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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Ich ergänze einfach mal, was ich so im Forum gefunden habe und was oben bisher für tag 2 noch nicht steht.

    Tag 2 A98/B45 MRT-gesteuerte Biopsie
    https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...om_2018-09.pdf
    Die Patientin im Fall hat Mikroverkalkungen und dazu einen Herdbefund. Punkt 4.5.D sagt, dass bei Mikrokalk ohne begleitenden Herdbefund eine stereotaktische Biopsie durchgeführt werden soll (Vakuumbiopsie). Es steht nicht explizit, dass bei begleitendem Herdbefund MRT-gesteuert biopsiert werden soll, aber dass die Bildgebung gewählt werden soll, die den Herd am besten darstellt, und nach Möglichkeit Sono bevorzugt werden soll.

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...euerte-Biopsie


    2. Tag A74/B101 - Therapie M.Hodgkin
    Unabhängig davon ob es ein frühes oder intermediäres Stadium ist, dürfte eigentlich trotzdem keine der Antworten richtig sein, denn bei beiden macht man keine Involved-Field-Bestrahlung, sonder Involved-Site. Das steht sowohl auf Amboss, als auch in der Leitlinie. Finde daher, dass die Frage rausgenommen werden müsste.

    https://www.leitlinienprogramm-onkol...ersion_2.0.pdf
    Seite 54 unter 5.8.A und Seite 63 6.9.A

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...apie-M-Hodgkin


    Tag 2 A61/B88 - Perineuralscheideninfiltration
    Verwirrung durch Angabe 3 unterschiedlicher Angaben über die Anzahl der untersuchten Lymphknoten. In der Fallbeschreibung hieß es: "Perikolisch finden sich 21 Lymphknoten. Nach histologischer Aufarbeitung lautet die TNM-Tumorformel (...) pN1(3/18) (...)"
    Als Antwortmöglichkeiten zu den Fragen 88 und 89 stand: "pN1(3/28)". Tippfehler im Staatexamen sollten nicht passieren - vielleicht klappt es ja mit dem Anfechten.



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  2. #7
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    Tag 1 A80/ B 39 nächtliche Miktion obstruktive Schlafapnoe
    https://www.awmf.org/uploads/tx_szle..._2017-08_2.pdf (Seite 4)
    Eine obstruktive Schlafapnoe ist nicht mithilfe einer nächtlichen Pulsoxy abzuklären/auszuschließen. Vielmehr trifft das auf die Diagnostik einer schlafbezogenen Hypoxämie zu, wo eine nächtliche Oxymetrie zusammen mit einer Messung des CO2 in der Nacht durchgeführt werden soll. Bei der OSAS wäre die Polygraphie eher angemessen.

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...highlight=osas


    Tag 3 A91/B50 Thoraxdrainage nach Spannungspneumothorax
    Verwirrung und Erschwerung der Beantwortung durch den Zusatz "infraklavikulär". Es gab zwei identische Antwortmöglichkeiten, einmal medioklavikular Infra- und einmal mit medioklavikular supraklavikulär. Das suggeriert, dass es hier tatsächlich um direkt unterhalb der Klavikula und direkt oberhalb der Klavikula geht.

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...mothorax/page2




    Tag 3 A81/B40 Opioide bei akutem Abdomen
    Bei Research Paper gibt es eine Art Leitlinie, die die Kombination aus Paracetamol und Piritramid bei starken Schmerzen empfiehlt.
    https://www.researchgate.net/publica...Bauchschmerzen

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...-Abdomen/page2



    Tag 3 A3/B16 - konventioneller Gewichtsreduktion

    Es wird vor laut AWMF beobachtet, dass Essstörungen kurzfristig nach adipositaschirurgischen OPs abnehmen, aber im Verlauf wieder zunehmen. Auf Seite 38 steht, dass eine UNBEHANDELTE Essstörung zu den Kontraindikationen eines solchen Eingriffes zähle.
    Ich sehe also keine wirkliche Eindeutigkeit der Antwortmöglichkeiten. Antwort A (bariatrische OPs sollte man erst nach erfolgreicher Behandlung der Essstörung vornehmen) trifft zu, da Beobachtungen zeigen, dass ein langfristiges Ergebnis bei Patienten mit bestehender Essstörung nicht zwingend gegeben ist – es steht außerdem nicht „muss“, sondern „sollte“, was für mich diese Antwort als richtige nicht ausschließt.
    Antwort C (es sollte eine Behandlung der Essstörung gemeinsam mit einer bariatrischen OP empfohlen werden) ebenso. Sogar Antwort E (Binge Eating als Kontraindikation von bariatrischen OPs) trifft laut AWMF zu.

    https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...en_2018-02.pdf

    Forumdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...ichtsreduktion



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  3. #8
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    Tag 3 A86/ B 45 - Hemineglect

