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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hallo zusammen,

    ich befinde mich derzeit im ersten Weiterbildungsjahr Anästhesie und strebe im weiteren Verlauf den Wechsel in die Innere an, um letztendlich FA für Allgemeinmedizin zu werden.
    Leider bin ich wohnhaft im ländlichen Bereich Rheinland-Pfalz/Saarland, so dass es hier perspektivisch vor allem Einzel- sowie Gemeinschaftspraxen gibt, was per se ja nichts schlechtes ist.

    Mein Manko ist jedoch: Ich traue mir jetzt und vermutlich auch in 5-10 Jahren nicht die Niederlassung zu.
    Mich interessiert vor allem an der Allgemeinmedizin das große ganze medizinische Bild und die Krankenbetreuung an sich, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, in Zukunft Praxis-Organisation, Selbstständigkeit, Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bekommen, mir liegt das ganze einfach nicht und ich wäre lieber dauerhaft angestellt, ohne 24/7 mein "Unternehmen" im Kopf zu haben.

    Nun gibt es ja MVZs und größere Häuser, in denen Allgemeinmediziner auch angestellt werden. Nur wie hoch wird der Bedarf an angestellten Allgemeinmedizinern in solchen Unternehmen in Zukunft sein und wie lukrativ ist das Ganze aus finanzieller Sicht?
    Es geht mir nicht darum, tausende Euros netto mit nach Hause zu nehmen. Es ist klar, dass die Niederlassung mehr abwirft, aber es ist auch ein ganz anderes Risiko.
    Ich bin nur im Zwiespalt, ob sich der ganze Weg bis zum FA lohnt, wenn ich am Ende "unterbezahlt" irgendwo angestellt bin.
    Das soll jetzt nicht bedeuten, dass wir unterbezahlt sind. Mir ist es lieber weniger zu verdienen, aber dafür geregelte Arbeitszeiten zu haben, als ein Vielfaches zu verdienen, aber kaum die Wochenenden für Familie und Freunde zu haben.

    Ich bin einfach ein wenig ratlos, wie ich mich in 10-15 Jahren aufstellen möchte, um meine Ziele und Balance zu erreichen. Fachlich kann ich mir keinen anderen Arbeitsbereich als die Allgemeinmedizin vorstellen.

    Ich weiß, dass sich mein Beitrag vermutlich unstrukturiert liest, aber ich habe die Hoffnung, dass sich vielleicht 1-2 Kollegen melden, die vielleicht ähnliche Ambitionen haben oder Kollegen, die bereits an einem viel fortgeschrittenerem Punkt sind und mir ihre Ansicht oder Erfahrung mitteilen können.

    Ich danke euch vielmals, kommt gut durch die Woche!

    Laura



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    30.01.2013
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    319
    Hallo,
    ich kann dich beruhigen. Es gibt viele Lösungen für dich. Durch den Hausarztmangel gibt es viel Spielraum. Zum einen werden sich verbleibende Praxen zusammenschließen und du kannst dich anstellen lassen. Zum anderen fördern Gemeinden auch Hausarztpraxen bzw. stellen dich an und liefern die ganze Infrastruktur. Gibt dafür viele Beispiele.
    Auch Krankenhäuser gründen übrigens MVZ und stellen Ärzte an.

    Andererseits musst du vor der Selbstständigkeit keine Angst haben. Das finanzielle Risiko ist unglaublich gering - gerade wenn wie oben beschrieben eine Gemeinde hinter dir steht.

    Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht hast du kein Investment und einen gesicherten Absatz. Patienten gibt es genug. Wichtig ist eine gute Abrechnungskraft in der Praxis zu haben, dann ist der Verwaltunsgaufwand überschaubar.

    Theoretisch kannst du auch erstmal einen halben Sitz übernehmen und so für mehr Freizeit sorgen.

    Ich arbeite in einem MVZ. In welcher Gegend suchst du? Wir suchen händeringend Ärzte zur Anstellung im Hausärztlichen Bereich.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    06.05.2020
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    2
    Vielen Dank für deine Rückmeldung hebdo, darf ich dir vielleicht eine PN schreiben?



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  4. #4
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    Ich lese mal mit, interessiert mich auch.
    Habe fast 2 Jahre innere voll und verfolge auch den FA für Allgemeinmedizin. Möchte mich breit aufstellen und mag die Thematik an sich, sehe mich aber genauso wenig wie du in einer eigenen Praxis...
    Zitat Zitat von hebdo Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich kann dich beruhigen. Es gibt viele Lösungen für dich. Durch den Hausarztmangel gibt es viel Spielraum. Zum einen werden sich verbleibende Praxen zusammenschließen und du kannst dich anstellen lassen. Zum anderen fördern Gemeinden auch Hausarztpraxen bzw. stellen dich an und liefern die ganze Infrastruktur. Gibt dafür viele Beispiele.
    Auch Krankenhäuser gründen übrigens MVZ und stellen Ärzte an.

    Andererseits musst du vor der Selbstständigkeit keine Angst haben. Das finanzielle Risiko ist unglaublich gering - gerade wenn wie oben beschrieben eine Gemeinde hinter dir steht.

    Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht hast du kein Investment und einen gesicherten Absatz. Patienten gibt es genug. Wichtig ist eine gute Abrechnungskraft in der Praxis zu haben, dann ist der Verwaltunsgaufwand überschaubar.

    Theoretisch kannst du auch erstmal einen halben Sitz übernehmen und so für mehr Freizeit sorgen.

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  5. #5
    Vögelchen
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    346
    In Rehakliniken werden Allgemeinmediziner durchaus auch gebraucht. Von den Arbeitsbedingungen häufig kein Vergleich zu Akuthäusern, wenn einem das liegt.



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