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Thema: Stress

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #36
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    Zitat Zitat von cartablanca Beitrag anzeigen
    Du wunderst dich allen Ernstes, dass sich ein frischer NC Assistent im Dienst jeden noch so kleinen (neurochirurgischen?) Schritt von seinem tatsächlichen Vorgesetzten und nicht vom Radiologieassistenten diktieren lässt? Und dann wirfst du dem NC Assistenten Wichtigtuerei vor?
    Es liegt mir fern, irgendeinem Neurochirurgen sein Vorgehen diktieren zu wollen. Und ja, er kann das natürlich gern mit seinem OA genaustens abstimmen. Aber wenn ich Neurochirurgin wäre und meine CT Kenntnisse würden bei „da wos hell ist ist blut“ aufhören, dann würde ich mich anders verhalten. Ich würde mich bemühen, dass ich im Gespräch mit dem OA trotzdem wenigstens ein bisschen fachlich mitreden kann, was denn nun in den CT Aufnahmen zu sehen ist.

    Wenn ich das als Neurochirurg selbst nicht erkennen kann, mein übersteigertes Ego aber nicht zulässt, dass die erfahrenere Radiologie Assistentin mir was erklärt, sondern ich mich lieber nur großkotzig selbst an den PC dränge und unbeholfen pro forma ein bisschen rumscrolle, dann kann ichs halt in zwei Jahren immer noch nicht. Dann braucht sich der NC Assistent auch nicht wundern, dass er nur der Handlanger bleibt, der stumpfsinnig Befehle vom OA abarbeitet.

    Wie gesagt, mir ist das letzten Endes egal. Ich dränge mich da nicht auf. Und ich ärgere mich auch längst nicht mehr über deren Abfälligkeiten. Das sollen die gerne machen wie sie wollen. Nur mir wäre es peinlich, so viel Ahnungslosigkeit mit so viel Überheblichkeit zu kombinieren.



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  2. #37
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    Zurück zum Anfangspost:
    ich wollte nur kurz meine Erfahrung mitteilen, weil ich bei meiner ersten Stelle bei genauso fast derselben Situation verwickelt war.

    Dabei gab es meines Erachtens keine direkten Streitigkeiten, ich habe nur gesagt, ich lasse mich nicht anschreien, weil ich das nicht in Ordnung egal in welchem Beruf finde. Darüber hinaus musste ich an einer enormen Uniklinik (Maximalversorger mit vielen vielen Notfällen) nach einer Woche Einarbeiten, also Beleidigungen und Anschreien in die Notaufnahme gehen, wo ich wirklich zusammengebrochen bin; es war retrospektiv für mich Mobbing, da ich das nicht in Ordnung finde, jemanden von der Uni nach 1 Woche in die Notaufnahme zu schicken und dann über jemanden vor allen Oberärzten herziehen, wie unfähig man wäre, obwohl dort mich viele kannten und einige sogar im Studium voll oft von mir abgeschrieben hatten (die Assistenzärzte natürlich).

    Es sind einfach oft komische Sozialdynamiken und für mich war das der letzte Punkt, wieso ich für immer Deutschland verlassen habe: so ein Land ohne Umgangsformen/Fehler- und Ausbildungskultur habe ich weit und breit nicht gesehen. Und das hat sich für mich total gelohnt, so dass ich bei solchen Konstellationen mir immer denke: wenn die schon am Anfang mit so was beginnen, was passiert, wenn man sich das gefallen lässt? Ist ja offenkundig und meines Erachtens kann sich das nur verschlimmern, egal wie gehorsam, nett und hilfsbereit man sich präsentiert.

    Das mit den ausländischen Kollegen, obwohl ich ja selbst Ausländer und Nicht Muttersprachler bin muss ich leider unterschreiben - insgesamt müssen wir immer schauen, dass wir uns alles oder vieles gefallen lassen, sonst hat man da schlechte Karten, weil man zum Teil einfach keine einzige Hilfe hat (keine Chefärzte als Eltern im Land, keine grossen Connections...).

    Summa sumarum: Wenn Du das Gefühl hast, es bilden sich grosse Dynamiken, insbesondere von dem Chefarzt und den Oberärzten gegen Dich, nichts wie weg!!! Sie finden bestimmt ein anderes Opfer, aber ich musste leider durch solche unverschämte Vorgesetzte massive Gesundheitseinbüsse erleiden und wenn schon meine Gesundheit auf dem Spiel steht, ist bei mir Schluss...Für mich immer noch ein Rätsel, wieso man als Chefarzt der Meinung ist, man sollte seine Untertanen unmenschlich behandeln, aber vielleicht ist das so wie in einem dieser Dokus (übrigens auch Neurochirurgie an der Charite haha) eine Tradition langjähriger preusischer A....er, ahm Chefärzte



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  3. #38
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    Ja, ist echt unfair, dass so gut wie alle deutschen Assistenzärzte Chefärzte als Eltern haben und tief verwurzelte Kontakte im Krankenhausmanagement und die ausländischen Assistenzärzte nicht.



