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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Diamanten Mitglied
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    Es klingt tatsächlich so, als wären es hauptsächlich deine eigenen Zweifel (die wiederum aus deinen überzogenen Erwartungen an dich selbst resultieren), die dich stressen und bedrücken.

    Niemand weiß frisch nach dem M3 all die Dinge, die du von dir selbst erwartest zu wissen. Bei so einer hohen Erwartungshaltung ist klar, dass du gestresst und enttäuscht bist.

    Das mit der Dienstplanung wirkt sehr sympathisch und ist IMHO ein Zeichen, dass du eine gute Abteilung gefunden hast.

    Bzgl. der hausärztlichen Betreuung der gerontopsychiatrischen Patienten kannst du dich ja mal eine halbe Stunde mit einem Assistenzarzt, der Erfahrung in diesem Bereich hat, zusammensetzen, und mal über die häufigsten Probleme, die wichtigsten Medikamente und die wichtigsten Fallstricke in diesem Zusammenhang sprechen.

    Dasselbe würde ich dir auch bzgl. der Einstellung der Suchtpatienten empfehlen. Einfach mal mit einem Assistenzarzt, der Erfahrung in diesem Bereich hat, zusammensetzen, und über die Grundlagen sprechen, dir ein paar Notizen machen. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich zu "schämen", so etwas nicht zu wissen. Kommt halt im Studium nicht vor. Logisch, dass du es nicht weißt. Woher denn auch. Anscheinend hast du eine gute Abteilung erwischt, in der man sich Zeit für dich nimmt und in der du nachfragen kannst... das ist beruhigend. Nutze also die Gelegenheit, dein Wissen zu erweitern und Erfahrung aufzubauen.

    Und das mit dem Pflegepersonal... naja, ist menschlich verständlich. Du bist neu, sie kennen dich nur als Studentin. Wahrscheinlich wirkst du zusätzlich dann auch noch unsicher, dadurch, dass die Diskrepanz zwischen deinen sehr hohen Erwartungen an dich selbst und dem, was man nach einem Psych-PJ realistischerweise erwarten kann, dich stresst. Das spürt die Pflege natürlich - kann dir aber zunächst einmal egal sein.

    Mach dir Notizen, schreib dir Schemata auf, erkundige dich, welche Situationen besonders häufig vorkommen und/oder besonders herausfordernd sind, und erkundige dich nach möglichen Vorgehensweisen. Mit der Zeit wird die Sicherheit dann wahrscheinlich ganz von selbst kommen.

    Und auch für den Fall, dass es dir am Ende trotzdem zu viel wird, musst du dir keine Sorgen machen - dann fängst du halt, so wie die meisten, ganz normal in der Akutpsychiatrie an, und hebst dir diesen anspruchsvollen Spezialbereich für später auf. Deshalb musst du ja noch lange nicht das Medizinstudium abschreiben.



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  2. #7
    Registrierter Benutzer
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    06.12.2017
    Semester:
    OA Psychiatrie/Psychosomatik
    Beiträge
    228
    Was die internistischen Lücken betrifft, solltest du schnellstens nacharbeiten. Aber du hast doch ein Medizinstudium hinter dir, das dürfte also kein Problem sein. In der Psycho-Medizin hast du immer auch mit somatischen Problemen zu tun, sogar in der Psychosomatik.

    Zitat Zitat von uthel Beitrag anzeigen
    Seitdem ich arbeite, habe ich starke depressive Symptome. Ich bin zurückgezogen, gereizt, weine manchmal nach der Arbeit. Wenn’s ganz schlimm ist habe ich sogar passive Todeswünsche oder sogar etwas mehr. Ich tänzel jeden Tag zwischen Ärztin und „Patientin“ sein.
    Das klingt nach erheblicher neurotischer Störung, die du dir zuliebe, aber auch wegen der Patienten schnellstens in Therapie und Selbsterfahrung angehen solltest. Nichts ist schädlicher als an Patienten ausgelebte Übertragungsneurosen, die auch nicht nur in der Psychosomatik/Psychotherapie stattfinden.



