dastehen.

    Die Arbeit als Ärztin ist in den allermeisten Fachrichtungen und Arbeitsstellen sicherlich anstrengender als die Arbeit in einer Apotheke, auch das muss dir klar sein.

    Kinder kriegen während der Facharztausbildung ist jetzt nichts ungewöhnliches. Viele gehen dann halt eine Weile in Teilzeit. "Nur halb bei der Sache sein" funktioniert aber meistens im Krankenhaus nicht. Wenn du bei deiner Halbtagsstelle nur vor dich hinträumst und überlegst, was du deinem Kind für ein neues Kleidchen kaufst, dann wirst du ziemlich schnell die Konsequenzen zu spüren bekommen.



  3. #3
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    Na ja, die goldenen Zeiten der Apotheker sind vorbei ;) und der Onlinehandel wird trotz Protest seitens der Apotheker sich sicher bald etablieren.
    Mir ist klar, dass Arzt anstrengender ist als in der Apotheke zu chillen und den Leuten zu sagen, dass sie nicht mehr als 8 Kopfschmerztabletten fressen sollen.
    Ich bin bereit hart zu arbeiten. Nur sehe ich eben auch Probleme, die damit einhergehen. Da haben es Männer einfacher.
    Ich will nicht vor mich herträumen und eine Tussi, dir sich über Kleidchen und Schminke Gedanken macht, bin ich sicher nicht.



  4. #4
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    Zitat Zitat von ernst_nehmen Beitrag anzeigen
    Na ja, die goldenen Zeiten der Apotheker sind vorbei ;) und der Onlinehandel wird trotz Protest seitens der Apotheker sich sicher bald etablieren.
    Mir ist klar, dass Arzt anstrengender ist als in der Apotheke zu chillen und den Leuten zu sagen, dass sie nicht mehr als 8 Kopfschmerztabletten fressen sollen.
    Ich bin bereit hart zu arbeiten. Nur sehe ich eben auch Probleme, die damit einhergehen. Da haben es Männer einfacher.
    Ich will nicht vor mich herträumen und eine Tussi, dir sich über Kleidchen und Schminke Gedanken macht, bin ich sicher nicht.
    Teilzeit arbeiten ist im Krankenhaus in der regel kein Problem. Warum sollte das als Ärztin mehr Probleme machen als in einem beliebigen anderen Beruf, z.B. in der Apotheke?

    Die goldenen Zeiten in der Medizin sind auch vorbei. Die Zahl der Alten und Kranken steigt rapide an, dementsprechend auch die Arbeit. Das Gehalt eines Krankenhausarztes steigt dagegen nicht mal auf Inflationsniveau.

    Online Apotheken gibt es nicht erst seit gestern. Genau wie Amazon, Zalando und co. trotzdem gibt es noch den stationären Einzelhandel. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ich löse selbst zB alle meine Rezepte in der Apotheke vor Ort ein, obwohl ich als absolutes Internetkind aufgewachsen bin.



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