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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo Ihr lieben Leute,

    ich hatte ja vor ein paar Tagen gepostet, dass ich auf einer recht unschönen Weiterbildungsstelle (war meine 1. Stelle in diesem Fachgebiet, vorher 1 Jahr was anderes) in einer Klinik bin; der Vertrag war als Vertretung auf 1 Jahr befristet; in wenigen Monaten läuft der aus.

    Ich wollte da auch nicht verlängern (Weiterbildung völlig unstrukturiert /gefühlte Millionen -darunter auch unbezahlte- Überstunden /Orga eine ziemliche Katastrophe, leider ist mir das Klonen meiner selbst noch nicht gelungen und zum Octopus bin ich wider Erwarten auch nicht mutiert).

    Mein Chef behauptet nun, er sehe mich nicht in diesem Fachgebiet. Der Witz, um es datenschützend als Gleichnis auszudrücken:
    Ich bin da als Osterhäsin eingestellt, wurde aber eher als Weihnachtsfrau beschäftigt. Nun beschwert er sich, dass ich besser "Hoho" rufen kann als Ostereier bemalen....

    Komme mir vollkommen ausgenutzt vor. Dabei ist mir klar, dass ich nur der "Vertretungshonk" war und meine eigentliche Facharzt-Ausbildung ziemlich egal.
    Deshalb sehe ich es, nach kritischer Reflexion meiner selbst - eher als "Ausrede" von ihm, warum er nicht verlängert; ich weiß, dass die nächste "Vertretung" schon in den Startlöchern steht. Im Prinzip hätte er statt mir auch die Katze auf dem Klinikgelände einstellen können; nur die kann nicht so gut Aufnahmebefunde mit ihren Pfoten tippen und sie reicht im Schockraum nicht an den Tisch....

    Dummerweise haut das wider Erwarten doch sehr auf mein Ego.
    Hab mir dort den "Allerwertesten" abgearbeitet, der Umgangston unter den Assistenten (m/w) war sehr "frontalisiert", um es noch vornehm auszudrücken.

    Meine Motivation liegt komplett am Boden; erschwerend kommt meine ohnehin vorhandene Überarbeitung (gehe "auf dem Zahnfleisch") dazu.
    Ich fühle mich schon vor neuen Bewerbungsprozessen sehr "Licht-unterm-Scheffelig und ohne Selbstbewusstsein, da ich in dem übergeordneten Fachgebiet gerne bleiben möchte und mich dann auch auf Stellen bewerben will.

    Ich wollte ja ein paar Wochen "Erholungspause" nach der Stelle machen und mich dann in Ruhe bewerben.
    Bin momentan sehr unmotiviert.

    Habt Ihr vllt. irgendwelche Tipps, wie ich mein Ego schneller flicken kann?

    Lieben Dank und viele Grüße

    Zilia (die morgen frei hat und nur deshalb noch wach ist)
    Geändert von Zilia (13.05.2020 um 02:17 Uhr) Grund: Orthografie korrigiert/Ergänzung



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    Allein, dass du in dieser Situation deinen Humor nicht verloren hast und so kurzweilig und unterhaltsam darüber schreibst, zeugt ja davon, dass dein Licht - wenn auch gerade unter dem Scheffel - grundsätzlich zu den helleren Lichtern gehört.

    Ich habe mir bei malignen Chefs immer gedacht, dass es bestimmt auch frustrierend sein muss, wenn man der stinkende Kopf eines Saftladens ist und sich bei überbordendem Ego nicht eingestehen kann, dass man als Führungskraft zu schlecht ist, etwas daran zu ändern. Also sagt man sich: Ich bin mit unfähigen Mitarbeitern gestraft, die durch ihre Minderleistung mein großartiges Werk manipulieren! Du darfst jetzt mit auslaufendem Vertrag abziehen und er hängt in seiner Soße fest und zieht einen Assistenten nach dem anderen durch, da hat er dir natürlich nochmal ein bisschen was Destruktives mit auf den Weg in die Freiheit gegeben.

    Solange du weißt, dass du in dem Fach weitermachen willst, weil es dich interessiert und du die Arbeit eigentlich gerne machst, würde ich das mit einem inneren "hohoho" an mir abprallen lassen. Ich finde es völlig legitim, sich mit der Wahl der nächsten Stelle etwas Zeit zu lassen, um nicht schon wieder so ein faules Ei zu bekommen. Sei dir aber klar darüber, dass es mitunter auch länger als ein paar Wochen dauert, bis du nach Bewerbungsgesprächen, Hospitation und Verwaltungsakt wieder etwas hast.



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  3. #3
    Platin Mitglied
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    Einige Wochen Pause zum Ausspannen und Nutzung der Zeit für etwas, was dir Kraft gibt klingt gut.
    Aber dabei den letzten Hinweis von Donatus nicht aus den Augen verlieren: Plane von Abschicken bis Stellenantritt mind. 3 - oft deutlich mehr - Monate ein. Schneller klappt es an großen Kliniken eigentlich nie, selbst wenn von allen Seiten gewollt...



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  4. #4
    Diamanten Mitglied
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    Ich würde mich aus Sicherheitsgründen lieber aus dem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus bewerben. Auch wenn das in Deutschland schwer ist, da viele Kliniken kaum vorausplanen und die Stellen oft am liebsten schon morgen besetzen wollen. Du selbst meintest ja noch vor nicht allzu langer Zeit, dass es in deiner Region gar nicht so einfach sei, eine Stelle in deinem Fach zu finden.

    Wie du dein Ego schneller flicken kannst - gute Frage. Einfach gar nicht drüber nachdenken. Bewerben und gut ists. Jeden Gedanken, der sich mit dieser Thematik beschäftigt, sofort beenden. Lieber an die schönen Seiten des Lebens denken.

    Vergiss nicht, dass du vor nur acht Tagen noch gehofft hast, nicht verlängert zu werden. Sei also froh, dass dein Vertrag nicht verlängert wird - du wusstest ohnehin schon vorher, dass die Arbeitsbedingungen nichts für dich sind. Dein Chef gibt dir also das, was du wolltest - freu dich.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Vielen Dank für Eure lieben Worte! Ich lasse mich nicht entmutigen.

    LG, Zilia



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