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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Registrierter Benutzer
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    21.05.2020
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    Wie ist es eigentlich in den anthroposophischen Kliniken (Witten-Herdecke etc.)? Arbeiten die dort auch strikt schulmedizinisch bzw. nach Leitlinie? Oder gibt es da mehr Raum für alternative Therapiemethoden?



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  2. #7
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Mitglied seit
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    Semester:
    Bauschamane
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    15.384
    Warum machst du nicht den sektoralen HP-Schein für Psychotherapie?
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  3. #8
    Registrierter Benutzer
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    06.12.2017
    Semester:
    OA Psychiatrie/Psychosomatik
    Beiträge
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    Hallo Tr?umi,

    wirklich schwieriges Thema. Zur Psychiatrie und Psychosomatik kann ich was sagen, von KJP hab ich keine Ahnung, nur indirekt, weil ich die dann 18-Jährigen Patienten bekomme, die aus oft desolater Vorbehandlung kommen.

    Also, es gibt einen kleinen Patientenkreis, für die Medikamente unerlässlich sind, leider oft auch langfristig, das sind Psychosen, egal ob schizophren, organisch oder affektiv, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie es derzeit oft praktiziert wird mit all den schädlichen und lebensverkürzenden Nebenwirkungen.

    Bei vielen anderen Störungen kann eine symptomatisch unterstützende vorübergehende Medikation sinnvoll sein, die idealerweise bald wieder beendet wird. Dass das real nicht so ist, sondern Millionen Menschen unter Psychopharmaka stehen, ist eigentlich ein Wahnsinn, aber der Unwissenheit und dem Unwillen der klassischen Psychiatrie geschuldet, andererseits aber auch den Forderungen der Patienten.

    Gute Psychiatrie - und damit meine ich eigentlich die gesamte Psychomedizin, denn die Aufspaltung in Psychiatrie und Psychosomatik ist nicht hilfreich - ist immer Beziehungsarbeit. Das heißt, das wirksame Mittel sind nicht Apparate oder Medikamente, sondern der Arzt selbst. Um dieses Mittel, also sich selbst, als Heilmittel nutzen zu können, bedarf es sehr sehr viel klinischer Erfahrung, Theoriewissen, Supervision, Selbsterfahrung. Davor schrecken viele zurück. In einer normalen Facharztausbildung wird das auch nicht erworben, es bedarf weit darüber hinausgehender Eigeninitiative.

    Wenn du eine dermaßen starke Scheu vor Medikation hast, dürfte die Arbeit in der Psychiatrie real sehr kompliziert werden. Aber auch die sogenannte Psychosomatik arbeitet oft nicht wesentlich anders. Um dieses Fach ernsthaft zu betreiben, sollte man entweder bereits ein somatisches Fach praktiziert haben oder den Doppelfacharzt für die gesamte Psychomedizin anstreben, um umfassende Ein- und Überblicke zu haben.

    Was Diagnosen betrifft, ist es wiederum so, dass es sehr wichtig ist, differenzieren zu können, was Psychosen und hirnorganische Störungen sind. Für alles andere, sind Diagnosen hauptsächlich sozialrechtlich/sozialmedizinisch/kassenstatistisch interessant, ansonsten eher unwichtig. Es geht niemals darum, "Diagnosen zu verteilen", sondern daraus weiterreichende Entscheidungen abzuleiten. Stigmatisierend ist niemals eine Diagnose, sondern der gesellschaftliche oder sonstige Umgang mit den betroffenen Menschen.



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  4. #9
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    21.05.2020
    Beiträge
    13
    Vielen Dank Rafiki!

    Ich glaub das trifft es ziemlich gut. Ich denke ich werde zur Überbrückung etwas patientenfernes beginnen und mir währendessen nochmal Gedanken machen ob ich gegen Ende des Jahres oder nächstes Jahr eine klassische Facharztausbildung nochmal beginne. Ich brauche da noch etwas Zeit um meine eigenen Positionen Ideen, Wissen etc. zu überdenken.

    Du meintest dass die Patienten aus der KJP mit desolater Vorbehandlung zu dir kommen. Könntest du das nochmal etwas genauer umreißen?



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  5. #10
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    11.04.2015
    Beiträge
    58
    Einfach mal danke für das gute Posting, rafiki!



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