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  1. #1
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    Hallo zusammen!

    Ich habe gerade eine Hausarbeit vom Prof. zurückbekommen, zu der er meinte, ich hätte die dramatischsten Gründe vergessen anzugeben, warum zwei der Antwortmöglichkeiten falsch sind...

    Kann mir jemand von euch sagen, warum man Isulin glargin bei einer Hyperglykämie nicht i.v. geben darf? Mir ist klar, dass es ein lang wirksames ist und das man das nicht macht, da man nur Normalinsulin i.v. gibt. Was ist noch ein Grund dafür, dass man glargin nicht i.v. gibt?

    Und warum darf man NPh-Insulin bei der Hyperglykämie nicht s.c. geben? Mir ist auch hier klar, es ist ein Verzögerungsinsulin und die s.c. Gabe kann nicht so gut gesteuert werden wie die i.v. Gabe... hat das was mit dem Puffer und der Hyperglykämie zu tun?

    Ich verstehe nicht so ganz, worauf er hinaus will...

    Würde mich sehr über eure Hilfe freuen

    Viele Grüße, ScoY



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  2. #2
    Dunkelkammerforscher Avatar von freak1
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    Weil beides ausschließlich für die subkutane Anwendung zugelassen ist. Verzögerungsinsuline i.v. zu geben ist ein Kunstfehler. Was dann genau passiert kann ich dir adhoc nicht sagen, aber such doch mal nach Fallberichten oder ähnlichem auf pubmed.

    //Edit: Hab das s.c. bei NPH überlesen. NPH ist ein Basalinsulin. Das wirkt über viele Stunden. Wenn du eine Hyperglykämie runter spritzt tust du das selbstverständlich mit Normalinsulin oder einem kurzwirksamen Insulinanalogon (Apidra, Novolog, Humalog, Fiasp, etc). Mehr Basal würde nicht nur in der Akutsituation nicht helfen es birgt auch das Risiko einer später auftretenden Hypoglykämie. Um eine akute Hyperglykämie zu korrigieren ist ein Verzögerungsinsulin einfach das völlig falsche Medikament. Als würdest du einem akuten Schlaganfall die Lyse als Tablette geben statt direkt i.v. in die Vene.

    Zusammenfassend denke ich der Prof möchte darauf hinaus dass du eine akute Hyperglykämie einfach nicht mit Langzeitinsulinen therapierst. Langzeitinsulin = Basalbedarf. Korrekturinsulin = kurzwirksames Insulin.

    Verzögerungsinsuline wirken über eine verzögerte Aufnahme des subkutan deponierten Insulins ins Blut durch die zugesetzten Stoffe.

    Wenn i.v. dann einfach klassisch Humaninsulin und fertig. Die Analoga sind beliebt weil sie subkutan schneller resorbiert werden; bei direkter i.v.-Gabe spielt das aber keine Rolle. Wobei z.B. Apidra auch eine Zulassung für die intravenöse Gabe hat. Gesehen habe ich das in der Klinik aber noch nie.
    Geändert von freak1 (15.03.2020 um 20:58 Uhr)



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