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  1. #6
    Kinder-Fraktion Avatar von THawk
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    Ja, das war 2003. Abi-Note war 1,2, Grenze für Studienplatz generell 1,9, für Dresden 1,3.
    "Wir hatten Zeit. Er, weil er alt, ich, weil ich jung war."
    Eric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran



  2. #7
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    Ich habe das Studium in Dresden gerade abgeschlossen und kann Neuanfänger eigentlich nur warnen.

    Die Vorklinik ist richtig schwer, es wird großen Wert auf Chemie und Physik gelegt, was inhaltlich oft nur schwer nachzuvollziehen ist. Das Hauptproblem ist aber, dass der Leistungsdruck durch die Vorgaben und durch etliche der DozentInnen extrem hoch ist. Beispiel: Im Praxisseminar Chemie wird zu Beginn jedes Termins, also jede Woche, ein Test geschrieben. Nur wer den besteht, kommt überhaupt ins Labor rein. Und nur wer drin war, bekommt die Zulassung zur Klausur am Ende des Semesters. Mit anderen Worten: Alle stehen unter Dauerstrom, das gesamte Semester über.
    Unnötig, meiner Meinung nach. In fast allen anderen Fächern gibt es ähnlichen Stress. In Histologie z.B. werden in den Klausuren (mehrere im Semester natürlich) Fotos von Proben abgefragt, die niemand vorher erklärt hat und die zudem noch qualitativ sehr schlecht sind. Wenn man sich beschweren oder wenigstens Rat einholen will, wird man sehr oft abgebügelt und als lästige Bittstellerin behandelt. Überhaupt ist die Lehre in vielen Fällen verbesserungsbedürftig. Die Profs scheinen manchmal weder am Stoff noch an den Studierenden interessiert zu sein, eher genervt. Klar, es gibt Ausnahmen. Da freut man sich jedes Mal richtig, wenn man bei einem solchen Menschen Unterricht hat.

    In der Klinik läuft es etwas besser, aber nicht entscheidend. Immer wieder werden Leistungen abgefragt, die nicht oder kaum unterrichtet wurden. Dafür wird aber die maximale Anzahl von Prüfungen, Klausuren etc. angesetzt, deutlich mehr als an anderen Unis (und ganz zu schweigen von Modellstudiengängen wie etwa an der Charité). Auch die Vorbereitungszeiten für Prüfungen sind deutlich knapper angesetzt als woanders. Dresden legt z.B. die letzten Klausuren vor dem Stex so, dass man nur 80 Tage Stex-Vorbereitungszeit hat, nicht 100 (oder mehr) wie alle anderen. Die zeitlichen Vorgaben für die Famulaturen etwa sind so eng, dass es passieren kann, dass man keinen einzigen Tag Semesterferien hat. Warum das alles? Keine Ahnung. Die Devise von Universitäts- und Fakultätsleitung scheint zu sein, dass nur diejenigen einen Abschluss in Medizin verdient haben, die 13 Semester lang so richtig gequält wurden.

    Zugegeben, wenn man das alles durchgestanden hat, dann ist man fachlich wirklich fit. Trotzdem: Leute, überlegt es euch zweimal, bevor ihr nach Dresden geht.
    (Und übrigens, ich habe mit 1,6 abgeschlossen; das hier ist also keine frustrierte Tirade von einer, die es nicht oder nur gerade so geschafft hat.)



  3. #8
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    Vielen lieben Dank für deine Einschätzung! Dresden war mein Favorit - bis jetzt. Da werde ich meine Überlegungen zur Studienortwahl auf jeden Fall noch mal überdenken!
    Weißt du eigentlich wie die TUD ab WS 2020 die besonderen Plätze vergeben wird, die dann nach Chemnitz gehen ?
    Dazu steht bisher nichts auf der Website außer das neue Vergabe-verfahren an sich...



  4. #9
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    Nein, das weiß ich leider nicht. Kaum hat man die letzte Prüfung hinter sich, schaut man eigentlich nicht mehr zurück - außer, man muss noch einmal kurz Dampf ablassen ;))
    Jedenfalls wünsche ich viel Glück mit deinen Entscheidungen!



  5. #10
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    Ich studiere nicht in Dresden (komme aber von dort und kann die Stadt wärmsten empfehlen ), möchte dich aber ermutigen, dich nicht von Dingen wie Testaten vor Praktikumstagen und damit verbundener Teilnahmeberechtigung etc abschrecken zu lassen.
    Das wird meines Wissens nach in vielen Universitäten so gehandhabt, bei mir in Leipzig ist es z.B. nicht anders. Praktika sind mind Antestaten über noch nie teils nie behandelten Stoff verbunden, wer nicht besteht darf nicht am Versuch teilnehmen und wer nicht teilnimmt darf die Klausur nicht schreiben. Die Durchfallquoten in Physik und Histo sind hoch und ja, es stresst. Es macht unheimlichen Druck und ist nicht immer schön. Aber du wirst an jeder Universität mit Regelungen konfrontiert werden, die den Studienalltag nicht gerade versüßen- an manchen mehr, an manchen weniger.
    Das Studium ist immer mit Stress und Druck verbunden, aber machbar ist und ich denke, das wird in Dresden nicht anders sein

    Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen gewünschten Studienplatz bekommst!



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