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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
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    Zitat Zitat von A.K Beitrag anzeigen
    Ich bin halt am Anfang echt viel eingesprungen aus falsch verstandener Kollegialität, ständig noch hier ein ITS Nachtdienst, dann mal hier ein Bereitschaftsdienst u.s.w., bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass die Probleme immer dieselben sind. Schwangerschaften, Krankenstände, Elternzeiten, Weiterbildungen, Urlaub etc. und dann halt ständig Engpässe. Hab dann irgendwann verstanden, dass es sicher nicht meine Schuld ist, dass der Kollegenstand offensichtlich fehl- bzw. untergeplant ist, wahrscheinlich aus Kostengründen. Tja, und dann hab ich irgendwann angefangen nicht mehr einzuspringen ohne zusätzliche Kohle. Wofür denn? Was ändert sich denn? Unsere maximal ekelhaften Geschäftsführer lachen sich doch Tot über mich/uns, dass ich noch so dumm bin und die durch das regelhafte "Eingespringe" ne Menge Geld sparen..
    Find ich richtig stark.

    Wenn wir alle das häufiger machen würden, würde die Verwaltung auch mehr Stellen einplanen. Leider ist deine Einstellung immernoch eine Seltenheit.



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  2. #12
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von B22 Beitrag anzeigen
    Find ich richtig stark.

    Wenn wir alle das häufiger machen würden, würde die Verwaltung auch mehr Stellen einplanen. Leider ist deine Einstellung immernoch eine Seltenheit.
    Weißt du ich habe das über 2 Jahre lang mitgemacht. Hatte meinen gesetzeskonformen Dienstplan, der war durch den BR mitbestimmt und dann habe ich noch regelhaft Dienste übernommen bzw. bin eingesprungen, weil irgendwas irgendwo wieder nicht aufgegangen ist.
    Das Problem ist, dass wir personaltechnisch so auf Kante genäht sind, dass alle Dienste gut besetzt werden können, wenn ALLE Mitarbeiter das sind, keiner krank ist, keiner in Elternzeit ist, keiner auf Fortbildung, keiner schwanger usw. usw. Aber in diesen 2 Jahren sind die Probleme immer die gleichen gewesen und haben sich wiederholt. Es hat sich nix an der Bedarfsplanung geändert, weil Idioten wie ich das System am Laufen gehalten haben. Habe dann irgendwann angefangen mich damit zu beschäftigen, wieviel ich eigentlich durch so einen zusätzlichen was-auch-immer Dienst bekomme (monetär sowie Stundenkonto..). Es hat sich zum Beispiel herausgestellt, dass ich durch einen ungünstig übernommenen Nachtdienst auf ITS (bei uns unter der Woche 12h) durch die Fehlzeiten am nächsten Tag sogar Minusstunden generiert habe!! Wenn man nicht aufpasst und sehr genau kalkuliert, hast du somit sogar einen persönlichen Nachteil, weil du eingesprungen bist.
    Jetzt komme ich noch zu dem für mich momentan entscheidenden Punkt. Wenn die momentane Situation so wäre, wie vor 30 Jahren, d.h. es bewerben sich 10 fachlich gute, deutsch sprechende Bewerber auf eine Stelle, dann verstehe ich auch, dass die Kräfte des Marktes den Arbeitnehmer leider in eine schlechte Verhandlungsposition bringen.
    Aber wer bewirbt sich denn mittlerweile (kann da natürlich nur von meinem Haus sprechen, Norddeutschland, geographisch 30 km entfernt in der Mitte zweier Großstädte)? Chef hat ne Kiste voller Bewerbungen, ist alles dabei, Ukraine, Aserbaidschan, Türkei, arabischer Raum etc. Teilweise Fachärzte in ihrer Heimat. Müssen leider von der Pike auf fast alles lernen. Angefangen beim Viggos legen. Sprachlich leider so schlecht, dass die Anästhesiepflege sich weigert Dienste mit ihnen zu machen, weil im Notfall keine verständlichen Ansagen gemacht werden können. Sind aber bereits fest im Dienstplan mit drin. Wann sollen die auf ITS einsetzbar sein? Bisschen Narkose kriegt man noch hin, aber Intensivstation? Schockräume? Konsile? Fachlicher Austausch mit anderen Kollegen? Übernahme/Weitertransport in andere Kliniken? Das dauert! Nicht nur sprachlich. Sind zum großen Teil auch medizinisch ganz anders ausgebildet. Meistens leider längst nicht so breit wie wir. Gibt auch einige wenige, die top sind, und super nett sind unterm Strich eigentlich fast alle.
    Ich will aber einfach darauf hinaus, dass ein deutscher, breit ausgebildeter FA bei uns in ALLEN Fachabteilungen mit Kusshand genommen werden würde, der Markt ist aber leider leer hinischtlich solcher Bewerber. Die gut ausgebildeten Leuten, die aber bereits in der Klinik arbeiten, geschröpft und verarscht werden von vorne bis hinten. Habe einige durch die norddeutsche Lage nach Dänemark oder nördlicher abwandern sehen, und kann es keinem von ihnen übel nehmen.
    Damit will ich nur sagen, wir haben meines Erachtens nach einen deutlichen höheren Wert, als uns durch den Gesetzgeber oder die Klinikleitungen/Konzernleitungen zugestanden wird. Im Zweifelsfall hängen da Menschenleben dran, ob jemand leitliniengerecht nach allen Regeln der Kunst reanimiert wird oder eben nur so halb wie man es von zu Hause kennt... (um das vorweg zu nehmen, natürlich sind auch die hier ausgebildeten deutschen Ärzte nicht immer das gelbe vom Ei, ich kann natürlich auch nur von persönlichen Erfahrungen berichten..).
    So Leute, tut mir leid, ist ein bisschen länger und off-topic geworden..



