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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Ich habe gerade meinen Medizinstudienplatz offiziell angenommen und schon bekomme ich leider Zweifel, ob es wirklich das richtige für mich ist.

    Meine Eltern sind beide Ärzte und ich habe immer vorgehabt, auch Ärztin zu werden in einem einfacheren Fach wie Z.B. Augenmedizin, wo man in einer Praxis nicht so viele schwierige Fälle hat aber ganz gut Geld verdienen kann zB mit Laserbehandlungen.

    Das finde ich auch weiterhin eine gute perspektive. Aber nachdem ich mir vieles über das studium durchgelesen habe schrecken mich doch einige sachen ab. Es scheint ja erstmal eine richtige Farce zu sein mit vielen Hürden: Pflegepraktikum, Physikum, Famulatur, PJ, mehrere Examen, etc.

    Kann man das überhaupt durchstehen wenn man sich für z.B. Chirurgie und Herzkrankheiten etc gar nicht wirklich interessiert? Ich bin nicht so eine, die immer leben retten will und mit ärzte ohne grenzen nach afrika reist oder so. Ich will einfach nur möglichst leicht an eine ruhige Praxis kommen.

    Wie ist es zum Beispiel mit Famulaturen: kann man die alle in einen fach wie augenmedizin machen oder muss man auch in den OP usw? Und beim Pflegepraktikum? Muss man auf eine Station, wo sehr viele alte menschen sind, die man richtig waschen und pflegen muss und muss man da als praktikantin richtig mitmachen? Ich finde das ist eine sehr ehrenvolle tätigkeit aber ich sehe mich nicht so richtig dazu in der lage. Wird einem zumindest alles genau gezeigt was man machen muss?

    Wie ist es im PJ? Ich glaube man muss ja auch Chirurgie machen. Muss man da viel machen also auch richtig operieren? Das möchte ich nicht machen. Und muss man wirklich immer Blut abnehmen und solche sachen, wo man direkt in die Patientenzimmer rein muss oder kann man zum Beispiel auch mehr vom Arztzimmer aus arbeiten?

    Vielleicht gibt es hier ja jemand, der auch Medizin studiert hat obwohl ihn die „klassische“ medizin mit alten schwer kranken patienten gar nicht so sehr interessiert? Kann man das trotzdem schaffen? Vielleicht kann mich jemand etwas beruhigen, immer wenn ich im Moment etwas vom studium lese bekomme ich ehrlich gesagt eher ein abneigungsgefühl und würde lieber doch was anderes studieren. Ist das normal? Ich hoffe das legt sich einfach wenn man mal eine weile dabei ist!?



  2. #2
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    Also ich war nicht einmal im OP bisher. Klar kannst du deine Famus so angenehm wie möglich wählen.

    Und in meiner HA Famu hatte ich auch 2 WBA, die nach dem Studium erstmal Halbttags angefangen haben.

    Keine Sorge, du bist mit dieser Meinung nicht allein. Sonst empfand ich das Studium bisher nur in der Virklinik



  3. #3
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    *Vorklinik als stressig.



  4. #4
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    Das Studium ist nicht besonders schwer. Da sind genug andere Studiengänge deutlich schwerer. Ja, es gibt auf dem Papier recht viele Hürden, aber die sind meist recht niedrig angesetzt. Und man gewöhnt sich meines Erachtens an alles. Auch die Sensibelchen sind irgendwann desensibilisiert.

    Du kannst dein Pflegepraktikum auf jeder Station machen. Wenn du dich vor tatsächlicher Pflege drücken willst, machst du es halt in der Augenklinik. Das ist im Normalfall (Details bei deinem LPA) kein Problem. Nur bei Psychiatrie oder Rehakliniken sind Probleme häufig.

    Die Famulaturen kann man sich weitestgehend aussuchen - 2 Monate stationär, 1 Monat ambulant (Praxis oder Ambulanz), 1 Monat Hausarzt, hausärztlicher Internist oder Pädiater. Du kannst also problemlos 2 Monate Augenklinik, 1 Monat Augenpraxis und 1 Monat Pädiater machen. Ob das für den Lerneffekt sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Der intelligente Student macht das nicht, selbst wenn er sich 100% sicher ist, dass er Augenarzt werden will.

    Und natürlich "operiert" im Chirurgie-PJ niemand. Außer vielleicht einzelne, sehr engagierte Studenten, die sehr viel Glück hatten. Der Normalfall ist, dass du im Chirurgie-PJ jeden Tag Blut abnimmst, jeden Tag venöse Zugänge legst, jeden Tag Verbände wechselst, öfters bei OPs assistierst. Fertig. Weder besonders anspruchsvoll noch besonders spannend. Viel Stationsarbeit gibts in der Chirurgie nicht.

    Wenn du in einer Praxis arbeiten willst, ist das perspektivisch natürlich möglich. Der größte Haken dabei ist, dass du als Assistenzärztin vorher erst mal einige Jahre in der Klinik arbeiten musst. (Obwohl das mit der neuen WBO bei Augenheilkunde z.B. wohl nicht mehr zwingend der Fall sein wird.)

    Also ja, man kann auch als verwöhnte und faule Abiturientin, die sich nicht die Finger schmutzig machen will, problemlos das Medizinstudium hinter sich bringen.



  5. #5
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    Zitat Zitat von Easy1 Beitrag anzeigen
    Und beim Pflegepraktikum? Muss man auf eine Station, wo sehr viele alte menschen sind, die man richtig waschen und pflegen muss und muss man da als praktikantin richtig mitmachen?
    Nö, Du kannst im Pflegepraktikum Däumchen drehen und/ oder einfach nur Kaffee kochen, Brote schmieren und Mülleimer leeren. Patienten anfassen und sie sogar zu waschen ist etwas für Weicheier.
    Es wird auch ausreichen, wenn Du zur Frühschicht gegen 8h erscheinst. Musst ja fürs Däumchendrehen ausgeschlafen sein.



    Zitat Zitat von Easy1 Beitrag anzeigen
    Und muss man wirklich immer Blut abnehmen und solche sachen, wo man direkt in die Patientenzimmer rein muss oder kann man zum Beispiel auch mehr vom Arztzimmer aus arbeiten?
    Wie kommst Du auf die Idee, daß Du zum Blutabnehmen ins Patientenzimmer gehen musst? Ich mache das seit Jahren immer vom bequem gepolsterten Sessel in meinem frisch renovierten und mit einer Hausbar ausgestatteten Arztzimmer aus. Alles andere wäre unter meiner Würde.



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