teaser bild
Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 24
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    02.02.2020
    Beiträge
    5

    - Anzeige -

    Interesse an einer Werbeanzeige hier?
    mehr Infos unter www.medi-a-center.de

    Hallo,
    möchte mal eure Meinungen hören, v.a. von klassischen Orthopäden:

    Habe direkt nach dem Studium an nem maximalversorger in der ortho/unfall angefangen, wobei wir zu 90% unfall gemacht haben.
    Das Ganze wurde mir nach nem knappen Jahr zu stressig. stressig heisst für mich 60 -70 wochenstunden, 2 dienste pro woche (24h) + we-dienst und chaotische einteilungen, bei denen man stellenweise erst 10 minuten vor OP-beginn zugeteilt wurde und dann wegen mangelnder vorbereitung runtergemacht wurde. teilweise war ich sogar in zwei OPs gleichzeitig eingeteilt und konnte mir aussuchen mit welchem OA ich es mir verscherze. Auch wurde ich manchmal mitten aus der OP abgezogen um ohne jegliche vorbereitung studentenunterricht zu halten. ich schreibe das nicht um hier rumzuheulen, sondern um zu erklären, warum ich dann schlussendlich in die radiologie gewechselt bin.
    ich wollte einfach meine ruhe haben, keine unmotivierten schwestern mehr auf station (heisses thema, ich weiß, aber so hab ichs nunmal erlebt), keine überstunden mehr, kein mobbing durch op-schwestern.

    Jetzt bin ich also ein jahr in der radio und naja. ich arbeite listen mit cts ab und bin das, was wir damals in der UCH als klassischen zuarbeiter bezeichnet haben. Ob sich meine befunde irgendwer durchliest, keine Ahnung. Obs nen unterschied macht, dass ich dem palliativem patient noch ne peritonealkarzinose diagnostiziert hab.. eher nich.
    Ich komme pünkltich raus, weil ich mir nun das recht rausnehme pünkltich zu gehen. Es ist ja auch unerheblich ob das staging übers we liegenbleibt (anders als bei der SHF).
    Lange rede kurzer sinn, richtig glücklich bin ich glaube ich nicht, und ich überlege, ob ich in nem kleinen orthopädischen haus nicht besser aufgehoben wäre.

    Meine romantische Vorstellung davon ist ein planbares OP-Programm, planbare Eingriffe, keine Notaufnahme mit den dazugehörigen LWS beschwerden um 4 Uhr morgens und dementsprechend entspanntere Dienste. Wie ist es wirklich?

    Ergänzend muss ich noch anmerken, dass mir das arbeiten mit händen und die arbeit am patienten an sich spass macht .. das sind ja quasi grundvorraussetzungen.



  2. #2
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    23.05.2012
    Semester:
    Narkosefachzwerg
    Beiträge
    2.690
    Ich glaube du hattest mit deiner ersten Stelle einfach richtig Pech. Ich weiß ad hoc von mehreren Ortho/Unfall-Abteilungen, die sich ans Arbeitszeitgesetz halten und ne gute Ausbildung bieten. Allesamt kleine bis mittelgroße Kliniken. Notaufnahmedienste hast du gerade in kleineren Kliniken allerdings schon, da dort oft nur ein chirurgischer Dienstarzt im Haus ist und damit auch die Notfälle abarbeiten muss. Aber je nach Klinik und Dienstsystem sollte das trotzdem erträglich sein. Am besten du gehst mal hospitieren und schaust es dir an.



  3. #3
    OA
    Registriert seit
    26.12.2003
    Beiträge
    1.127
    Zitat Zitat von drroybasch Beitrag anzeigen
    Ergänzend muss ich noch anmerken, dass mir das arbeiten mit händen und die arbeit am patienten an sich spass macht .. das sind ja quasi grundvorraussetzungen.
    wie wäre es mit interventioneller radiologie? in der neuroradiologie braucht man auch handwerkliches geschick, sogar deutlich mehr feinmotorik, als in der uch und da hast du auch "action", notfälle, darfst held sein usw...dort sind die attribute eines chirurgischen fachs vertreten - mit all den vor - und nachteilen. soll heißen, dass schlaganfall nicht wartet, bis es dir genehm ist sondern kommt wann er kommt...und du hast immer die möglichkeit, zurück zu den diagnostikern zu wechseln oder in die praxis zu gehen...
    Never wrestle with a pig, because you both get dirty, but the pig likes it!



  4. #4
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    04.08.2012
    Semester:
    Fertig!
    Beiträge
    8.386
    Klingt IMHO echt so als hättest du einfach großes Pech gehabt.



  5. #5
    Diamanten Mitglied Avatar von Heerestorte
    Registriert seit
    31.05.2013
    Ort
    Nebel des Grauens
    Semester:
    Pb n Jay
    Beiträge
    4.665
    Hier in der Uniklinik sind alle UCHler sehr zufrieden und das Arbeitsklima ist auch top. Wäre ich nicht anderweitig verplant gewesen, hätte ich dort angefangen.

    Aus welcher Region kommst du denn?



Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf 1996-2020