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  3. #8
    Ne oder? Arzt!
    Mitglied seit
    05.10.2006
    Ort
    Göttingen
    Semester:
    nein
    Beiträge
    173
    Ach Uthel,

    das hätte mein Thread vor 7 Jahren sein können. Wirklich 1:1.

    ich hatte ebenfalls das PJ in der Klinik gemacht, dann in dieser im Gerontobereich angefangen und meeeega Anpassungsschwierigkeiten/ depressive Episode ( Schlafstörungen, Anhedonie, Anriebslosigkeit, Konzentratiosnschwierigkeiten) gehabt. Nun 7 Jahre weiter bin ich seit langem sattelfest in der KJP und verdiene mir mein Zubrot mit Gutachten...

    Ich bin seit Jahren das erste mal wieder hier im Forum und treffe auf Deinen Beitrag.
    Schreib mir mal eine PN -ich weiß nicht mehr wie das geht- dann treten wir in Kontakt, wenn du möchtest.

    ich hatte damals super nette Kollegen und eine OA der/die mir sehr geholfen haben.
    ich glaube diese Hilfe könnte ich nun weiter geben.

    LG Florian
    1tens: Ruhe bewahren

    2tens: Alles ist oder wird gut...






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  4. #9
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    10.04.2018
    Beiträge
    9
    Zitat Zitat von davo Beitrag anzeigen
    Es klingt tatsächlich so, als wären es hauptsächlich deine eigenen Zweifel (die wiederum aus deinen überzogenen Erwartungen an dich selbst resultieren), die dich stressen und bedrücken.

    Niemand weiß frisch nach dem M3 all die Dinge, die du von dir selbst erwartest zu wissen. Bei so einer hohen Erwartungshaltung ist klar, dass du gestresst und enttäuscht bist.


    Mach dir Notizen, schreib dir Schemata auf, erkundige dich, welche Situationen besonders häufig vorkommen und/oder besonders herausfordernd sind, und erkundige dich nach möglichen Vorgehensweisen. Mit der Zeit wird die Sicherheit dann wahrscheinlich ganz von selbst kommen.

    Und auch für den Fall, dass es dir am Ende trotzdem zu viel wird, musst du dir keine Sorgen machen - dann fängst du halt, so wie die meisten,
    Lieben Dank für den sachlichen und konstruktiven Kommentar. Irgendwie wurde mir doch ein wenig Angst vor dem Fragen genommen, auch wenn ich weiß, dass dies der einzige Weg ist, um etwas zu lernen und ich dies schon viel tue. Aber dennoch habe ich immer mit den Gedanken zu kämpfen gehabt, dass ich eine furchtbare Berufsanfängerin wäre. Aber ich muss mir eingestehen, dass es glaube ich echt vielen Leuten so geht? Alle taten im Studium immer so taff und waren auch immer so gut - und ich habe gefühlt als einzige Person laut und ehrlich Unsicherheiten und Zweifel publik gemacht.



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  5. #10
    Registrierter Benutzer
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    10.04.2018
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    9
    Zitat Zitat von flotze Beitrag anzeigen
    Ach Uthel,

    das hätte mein Thread vor 7 Jahren sein können. Wirklich 1:1.

    ich hatte ebenfalls das PJ in der Klinik gemacht, dann in dieser im Gerontobereich angefangen und meeeega Anpassungsschwierigkeiten/ depressive Episode ( Schlafstörungen, Anhedonie, Anriebslosigkeit, Konzentratiosnschwierigkeiten) gehabt. Nun 7 Jahre weiter bin ich seit langem sattelfest in der KJP und verdiene mir mein Zubrot mit Gutachten...

    Ich bin seit Jahren das erste mal wieder hier im Forum und treffe auf Deinen Beitrag.
    Schreib mir mal eine PN -ich weiß nicht mehr wie das geht- dann treten wir in Kontakt, wenn du möchtest.

    ich hatte damals super nette Kollegen und eine OA der/die mir sehr geholfen haben.
    ich glaube diese Hilfe könnte ich nun weiter geben.

    LG Florian
    Wow richtig toll, dass du dein Fach letzten Endes gefunden hast! Ich melde mich



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