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  4. #39
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    Zitat Zitat von vanilleeis Beitrag anzeigen
    Trotzdem sind zwei Wochenenddienste und einer unter der Woche nichts, worüber man sich wirklich beschweren kann!
    Ja das ist wirklich nix besonderes. Vllt doch lieber ein Fach oder Stelle mit anderen Arbeitszeiten. Ich kann jeden verstehen, der nicht nachts und am Wochenende arbeiten will (vor allem nicht dauerhaft).

    Zitat Zitat von RussianAngel Beitrag anzeigen
    Zurück zum Anfangspost:
    ich wollte nur kurz meine Erfahrung mitteilen, weil ich bei meiner ersten Stelle bei genauso fast derselben Situation verwickelt war.

    Dabei gab es meines Erachtens keine direkten Streitigkeiten, ich habe nur gesagt, ich lasse mich nicht anschreien, weil ich das nicht in Ordnung egal in welchem Beruf finde. Darüber hinaus musste ich an einer enormen Uniklinik (Maximalversorger mit vielen vielen Notfällen) nach einer Woche Einarbeiten, also Beleidigungen und Anschreien (...)
    Es sind einfach oft komische Sozialdynamiken und für mich war das der letzte Punkt, wieso ich für immer Deutschland verlassen habe: so ein Land ohne Umgangsformen/Fehler- und Ausbildungskultur habe ich weit und breit nicht gesehen. Und das hat sich für mich total gelohnt, so dass ich bei solchen Konstellationen mir immer denke
    Hört sich nach einer chirurgischen Klinik an, es wird erwartet, dass man sehr abgestumpft ist und nur Befehle ausführt...das böse militaristische Preußen lässt grüßen. Weiterbildung in DE bekanntermaßen mittelmäßig-schlecht (gibt keine Qualitätskontrollen). Man muss immer die Stelle wechseln, wenn man auf einen schlechten Weiterbilder stößt und selbiger kann einfach sein Ungemach fortsetzen.

    Zitat Zitat von RussianAngel Beitrag anzeigen

    Chefarzt der Meinung ist, man sollte seine Untertanen unmenschlich behandeln, aber vielleicht ist das so wie in einem dieser Dokus (übrigens auch Neurochirurgie an der Charite haha) eine Tradition langjähriger preusischer A....er, ahm Chefärzte
    Die starren Hierarchien in deutschen Kliniken stammen aus preußischen Vorzeiten und konnten über die Jahre teilweise gerettet werden. https://www.youtube.com/watch?v=lrvrsgJeBO4

    Zitat Zitat von RussianAngel Beitrag anzeigen

    Das mit den ausländischen Kollegen, obwohl ich ja selbst Ausländer und Nicht Muttersprachler bin muss ich leider unterschreiben - insgesamt müssen wir immer schauen, dass wir uns alles oder vieles gefallen lassen, sonst hat man da schlechte Karten, weil man zum Teil einfach keine einzige Hilfe hat (keine Chefärzte als Eltern im Land, keine grossen Connections...).
    Als Assistent muss jeder viel hinnehmen, die WB wird nirgends ein einfacher Weg sein. Wenn es einem zuviel wird, kann man wechseln/kündigen. Diese Option kann man natürlich auch nicht alle 6 Monate durchführen. Habe selbst mal mit einem Sohn vom CA gearbeitet, unbeliebte Dienste/Arbeiten musste er auch machen, hatte jedoch Vorteile bei der Rotation. Ich selber hatte diese Vorteile nicht obwohl Muttersprachler.
    Geändert von daCapo (28.06.2020 um 13:28 Uhr)



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  5. #40
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    Ja das ist wirklich nix besonderes. Vllt doch lieber ein Fach oder Stelle mit anderen Arbeitszeiten. Ich kann jeden verstehen, der nicht nachts und am Wochenende arbeiten will (vor allem nicht dauerhaft).
    Anfänger hin oder her, es spricht trotzdem nicht für den Umgang unter den Assistenten, wenn alle Assistenten Wünsche abgeben dürfen, der Anfänger aber nicht mal gefragt wird. Da braucht man sich nicht über Hierarchien aufregen, wenn selbst die Assistenten nicht zusammenhalten.



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