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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo zusammen, ich bin Ende 20 und letztes Jahr mit dem Medizinstudium fertig geworden. Aktuell arbeite ich in einem kleineren Krankenhaus, in der Nähe einer Großstadt in der Urologie – bin jetzt im 7 Monat.
    Während des Studiums habe ich schon gemerkt, dass mich ich mir auch eine Tätigkeit außerhalb der kurativen Medizin vorstellen könnte. Allerdings kann ich dafür niemandem in meinem Umfeld um Rat fragen.

    Insbesondere ist als Mediziner ja dann die Pharmaindustrie naheliegend. Bei Novartis und Roche gibt es sogenannte Trainee Programme auf die man sich bewerben kann.

    Was ist die beste Möglichkeit als Mediziner Karriere zu machen, auch außerhalb der Forschung.
    Eher jetzt in jungen Jahren als Trainee und dann nocharbeiten?
    Oder als Facharzt mit ggf. internationaler Forschungerfahrung? Aber ob ich dann noch den Sprung in eine führende Rolle außerhalb der Forschung machen kann, ist die Frage.

    Zu guter Letzt der Punkt Gehalt.
    Als Oberarzt sind sicherlich bis zu 100.000 - 150.000 drin, als niedergelassener Urologe vielleicht so 150.000 - 250.000.
    Es wird immer berichtet, dass die Pharma gut zahlt. Ist so ein Gehalt mit entsprechendem Fleiß und Ambitionen realistisch bzw. sogar steigerbar?

    Zusammengefasst.
    1) Trainee oder als Facharzt in die Pharma?
    2) Urologie ein gesuchtes Fach für die Pharma?
    3) Gehaltaussichten?



  2. #2
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    Den Thread kennst du?

    Bezüglich Trainee-Programm weiß ich nicht, ob das als Mediziner sinnvoll ist. Traineeprogramme machen auch Chemiker oder Pharmazeuten, da hast du als Mediziner meines Erachtens nach keinen "unique selling point", der dich den anderen gegenüber bevorzugt scheinen lässt.
    Ich glaube, im Verlauf machen alle Leute irgendeinen Facharzt, das sieht auf eventuellen Studienunterlagen auch gut aus ;)

    Uro ist, so wie ich das mitbekommen habe, kein riesiges Gebiet. Es geht viel um Autoimmunität, Lifestyle, CVRF und natürlich Onko.

    Möglich ist natürlich auch eine Tätigkeit an der Basis als "Studienarzt/Prüfarzt", aber ob das langfristig so erfüllend ist, stupide Protokolle abzuarbeiten und auszufüllen, weiß ich nicht. Viele machen das in der Industrie nach einer Zeit nur noch in Teilzeit.

    So wie ich das mitbekommen habe, sind anfangs die Verdienste ähnlich gut wie als Assistenzarzt+Dienste, nur eben ohne Dienste. Und es wird früher angefangen mit erfolgsbasierten Gehaltsbestandteilen.

    Mein Tipp ist tatsächlich der Thread und eventuell von dortigen Erfahrenen Infos einzuholen

    Viel Erfolg!



  3. #3
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    Vielleicht ein paar erste Hand Erfahrungen, ich bin selbst direkt nach nach dem Studium und dem PJ in die Onkologie bei einem großen Pharmaunternehmen gegangen. Für die meisten Mediziner bietet sich dort der medizinische Bereich an, wo man viel mit der klinischen Forschung zu tun hat.
    Ich kenne dabei nur wenige Mediziner, die auch tatsächlich das Traineeporgramm gemacht haben, die meisten kriegen Direkteinstiege angeboten. Dabei ist es aus meiner Sich für die Karriereperspektive an Sich eher egal, ob man nach dem Studium, mit 1-2 Jahren Berufserfahrung oder mit Facharzt einsteigt. Mehr klinische Erfahrung ist aber sicher auch ziemlich oft hilfreich.

    Gesucht sind typischerweise die Fachdisziplinen, die sich viel mit Onkologie beschäftigen, sowie Rheuma und Neuro/Psych und gefühlt ist die Augenheilkunde auch gerade ziemlich im Aufkommen.

    Gehalt nach dem Studium ungefähr 100k, je nach Erfolgsbeteiligung drüber. Mit 1-2 Jahren Berufserfahrung oder als Facharzt entsprechend mehr. Mit Personalverantwortung >150k.

    Falls du noch konkrete Fragen hast, kann ich gerne noch ein paar Erfahrungen weiter geben.



  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Klar, schieß los. Interessant wäre zB, ob du dein vorheriges Studium als relevant ansehen würdest. Wie ist die Verteilung deiner Arbeitszeit Medizin/Verwaltung /Management? Hast du noch vor, nen FA zu machen, wird das erwünscht/gef(ö/o) rdert?



  5. #5
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    Auf jeden Fall, klinische Erfahrung ist extrem wertvoll und sei es nur aus dem PJ und ganz klar auch ein sehr starkes Alleinstellungsmerkmal.
    Von der Arbeitsverteilung würde ich ungefähr 50% für wissenschaftliches Arbeiten (Paper lesen, selbständiges Fortbilden, Ansprechprtner für andere Abteilungen als Experte, Studienkonzepte diskutieren oder entwickeln, Veröffentlichungen schreiben/Vorbereiten und Kongressbesuche (fpr die Onkologie ASCO, ESMO plus Spezialkongresse je nach Datenveröffentlichung in dem eigenen Therapiegebiet), 30-40% Verwalt/Orga,10- 20% Schulung anderer Mitarbeiter.

    Es gibt durchaus Leute, die nach einiger Zeit zurück in die Klinik gehen, spezielle Programme dafür (also Förderung des Facharzt) gibt es aber nicht. Natürlich aber gute Kontakte zu Kliniken/Forschungszentren für Hospitationen in den entsprechenden Abteilungen, was auch häufig wahrgenommen wird. Einige arbeiten auch Teilzeit in der Klinik/Praxis, was aber vor allen Dingen in den Bereichen von operativer Studienbetreuung in der Industrie besser geht, oder manche machen einen Clinical Leave für 2-3 Monate (ist aber eher typisch für Nordamerika, wo der Austausch zwischen Klinik und Industrie viel enger ist).

    Facharzt ist für die Mediziner aber keine Pflicht und auch kein Karrierehindernis, ihn nicht zu haben. Klinische Erfahrung hilft immer, für sein Aufgabengebiet muss sich die wichtigen Sachen das jeder sowieso selbst aneignen, da man der Klinik ja meist um 1-3 Jahre voraus ist, bringt das Spezialwissen sowieso niemand mit.



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