    "die Frage ist m.E. aus mehren Gründen undurchsichtig.
    1. Der Neglekt ist per definitionem eine Aufmerksamkeitsstörung, die sich durch das nicht-Beachten der Umwelt oder des eigenen Körpers äußert. Was dagegen unter Wahrnehmung oder Nichtwahrnehmung zu verstehen ist, kann man hier nur raten. Klar ist, dass beim Neglekt eine sensorische Wahrnehmung unter diagnostischen Bedingungen möglich ist. Ob der Patient aber im Rahmen der Symptomatik im Alltag eine Wahrnehmungserfahrung hat oder nicht, lässt sich nicht objektivieren. Damit ist Antwortoption (E) viel zu unpräzise formuliert um sie als richtig oder falsch zu bewerten.
    2. Was mich weiterhin irritiert, ist die Fragestellung. Es ist nach der Symptomatik gefragt. Die richtige Antwort (C), das Extinktionsphänomen bei bilateralem Reiz, ist allerdings vorwiegend eine diagnostischer Befund und weniger eine Symptomatik des Neglekts. Extinktion bezieht sich ausschließlich auf das Nichtbeachten bei bilateralerStimulation, während ein Neglekt vorwiegend durch z.B. spontane Blickpräferenz nach ipsilateral oder auch vermindertes Suchverhalten kontralateral symptomatisch wird.
    3. In der Forschung scheint das Verhältnis zwischen Extinktion und Neglect derzeit noch gänzlich unklar zu sein. Teilweise wird Extinktion als milde Form des Neglekts oder als dessen Residualzustand betrachtet. Es gibt aber auch Studien die zeigen, dass Extinktion und Neglect dissoziierbar sind (Cocchini, G., Cubelli, R., Della Sala, S., and Beschin, N. (1999). Neglect without extinction. Cortex 35, 285–313. sowie https://www.frontiersin.org/articles...012.00195/full). Zudem scheinen einige Studien inzwischen sogar beiden Phänomenen unterschiedliche anatomische Strukturen zugeordnet zu haben (https://academic.oup.com/brain/artic...11/3310/310823).
    Aus diesen Gründen und aufgrund der Tatsache, dass nach der in erster Linie auftretenden Symptomatik gefragt ist, sollten alle Antwortoptionen als falsch gewertet werden."

    Forumsdiskussion: https://www.medi-learn.de/foren/show...ineglect/page3



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  4. #9
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    Folgende Fragen wären aus meiner Sicht noch anfechtbar:

    1. Tag 1, A88: Die Frage nach dem Arbeitsschutz bei vermuteter MRSA-Pneumonie

    https://www.medi-learn.de/foren/show...47-MRSA-Schutz

    Mund-Nasen-Schutz vs. FFP-Maske
    Durchsicht der RKI-Empfehlungen zur Infektionsprävention und zum Umang mit MRSA lässt folgendes schließen
    - Standardempfehlung ist: Kittel + Mund-Nasen-Schutz (+ Handschuhe)
    - Die MRSA-Leitlinie erwähnt aber ausdrücklich auch die Übertragung durch Partikel in der Luft, was gerade bei einer Patientin mit V.a. Pneumonie möglich scheint
    - Die RKI-Empfehlung zur Infektionsprophylaxe schreibt ausdrücklich, dass ein einfacher Mund-Nasen-Schutz vor der Übertragung durch Partikel nicht ausreicht schützt und deshalb in Situationen, in denen eine solche Übertragung in Frage kommt, FFP-Masken getragen werden sollten

    2. Tag 3, A79: Die Frage nach der Erstmaßnahme bei verstärktem akuten Abdomen

    https://www.medi-learn.de/foren/show...en-9-J%E4hrige

    Es ist mir an dieser Stelle nicht begreiflich, warum das Sono die geforderte Erstmaßnahme ist. Auch ein Sono braucht Zeit - die Analgesie ist eigentlich sofort erledigt, und es scheint mir unangemessen, das Kind solange seinen Schmerzen zu überlassen, bis man das Sono durchgeführt hat.

    Kapitel 18 in "Notfälle" des Thieme-Verlages erwähnt ausdrücklich die Notwendigkeit einer ausreichenden Analgesie sogar als präklinische Maßnahme:

    https://www.thieme-connect.de/produc...0033-2566.pdf#

    Hat jemand weitere Literaturhinweise?

    3. Tag 3, A76: MS-Lokalisation

    https://www.medi-learn.de/foren/show...s-Lokalisation

    Die Lösung muss hier (in meinen Augen eigentlich eindeutig) "zervikal" lauten, weil das Lhermittsche Zeichen dafür pathognomonisch ist. Die Medi-Learn-Dozenten behaupten, die Läsion liege im Hirnstamm. Auch das sollte in meinen Augen angefochten werden, um sicher zu gehen.

    Nachtrag:

    4. Tag 3 A101: Erbgang Duchenne

    Die laut Dozenten korrekte Antwort ist falsch. Es handelt sich um eine X-chromosomale Erkrankung; Allele auf dem X-Chromosom sind beim Mann immer per definitionem hemizygot - was gar nicht zur Auswahl stand.

    https://www.medi-learn.de/foren/show...ophie-Duchenne

    Das findet man so bei Wikipedia, aber hat jemand noch andere Literatur zu dem Thema?
    Geändert von WiWi18 (15.10.2019 um 12:51 Uhr)



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  5. #10
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    A74: Trommelschlägenfinger / Pierre-Marie-Bamberger Krankheit


    Bezugnehmend auf den schon vorhandenen Eintrag dazu: die Antwort mit der Asbestose glicht gleichermaßen im Vergleich zur Pierre-Marie-Bamberger wie die Lungenfibrose. Bzw. bei diesem Patienten sogar eigentlich mehr, weil spezifisch in seinem Fall davon gesprochen wird, dass die Veränderungen für eine „Asbestose sprechen“, was mit der Anamnese auf jeden Fall wahrscheinlich ist. Die Asbestose ist wiederum eine Form der Lungenfibrose, nur wäre es hier genauer von dem Asbestose-Verdacht auszugehen.



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