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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von nie Beitrag anzeigen
    Als Assistenzarzt sind es aber weniger die offensichtlich heiklen Dinge, die einem Probleme machen sondern die tausenden Kleinigkeiten, die erst zum Problem werden wenn man sie vergisst/übersieht.
    Es ist beides.
    Es sind die heiklen Dinge die man noch schwierig einschätzen kann weil man keine Erfahrung hat und es ist die große Menge an Informationen die man zu verarbeiten hat.

    Damit meine ich:
    Einerseits tut man sich vor allem am Anfang sehr schwer einzuschätzen wie dringend etwas wirklich ist und wie man sicher aus der Gefahrenzone kommt. Und dann passiert Mist. Vor allem bei Gefäßpatienten regt mich das wahnsinnig auf. Die Kollegen der Notaufnahme haben oft ungefähr null Ahnung von Gefäßpatienten und interessieren sich nicht dafür und verstehen nicht worauf es wirklich ankommt. Drehen dann bei einem Viererstadium (pAVK IV) völlig durch weil ist ja extrem kritische Ischämie, ok, das stimmt teilweise, aber bei einem akuten Dreierstadium (pAVK III, z.B. aufgrund akutem Gefäßverschluss) sind sie völlig entspannt weil ist ja noch kein Viererstadium. Also wird der erstmal liegen gelassen auch wenn sich der Patient mit akuten Ruheschmerzen krümmt... wie gesagt: auch die heiklen Dinge sind manchmal schwierig.*
    Und andererseits ist es bei mir selbst ja auch so dass ich merke wenn ich keinen Stationsdienst habe, habe ich den Kopf viel freier um mich ernsthaft um die Patienten zu kümmern, kritische Dinge früh zu erkennen und ein Gesamtkonzept für einen Patienten aufzustellen. Das ist dann so einfach sich hinzustellen und dem Stationsarzt der den ganzen Tag umherhetzt zu sagen "so würde ich es machen". Aber als Stationsarzt selbst versucht man teils einfach nur irgendwie über die Runden zu kommen nach dem Motto "Hauptsache kein Patient ist gestorben".

    *was ich noch erwähnen wollte: das ist halt so wenn man in die Notaufnahme Leute steckt die einfach mit dem Krankheitsbild null Erfahrung haben. Wenn ein Unfallchirurg, den Gefäßpatienten schon immer null interessiert haben, eine Dringlichkeitseinschätzung abgeben, dann ist das halt manchmal grenzwertig. Wie wenn ich als Gefäßchirurg Wirbelsäulenfrakturen beurteile. Macht jetzt auch nicht so viel Sinn, ist aber manchmal so.
    Geändert von anignu (17.10.2019 um 23:37 Uhr)



  2. #22
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Relaxometrie Beitrag anzeigen
    Komisch. Du lehnst den Vergleich zwischen der Luftfahrt und der Medizin ab; bemühst ihn aber dann -wie ich finde an völlig richtiger Stelle- trotzdem
    Ich finde den Vergleich eben nicht zutreffend und bringe ein Beispiel warum ich ihn nicht zutreffend finde. Finde ich jetzt nicht soooo unlogisch



  3. #23
    Registrierter Benutzer
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    Und ursprünglich meinte ich mit meinem Beitrag auch, dass Fehler eben passieren können, das ganz natürlich ist und man daran arbeiten sollte, diese zu minimieren.
    Ich finde den Ton, den anignu hier an den Tag legt, irgendwie unschön. Genau darum geht's ja. Nicht andere direkt mit "so ein Schmarrn" runterbügeln, sondern ihren Punkt hören.
    Denn "Stress, Überforderung, Überlastung" haben auch Piloten, das haben nicht die Assistenten in der Notaufnahme für sich gepachtet.



  4. #24
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
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    Piloten haben einen wesentlich anstrengenderen Job. Wenn Jemand mit der Innere-Notaufnahme überfordert ist, braucht er nicht irgendwelche Verfahrensanweisungen oder spezielles Training, derjenige braucht einen neuen Job.



  5. #25
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    Aber Chirurgen sind die ärmsten von allen? Oder werden nur die Chirurgen, die alles locker wegstecken?



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