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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hi zusammen,
    also ich bin jetzt im vierten Klinikjahr und hab folgendes wiederkehrendes Problem. Sowohl vor dem Studium im Zivildienst als auch währenddessen in den Praktika als auch als Assistenzarzt habe ich immer wieder Mobbing erfahren müssen. Leider geht dieses Verhalten hauptsächlich mit wenigen Ausnahmen vom Pflegepersonal aus. Ich sehe dieses Phänomen nicht nur bei mir sondern auch bei den Kollegen. Es kommt auch von Seiten der Vorgesetzten ist aber doch recht selten. Im letzten Haus war das zusammen mit der allgemeinen Arbeitsbelastung (100 Stunden-Wochen) einer der Hauptgtünde warum ich gekündigt habe.
    Bestandteile dessen sind vor Allem üble Nachrede und Verleumdungen in Form von Beschwerden an den Chef und die Verwaltung sowie Falschdokumentationen. Weiterhin offene Beleidigungen und Arbeitsverweigerung.
    Da wird zB dokumentiert ich sei nicht im Zimmer bei dem Patienten mit Brustschmerzen und Luftnot gewesen obwohl ja Troponin abgenommen wurde und der Aszites punktiert wurde und ich der Einzige bin der das macht. Das klingt vielleicht banal. Aber wenn man jeden Tag 4 bis 5 mal sowas liest dann regt es dich auf. Genauso wird behauptet ich sei trotz mehrfacher Anfrage nicht bei der Patientin mit dem Krampfanfall gewesen was nicht stimmt und auch nachweisbar ist dass es nicht stimmt. Ich glaube, dass einige Pflegekräfte es immer wieder "versuchen" etwas anzuhängen und hoffen das was hängen bleibt. Bei Verleumdungen bin ich glücklicherweise in der Lage das Gegenteil nachzuweisen und sas meinen Vorgesetzten mitzuteilen. Da ich aber ohnehin keine Anzeige einleite habe ich sonst keinen weiteren Vorteile. Demgegenüber kann die Pflege gegenüber meinem Vorgesetzten aber nach Lust und Laune üble Nachrede betreiben ohne dass ich Handhabe dagegen hätte und behaupten ich hätte mich "unfreundlich" verhalten, wenn ich eine Forderung der Pflege ablehne. Langsam kotzt mich das an, da es sich wie gesagt aus gutem Grund um Straftaten handelt. Der Vorgesetzte wird im Zweifel sagen "ich war nicht dabei und kann das nicht beurteilen" und je mehr Personen sich zusammen tun und die gleiche Lüge verbreiten desto "wahrer" wird sie in den Augen des Chefs. Irgendwo bleibt immer was hängen. Ich habe auch schon mitgekriegt wie einem Kollegen sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde, die keine war. Der Kollege hatte die Schwester lediglich zur Seite gestupst um an den Visitenwagen zu gelangen. Meist trifft das Verhalten Assistenzärzte die sich nicht bestimmten besonders eitlen Pflegekräften unterordnen. Und dann wird man gleich von einer ganzen Gruppe Pflegekräfte schikaniert.
    Eine weitere Methode ist Arbeitsverweigerung. Es wird im Dienst plötzlich behauptet diese oder jene Tätigkeit sei nach oberärztlicher Rücksprache ärztliche Aufgabe (was einfach gelogen ist).
    Ich kriege auch mit wie auch Studenten und Praktikanten bzw. machtlose Mitarbeiter auf ähnliche Art und Weise schikaniert und zB durch die halbe Klinik geschickt werden um was zu erledigen was man auch telefonisch schnell erreichen könnte. Man neigt dazu das Ganze zu bagatellisieren und doch frage ich mich immer wieder warum ich das mitmache, obwohl die Gesetzeslage es eindeutig regelt.
    Von Seiten der Oberärzte und der Chefetage kann man keine Unterstützung erhoffen. Die sagen einem ganz offen, dass man "den Ball flach halten soll". Es wird dann auch schon mal von "kulturellen Differenzen" geredet, was ich als rassistisch werte. Ich bin in D geboren und aufgewachsen und Verleumdung ist ein Bestand aus dem deutschen Gesetzbuch.
    Bisweilen frag ich mich, ob ich dann die Ärztekammer einschalten oder das ganze Pack anzeigen soll. Oder aber die Oberärzte durch Krankmeldungen auflaufen lasse. Leider müssen im letzten Fall die assistenzärztlichen Kollegen dann die Suppe auslöffeln, obwohl sie nix dazu können.

