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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Arbeite als frischer Assi an einer Uniklinik in der Inneren und kann ja ein wenig berichten. Meine Erfahrungen können - je nach Wunschfach - natürlich abweichen.

    1. Garnicht so wirklich, wurde nur in einem Gespräch erwähnt (bei 5 Vorstellungsgesprächen, alles Uniklinik) und gelobt. War eine 2 im 2.Stex, also nichts besonderes. PJ-Performance ist enorm wichtig und lässt dich, wenn du einen guten Eindruck gemacht hast, locker Leute mit besseren Noten ausstechen. Unikliniken können sich in der Inneren -mit Ausnahme der Unikliniken in 3-4 Großstädten- schon lange nicht mehr so frei aussuchen wie früher, d.h man kann mit gutem Eindruck schon maximal viel reißen. Auch an Unis wie HD. Falls du an eine der von mir erwähnten Großstädte willst, brauchst du neben viel Engagement auch viel Glück, dass du dich zum richtigen Zeitpunkt bewirbst. Nicht zwingend Faktoren, die von der Examensnote abhängen. Sobald du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hast du imo in den meisten Fällen die Mindestvoraussetzungen erfüllt und es geht letztlich nur noch darum, ob du menschlich umgänglich bist und ins Team passt.

    2. In die Forschung gehen ist nicht sonderlich schwer, da freut sich eher der Chef. Man muss sich aber im Klaren sein, was das heißt. Also viele Stunden in der Freizeit buckeln. Zumal man eine Habil zwar anstreben kann, es aber letztlich imo auch davon abhängt ob man entsprechend gefördert wird.

    3. Es gibt Doktorarbeiten, v.a im experimentellen Bereich, die mindestens ein gutes Physikum voraussetzen. Ansonsten aber überhaupt kein Thema, auch wenn man etwas Experimentelles machen will.

    4. Doktorarbeit war in jedem Bewerbungsgespräch ein Thema. Habe selber eine experimentelle DA (allerdings noch nicht eingereicht), das kam gut an. War fachfremd, hat allerdings niemanden da so wirklich interessiert. Ausnahme ist eventuell die Onko, die sehen es schon gerne wenn man eine DA in dem Bereich gemacht hat. Gerade in Fächern wie Innere, Anästhesie oder Chirurgie kann man auch ohne Doktorarbeit an Unikliniken landen, man macht es sich jedoch um einiges schwerer. Und in anderen Fächern -wie z.B im Falle einer Kollegin die in die Päd wollte, jedoch nur an eine Uniklinik- darf man ohne DA sich dann auch deutlich breiter bewerben.


    Noch ein paar Worte meinerseits: Man liest ja immer öfter hier Beiträge von Leuten, die unbedingt an "renommierten Unikliniken" arbeiten wollen. Vielen ist mMn garnicht so bewusst, was das alles mit sich bringt. Deutlich längere Arbeitszeiten, hoher Forschungsdruck (Unter Umständen hängen von deiner Forschungsarbeit die Vertragsverlängerung oder die Einteilung in die Wunschrotationen für den FA ab) und eine doch garnicht so unausgeprägte Ellenbogenmentalität. Habe ich ausschließlich das Ziel, ein guter Kliniker zu werden, ist die Uniklinik nicht unbedingt in allen Fällen das Nonplusultra.



  2. #7
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    PJ-Performance ist enorm wichtig und lässt dich, wenn du einen guten Eindruck gemacht hast, locker Leute mit besseren Noten ausstechen

    Hast du deine Stelle dort bekommen, wo du Pj gemacht hast?



  3. #8
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    Zitat Zitat von D.Hollywood Beitrag anzeigen
    PJ-Performance ist enorm wichtig und lässt dich, wenn du einen guten Eindruck gemacht hast, locker Leute mit besseren Noten ausstechen

    Hast du deine Stelle dort bekommen, wo du Pj gemacht hast?
    Hatte ein Vertragsangebot meines PJ-Hauses. Hab es aber ausgeschlagen.



  4. #9
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    Wie erfährt ein anderes Haus von meiner guten PJ-Performance? Muss ich mir dann von meinen Betreuern Zeugnisse oder ähnliches ausstellen lassen ? oder war das nur auf dein LehrKH bezogen?

    Danke=)



  5. #10
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Okay, dann meine Erfahrung (allerdings schon ein paar Jahre alt):
    1. Note wurde an keiner der Unikliniken angesprochen. Doktorarbeit allerdings schon.
    2. Auch hier ist die Doktorarbeit wichtiger. Und Fleiß. Und Opferbereitschaft... Deine Note im Studium interessiert da nicht wirklich.
    3. Kommt auf die Uni an. Manche kümmern sich um Noten, manche (meine z.B.) damals zumindest nicht.
    4. Gerade in Fächern, in denen die Stellen an Unikliniken knapp und umkämpft sind, ist die Doktorarbeit meist wichtiger als die Examensnote. Ein Chefarzt sagte mir damals ins Gesicht, ich wäre schon interessant für die Abteilung (trotz mäßiger Noten übrigens), aber erst, wenn meine Doktorarbeit fertig und eingereicht sei. Wenn du also unbedingt an irgendeine supertolle Elite-Uniklinik möchtest und deine Freizeit mit Forschung verbringen, dann solltest du dringend eine Doktorarbeit zumindest fast fertig (sprich: In Korrektur) haben. Am besten experimentell. Aber alles ist in solchen Fällen besser als keine Doktorarbeit. Wenn du nur an irgendeiner Uniklinik als Arzt arbeiten willst (wir nehmen jetzt mal die grundsätzlich schwierigen Fächer wie Derma aus), dann geht es sowohl mit nicht ganz so guter Note als auch ohne Doktorarbeit.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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