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  3. #13
    ist ach so unsensibel
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    18.10.2007
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    Ne, hast schon Recht.

    Ich empfehle ausdrücklich, Regelungen wie „1 Tag frei pro Monat für die Dienstplanung“ nicht zu akzeptieren. Aus den gleichen Gründen, aus denen die Dienstpläne nie stimmen, wird auch diese Regelung nicht eingehalten werden.



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  4. #14
    Diamanten Mitglied
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    Ich versteh den Punkt sehr gut, hatte immer wieder mal ähnliche Gedanken und Erfahrungen. Tatsache ist dass man als Mediziner zumindest in den unteren Einkommensgruppen im Krankenhaus fast immer nach Tarif bezahlt wird. Und der Tarifvertrag unterscheidet nicht nach Leistung. Es kann also ein totaler Volldepp mit Wartezeit deutlich mehr verdienen als ein engagierter und motivierter Mitarbeiter. Es gab dann auch bei mir immer wieder Phasen in denen ich mich dadurch runterziehen hab lassen und mir Gedankenspiele kamen wie "ich lass mich für jede Kleinigkeit zusätzlich bezahlen" oder "ich mach nur noch Dienst nach Vorschrift", aber das hat nicht geklappt. Zusätzliche Bezahlung gibt es einfach quasi nie und Dienst nach Vorschrift kann ich nicht. Was bleibt einem also? Weiterarbeiten und letztlich versuchen diese unteren Einkommensgruppen zu verlassen. Durch das dann erhöhte "Schmerzensgeld" lassen sich die Idioten leichter verkraften und man kann leichter Aufgaben einfach delegieren.



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  5. #15
    Diamanten Mitglied
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    31.01.2010
    Ort
    Elite ohne soziale Fähigkeiten
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    Kopfloses Huhn
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    An meiner alten Stelle (um die 40 AÄ/FÄ) wurde der Dienstplan durch einen AA gemacht, der wurde auch bezahlt, auch wenn wohl nicht vergleichbar mit dem Aufwand (ich glaube so 30-40 Euro netto).
    Schwierigkeiten mit neuem Tarifvertrag haben wir aktuell auch, durch die vielen Regeln kollabiert unseres vorheriges System und alle Alternativen sind leider sehr unangenehm. Wenn es so weiter geht, kriegen wir entweder einen Schichtsystem oder 16-24h Bereitschaftsdienste, und das will keiner von uns



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