    Nach über einem Jahrzehnt hängt es mir zum Hals raus.



  2. #2
    Stayin' alive Avatar von MissGarfield83
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    Wenn ich deinen Beitrag so lese - könnte es sein dass du das Problem bist?



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Beiträge
    230
    Garfield es ist äußerst uncool und unangebracht, ohne die Person zu kennen, direkt zu behaupten man sei selber schuld. Sowas macht man einfach nicht.



  4. #4
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Markian, kann es sein, dass du gerne die Aussagen anderer User kritisierst?
    Ich dachte beim ersten Lesen auch, dass es schon seltsam ist, wenn man bei diversen Arbeitgebern immer und immer wieder gemobbt wird. Da stellt sich schon die Frage, wie sich der/die TE selbst diesen Leuten gegenüber verhält, denn die wenigsten (und schon gar nicht bei verschiedenen Arbeitgebern) kommen mal eben so auf die Idee, irgendwen zu mobben. Meist gibt es einen Anlass.
    Da wird den nicht kennen, ist es völlig legitim, darauf hinzuweisen, dass jeder auch wenigstens kurz sein eigenes Verhalten reflektieren sollte. Und ggf. bietet es sich auch an, genau darüber mal mit Kollegen oder Freunden zu sprechen. Vielleicht tritt man unbewusst in irgendwelche Fettnäpfe.
    Und wenn das alles nicht so ist, würde ich persönlich das Gespräch mit den Problem-Kollegen suchen und fragen, was sie für ein Problem mit mir haben.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  5. #5
    Diamanten Mitglied Avatar von jijichu
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    Zitat Zitat von Markian Beitrag anzeigen
    Garfield es ist äußerst uncool und unangebracht, ohne die Person zu kennen, direkt zu behaupten man sei selber schuld. Sowas macht man einfach nicht.
    Er schreibt gleich zu Anfang

    also ich bin jetzt im vierten Klinikjahr und hab folgendes wiederkehrendes Problem. Sowohl vor dem Studium im Zivildienst als auch währenddessen in den Praktika als auch als Assistenzarzt habe ich immer wieder Mobbing erfahren müssen
    Wir stecken nicht drin, allerdings ist in dem Beitrag nicht eine selbstkritische Reflektion zu lesen, in wie fern das eigene Verhalten ggf zu der Situation beiträgt. An so vielen Stellen in so vielen verschiedenen Positionen (nach seinem Empfinden) gemobbt zu werden wirft schon die Frage auf, ob er nicht anteilig dazu beiträgt, es werden ja kaum über 10 Jahre hinweg dieselben Pflegekräfte mit ihm arbeiten. Damit möchte ich nicht das Verhalten seiner Kollegen rechtfertigen falls es sich so zugetragen hat/zuträgt, jedoch muss bei diesem Bericht auch der Input des TEs hinterfragt werden.

    Ich habe auch schon mitgekriegt wie einem Kollegen sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde, die keine war. Der Kollege hatte die Schwester lediglich zur Seite gestupst um an den Visitenwagen zu gelangen.
    Nochmal, war nicht dabei, aber eine Kollegin "lediglich zur Seite gestubst" ist nicht gerechtfertigt - man kann doch auch darum bitten, zur Seite zu gehen? Vielleicht interpretiere ich da zu viel hinein, es liest sich jedoch so, dass der (wichtige) Arzt die (weniger wichtige) Krankenschwester berechtigterweise einfach zur Seite schiebt - sollte diese (ganz klar von mir interpretiere!) Attitüde so bestehen und kommuniziert werden, dann verwundert es mich nicht, dass Menschen ggf schlecht reagieren. Man muss (vor Zeugen) jemanden schon an bestimmten Stellen "schubsen", dass dies dann vom Gegenüber als sexuelle Belästigung empfunden und zum Vorwurf gemacht wird. Erneute Interpretation: der TE degradiert das Empfinden der Schwester (weil sie Krankenschwester ist?) doch ziemlich und sieht im Verhalten seines Kollegen so gar kein Problem.

    Bisweilen frag ich mich, ob ich dann die Ärztekammer einschalten oder das ganze Pack anzeigen soll
    Wenn diese verallgemeinernde, beleidigende und abwertende Sprache alltäglich für den TE sein sollte, darf sich über ablehnendes Verhalten im Umfeld wirklich gewundert werden?
    Geändert von jijichu (28.10.2019 um 09:25 Uhr)



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