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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #26
    Diamanten Mitglied
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    Krass, wie sich das Vorgehen da unterscheidet. Tracheotomiebereitschaft durch die HNO gibt es hier nur bei Stridor o.Ä., 95% der Panendos sind hier völlig unproblematische Atemwege.
    Ich bezog mich mit der Aussage "alle Panendos" auf Rettungshases Beitrag und den Vorschlag, einfach alle Patienten die einen bestimmten Eingriff bekommen einer FOI zuzuführen (unabhängig von den individuellen Risikofaktoren für einen tatsächlich schwierigen Atemweg)
    Aber wie gesagt, da führen viele Wege nach Rom. Im Zweifel natürlich immer FOI.
    Ist ja auch massiv von der Abteilungsgröße abhängig , wie oft man an Nadelöhrnarkosen kommt. Wir sind aktuell über 150 Assistenten, da muss man halt auch Glück haben zufällig genau an dem Tag zu genau der Narkose eingeteilt zu sein, die man noch braucht. Rosinenpicken klappt bei dieser Menge an Leuten nicht gut.
    Ist im kleineren Team viel leichter, das zu beeinflussen.
    Geändert von tragezwerg (10.10.2019 um 09:38 Uhr)



  2. #27
    Platin-Mitglied Avatar von LasseReinböng
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    Die fiberoptischen Intubationen waren auch bei uns schwer zu ergattern, wie ich schon erwähnte. Ich betrachte Kenntnisse im airway management schon als essentiell. Wenn man als Anästhesist etwas beherrschen sollte, dann das... Narkosen , Intubationen, Intensiv- und Notfallmedizin kriegen nämlich auch andere Fachrichtungen hin. Sicherlich hat die immer striktere Indikationsstellung aber auch was mit Patientenkomfort bzw. Angst vor negativer Mund zu Mund Propaganda zu tun ?!
    Geändert von LasseReinböng (10.10.2019 um 20:08 Uhr)



  3. #28
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Wenn man es mal aus der Sicht der Klinik als Weiterbildungsstätte sieht:
    Ich sagte nicht, dass man jeden Eingriff XY so machen muss. Man könnte es aber durchaus erwägen.
    Denn wenn man z.B. sagt "Jeder Patient mit MKG-Abszess kriegt eine Fiberoptik" (wenn es keine heftigen Kontraindikationen gibt) weiß man, dass jeder Rotationsassistent ziemlich sicher, nachdem er in dieser Abteilung gewesen sein wird, eine bestimmte Anzahl an Fiberoptiken generiert haben wird und eine bestimmte Kenntnis diesbezüglich haben wird. Außerdem bringt der Oberarzt dieses Bereichs dann selbstverständlich auch eine ganz andere Ruhe und didaktische Kompetenz (und damit mehr Patientenkomfort) mit als jemand, der selbst relativ unbedarft und unerfahren ist und das jetzt mal seinem Assistenten beibringen will.
    Das würde außerdem bedeuten, dass man einige "leichte" Patienten dabei hat. Damit ist man dann aber auch gewappneter für jene Patienten mit reell extrem schwierigem Atemweg. Aber soll die erste Fiberoptik dann tatsächlich der Patient mit massiv instabiler WS und großer prävertebraler Blutung sein?!
    Den MKG-Abszess hab ich jetzt ganz beliebig als Beispiel gewählt.

    Man kann halt schlecht auf der einen Seite sagen "Doof! Bei uns kommt keiner auf eine sinnvolle Anzahl Fiberoptiken" und auf der anderen Seite sagen "Fiberoptik bitte nur bei einem extreeeem exklusiven Patientengut". Und das wäre eben eine mögliche Option, dieses Problem zu lösen.

    Die Fiberoptiken beizuschaffen und aufzubereiten, ist dann ein geringes Problem, wenn das beschlossen wird und der Chef nur ein winzig kleines bisschen verhandeln kann.

    Aus Sicht des Patienten:
    Ich bin überzeugt, dass das Gros der Patienten davon profitiert, wenn eine gewisse Expertise in Sachen Atemwegsmanagement in dem Haus herrscht, in dem er oder sie betreut wird. Die allermeisten sind alle sehr verständnisvoll und compliant, wenn man ihnen Sinn und Zweck dieser Maßnahme erklärt. Und eine Fiberoptik würde mich als Patienten auch ruhiger stimmen, als einen Chirurgen mit Skalpell in der Hand neben mir stehen zu haben.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



  4. #29
    Diamanten Mitglied
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    So ein Vorgehen wäre aus Sicht des Lernenden defintiv wünschenswert. Dann müsste man tatsächlich einen häufigen Eingriff wählen, damit das genügend Zahlen für den einzelnen werden. Üblicherweise rotiert man bei uns für ca. 3-4 Monate (unterbrochen durch Dienste in den anderen Teilkliniken, in denen man eingearbeitet ist) in HNO/MKG, und im Tagesgeschäft sind solche Dinge wie Abszesse ja fast nie vertreten. Geplante FOI finden hier bei Dingen wie Abszessen, stark eingeschränkter MÖ, Dysmorphien, Stridor statt. Das sind halt nicht viele Patienten.



  5. #30
    Ldr DptoObviousResearch
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    Zitat Zitat von Rettungshase Beitrag anzeigen
    [...]Wäre ich ein Chef würden mich folgende Sätze aus der Leitlinie (die auch der Gutachter zu Rate ziehen wird, wenn mal was so richtig schief geht), stark "motivieren":
    "Bei Vorliegen von Prädiktoren oder anamnestischen Hinweisen für eine schwierige oder unmögliche Maskenbeatmung und / oder endotracheale Intubation soll die Intubation beim wachen, spontan atmenden Patienten mit Hilfe von flexiblen Intubationsendoskopen erfolgen."
    "Für das erfolgreiche Management des unerwartet und erwartet schwierigen Atemwegs sollen eine fundierte Ausbildung und regelmäßiges Training erfolgen sowie ein an die jeweilige Klinik adaptierter Algorithmus verfügbar sein."
    Maßgeblich für die Haftung ist der medizinische Standard. Und der definiert sich nicht durch eine S1-Leitlinie. "Experten"meinung ist keine Evidenz. Höchstrichterliche Rechtsprechung dazu gibt es noch nicht, aber das Schrifttum ist da sehr eindeutig.
    Wichtigste Regel der Seepiraterie: Keine grauen Schiffe entern.

    "Die übersteigerte Erwartungshaltung ist bei vielen Menschen leider das Einzige, was sie aufs Kreuz legt."



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