teaser bild
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 6
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.11.2019
    Beiträge
    1

    - Anzeige -

    Interesse an einer Werbeanzeige hier?
    mehr Infos unter www.medi-a-center.de

    Hallo Leute,

    zu meiner Situation: Ich bin voll approbierter Arzt, habe 2 Jahre in der Klinik gearbeitet und bin dann ausgestiegen und habe mich mit einem Unternehmen selbständig gemacht. Das lief auch sehr gut und läuft auch noch, aber es erfüllt mich inhaltlich nicht. Ich habe in den letzten Jahren aufgrund einer gesundheitlichen Problematik eine Heilpraktikerin kennengelernt. Sie ist auf Akupunktur spezialisiert und es war für mich beeindruckend zu sehen, wie gut mir das geholfen hat. Das hat mein Interesse geweckt.

    Jetzt bin ich kein Facharzt und habe in diesem Leben auch kein Interesse mehr, meinen Facharzt zu machen. In der Klinik zu arbeiten ist für mich eine Horrorvorstellung. Meine Idee war, mich auf TCM zu spezialisieren mit Fokus auf die Akupunktur. Ich habe da auch einen Akupunkturkurs entdeckt, der mich sehr anspricht, weil man auch ein längeres Praktikum in China absolvieren kann. Gleichzeitig scheint er ganzheitlicher orientiert zu sein als Kurse, die Ärzten angeboten werden (vielleicht ist das auch nur ein Vorurteil von mir).

    Angenommen ich mache diese Ausbildung und bin dann in der Lage Akupunktur anzubieten, ist mir nicht ganz klar, was ich danach darf. Mich niederlassen und Akupunktur anbieten, dürfte ja möglich sein. Zu meinen Fragen:

    - Obwohl ich mich in diesem Bereich spezialisiere, darf ich die Zusatzbezeichnung "Akupunktur" nicht führen, weil ich keinen Facharzt habe, richtig? Darf ich aber die Leistung bewerben? Und wenn ja, wie?
    - Ich vermute mal, dass meine Rechnungen von der Krankenkasse nicht übernommen werden, richtig?
    - Bin ich an die GOÄ gebunden?
    - Kann ich diese Leistung anderen Ärzten anbieten und dürfen diese dann mit der Krankenkasse abrechnen?

    Ich will einschätzen können, wie realistisch diese Idee ist. Grundsätzlich ist ja gut, wenn man sich auf eine Sache spezialisert, aber ich vermute, dass es einem schwer gemacht wird, damit erfolgreich zu sein.

    Wer kann ein paar Hinweise geben?



  2. #2
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    06.11.2009
    Ort
    Mülheim an der Schnur
    Semester:
    FÄ für Neurologie/5. WBJ Psychiatrie
    Beiträge
    1.694
    Voraussetzungen für die Zusatzbezeichnung Akupunktur ist und bleibt der Facharzt in einem Fach der unmittelbaren Patientenversorgung. Ohne Facharzt wirst du außer im Angestelltenverhältnis keine gKV Patienten ohne KV Sitz behandeln können. Aber auch ein anderer Arzt wird diese Leistung nur mit Zusatzbezeichnung abrechnen können und keiner wird jemanden nur für Akupunktur anstellen. Das wird sich alleine nicht lohnen, weil Akupunktur jeder Hans und Franz inflationär anbietet. Dazu kommt das Akupunktur alleine in der TCM eigentlich keinen großen Stellenwert hat, wie es hier in Europa angewendet wird und nur unterstützend in Begleitung mit anderen Behandlungen Sinn macht. Als Arzt nur Akupunktur anbieten zu wollen mit zwei Jahren Berufserfahrung und das im Rahmen einer Privatpraxis wird nicht besonders einträglich sein.
    Geändert von Reflex (05.11.2019 um 07:04 Uhr)



  3. #3
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Registriert seit
    24.01.2009
    Semester:
    Bauschamane
    Beiträge
    14.477
    Mach halt noch nen HP-Schein, dann kannst anbieten was du willst ohne lästige Zusatzbezeichnungen. TCM ist eh schwer in Mode.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  4. #4
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    06.11.2009
    Ort
    Mülheim an der Schnur
    Semester:
    FÄ für Neurologie/5. WBJ Psychiatrie
    Beiträge
    1.694
    Aber dann kann er auch sein Studium in die Tonne treten. Als Selbständiger Heilpraktiker verdient man durchschnittlich zwischen 2000-3000€ Brutto und unterliegt den Steuer- und Sozialversicherungerungsabgaben für Selbstständige. Das ist finanziell so gar nicht attraktiv.



  5. #5
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Registriert seit
    24.01.2009
    Semester:
    Bauschamane
    Beiträge
    14.477
    Man muss halt ein gewisses Verkaufscharisma haben und tunlichst wenig Gewissen, damit man damit ordentlich verdient.
    Ansonsten: In einer Privatpraxis darf man so ziemlich alles anbieten. Auch Akupunktur und TCM. Ohne Facharzt. Einer meiner Kollegen hatte als Jungassistent in der Inneren nebenher mit geringem Stundenumfang eine Privatpraxis für Akupunktur. Ganz ohne Zusatzbezeichnung. Man muss nur bei den Begrifflichkeiten sauber bleiben.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf 1996-2019