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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo!
    Ich möchte mal fragen, wie ich mich entscheiden kann ob ich Medizin studiere.
    Ich bin 10. Klasse, ein dreiwöchiges Praktikum hab ich schon in der Pflege gemacht, und sobald es die Coronasituation zulässt werde ich auch noch weitere Praktika, und auch im OP, machen. Das Praktikum hat mir auch ganz gut gefallen (und mich auch überhaupt dazu gebracht Arzt werden zu wollen), aber ich meine von einigen Wochen als Praktikant weiß man ja trotzdem nicht ob man es das ganze Leben mal machen möchte.
    Ich finde Medizin (und Naturwissenschaften) sehr sehr spannend, mag auch den Patientenkontakt und die Zusammenarbeit.
    Allerdings hört man ja auch von den Arbeitsbedingungen, und aus diesem Grund überlege ich ob ich das wirklich möchte. Ich bin bereit, für eine bestimmte Zeit viel zu arbeiten und alles zu geben. Aber ich möchte mich nicht mein ganzes Leben lang nur kaputtarbeiten.
    Und ich möchte wahrscheinlich auch irgendwann noch Kinder haben. Außerdem ist mir mein Hobby (Musik) wichtig und ich möchte es nicht für immer aufgeben.
    Selbstständig zu sein und eine Praxis zu haben kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.
    Das wären jetzt alles Gründe dagegen, natürlich gibt es auch viele Gründe dafür, ich find Medizin wirklich toll und hätte glaube ich auch viel Leidenschaft dabei, aber ich weiß nicht ob es mit den oben genannten Gründen sinnvoll wäre.
    Ich freu mich wenn ihr eure Sicht der Dinge zeilen könntet! Bzw. sagen was ich noch machen könnte um mich zu entscheiden ob ich Medizin mache.
    Vielen Dank!

    P.S.: Dinge die für mich nicht gegen Medizin sprechen würden:
    Das entsprechende Abi und TMS würde ich so wie es aussieht bestimmt schaffen.
    Ich weiß das Patienten auch sterben werden. Tod und Trauer gehören für mich zum Leben dazu, und ich hab das Gefühl das ich das aber auch oft relativ gut auf der Arbeit lassen könnte. (Außer wenn ich da einen schwerwiegenden Fehler gemacht habe, das wär dann auch sonne Sache...)



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  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    Die ehrliche Antwort ist, dass vermutlich die wenigsten es überhaupt vor Arbeitsbeginn richtig wissen (also nach bereits 6 Jahren Studium). Nicht zuletzt kommt daher auch viel von dem "Gejammer" das man so häufig hört. Falsche Vorstellungen, Ideale, persönliche Wünsche, etc kollidieren mit der rauen Wirklichkeit unserer Arbeitswelt und unseres Gesundheitssystems. Das Medizinstudium ist ein langwieriges und in vielen Phasen auch anspruchsvolles Studium. D. h. wenn du die Voraussetzung mitbringst, dass du fleißig bist und leicht eigenständig lernst, ist das schon die halbe Miete. Nach Abschluss des Studiums findet so ziemlich jeder seine Niesche. Ich kann es weiterhin nur empfehlen. Die Arbeitsbedingungen sprechen sicher nicht für den Arztberuf, aber wenn ich mir meine Akademikerkollegen aus anderen Berufsfeldern anschau, dann haben die auch nicht nur zu lachen.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
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    Dem kann ich mich nur anschließen. Man kann doch sehr viel machen und seine Nische finden. Das trifft es sehr gut. Genau darauf hoffe ich bei mir auch. Außerdem muss man nach der FA-Ausbildung nicht im Krankenhaus bleiben. Wenn du nicht eine eigene Praxis führen möchtest, kann man sich heute auch in einer Praxis oder einem MVZ anstellen lassen (auch in Teilzeit und mit geregelten Arbeitszeiten).



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  4. #4
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
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    Medizinstudium over
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    Man kann es leider nicht wissen und das ist das Problem. Ich habs schonmal in nem anderen Thread ähnlich formuliert: Frag 100 Leute, ob sie es nochmal machen würden und du würdest 100 Antworten kriegen, komplett verteilt zwischen "ja, unbedingt" und "nein, lieber würde ich Kaugummis von der Straße kratzen".

    Ich würde es definitiv nicht nochmal machen. Im Vergleich zu den ärztlichen Arbeitsbedingungen, die ich 2013 im KPP gesehen habe, sind der Dokumentationsaufwand (Bürokratie) und auch die rechtlichen Probleme (Patienten, die mit Klagen drohen) gestiegen. Das habe ich zumindest so empfunden, wurde mir auch von mehr als nur ein paar Kollegen bestätigt.

    Das Studium ist viel Stoff, teilweise auch 10 Klausuren in 2 Wochen, aber akademisch ehrlich gesagt nicht anspruchsvoll. Oft werden in den Klausuren halt Details abgefragt, die aber sogar mit den Staatsexamina wenig zu tun haben und mit den häufigen Krankheitsbildern die man sieht, noch weniger. Wenn man irgendwann mal gelernt hat, einfach ohne viel "Warum muss ich das Lernen?" Kram auswendig zu lernen, wird man mit dem Medizinstudium keine Probleme haben.

    Man sollte für später aber nicht unterschätzen, dass manche Krankenhäuser (vor allem die kirchlichen, gelegentlich auch private) immer noch so gar nix von vernünftigen Arbeitszeiten halten. An dem Haus, wo ich zum PJ Innere war war es z.B. nicht üblich, auch nur ein Wochenende im Monat frei zu haben, kenne ich auch von ein paar anderen Häusern.

    Ja, es gibt Nischen und ja, es gibt auch in der Klinik Fachrichtungen, die "geregeltere" Arbeitszeiten haben und mit denen auch halbwegs Freizeit + Familie zu vereinbaren ist, wie Radiologie, Anästhesie, Derma, Auge, Psych oder Viro/Mibi/Hygiene. Ich fange auch in einem von den Fächern an, weil ich die Arbeitsbedingungen in z.B. Innere persönlich echt unerträglich finde. Allerdings muss man auch da sagen, dass diese Fächer nicht unbedingt für jede/n etwas sind. Und wenn einen davon so gar nix interessiert helfen einem auch die vergleichsweise besseren Arbeitszeiten nicht.

    Wenn du es unbedingt willst, mach es. Wenn nicht, dann nicht. Aber auch für irgendwelche Quereinstiege in die Wirtschaft etc., die gerne zitiert werden, braucht man i.d.R. meistens einen Facharzt (also ne Gesamtausbildung von ca. 11-12 Jahren).



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Ich finde Innere früher mal sehr interessant, eigentlich immer noch ein bisschen. Aber für mich sind die o.g. Arbeitsbedingungen ein absolutes Ausschlusskriterium. Zum Glück finde ich aber die o.g. Fachrichtungen auch sehr interessant. Das "Gejammer" kommt hauptsächlich aus dem Bereich Innere und Chirurgie (nach meinem Empfinden). Allerdings sind da auch die meisten Ärzte tätig. Ein 9-5 Bürojob mit Routine und oft deutlich weniger Gehalt wäre für mich aber auch nicht so das Wahre. Finde ich langweilig.
    Es studieren übrigens sehr viele Ärztekinder Medizin. Wenn das also alles so super schlecht wäre, wäre es sicher nicht so sehr begehrt. Eine wirkliche Alternative habe ich auch nicht. Medizin interessiert mich zu sehr
    Geändert von Dame Ajola (18.06.2020 um 21:48 Uhr)



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