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  1. #16
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    Zitat Zitat von cartablanca Beitrag anzeigen
    Gute Idee. Pädiatrie, Psychiatrie, Endokrinologie, Neuro vllt auch noch. Aber immer weiter Gastro/Kardio und dann Gastritis/Herzinsuffizienz/COPD/Pneumonie in Endlossschleife find ich nicht sinnvoll.
    Es ist ehrlich gesagt, sehr schade, dass die Hausärzte so unstrukturiert ausgebildet werden in Anbetracht der hohen Summen, die ins Gesundheitswesen fließen. Auch ist es bemerkenswert, dass es so viele Weiterbildungsstellen (z.B. Neurochirurgie) gibt, die in anderen Ländern kaum zu ergattern sind. Weil es für Weiterbilder kein Problem ist 20 Leute gleichzeitig auszubilden obwohl im Vorjahr noch 10. Danke Ärztekammer und Weiterbilder.



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  2. #17
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
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    Zitat Zitat von cartablanca Beitrag anzeigen
    Und genau deshalb sind auch sämtliche Generationen von Hausärzten vor der aktuellen Generation absolut unfähig, können weder eine Lungenembolie von einem Husten unterscheiden und eine AU ausstellen können sie auch nicht. Um Missverständnissen vorzubeugen: es handelt sich um Ironie.
    Nein, Du hast mich nicht verstanden. Ich bezweifle, dass DU das kannst, nicht meine Vorgänger.
    Der praktische Arzt als solcher wurde vor knapp 30 Jahren abgeschafft, weil der zunehmende Wissenszuwachs, die Spezialisierung und auch die immer theoretischer werdende Uni-Ausbildung einen Frischapprobierten spätestens zu Beginn der Neunziger nicht mehr dazu befähigten, sich einfach so niederzulassen.

    Oder einfacher ausgedrückt: heutzutage kann man nix, wenn man von der Uni kommt (und damit nehme ich mich nicht aus, auch wenn das 15 Jahre her ist).

    Und ja, die deutsche Weiterbildungsordnung für Allgemeinmediziner ist im Vergleich recht unstrukturiert, das Lamento darüber kann ich aber nicht so recht nachvollziehen.
    Ich habe mir damals selber zusammengestellt, wie ich das mache, neben den 3 Jahren Innere noch Jahre in Anästhesie und Chirurgie verbracht, deswegen habe ich auch inklusive Praxiszeit fast 8 Jahre gebraucht. Pädiatrie hätte ich auch noch mitgenommen aber das klappte leider aus organisatorischen Gründen nicht.
    Ich habe mich auch in der Schweiz beworben gehabt, deren zwar ausgeklügelte aber absolut unflexible Weiterbildungsordnung hat mich aber abgeschreckt, weil ich trotz jahrelanger Berufserfahrung in der Anästhesie und Chirurgie bei denen in der Inneren nur blutige Anfängeraufgaben und -supervision bekommen hätte, Quereinstieg nicht möglich. Da war mir die größere Freiheit in Deutschland lieber, auch wenn man da nicht bequem auf ein fertig zusammengestelltes Schema zurückgreifen konnte.
    Weil er da ist!
    George Mallory auf die Frage, warum er den Everest besteigen will



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  3. #18
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    Das ist halt genau der Punkt. Ich bin meines eigenen Glückes Schmied. Wenn ich in meiner Klinik nicht die entsprechenden Weiterbildungsinhalte bekomme, die ich benötige, steht es jedem frei zu wechseln und sich proaktiv darum zu kümmern. Wenn ich aber nur meine Zeit um der Zeit Willen bequem abreiße, wird der Lerneffekt und die Ausbildung eher begrenzt sein.

    In meiner alten Klinik war die psychotherapeutische Ausbildung mehr als mangelhaft, deshalb bin ich schlussendlich gewechselt und das war eine gute Entscheidung.
    Geändert von Reflex (27.06.2020 um 09:28 Uhr)



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  4. #19
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    Zitat Zitat von Evil Beitrag anzeigen
    Und ja, die deutsche Weiterbildungsordnung für Allgemeinmediziner ist im Vergleich recht unstrukturiert, das Lamento darüber kann ich aber nicht so recht nachvollziehen.
    Für Quereinsteiger (mit 3 Jahre Innere und viele Jahre in Chirurgie/Anästhesie) sind die strukturierten Systeme wie in der Schweiz oder Großbritannien/Frankreich eher unflexibel. Kann das nachvollziehen.
    Trotzdem fände ich für Anfänger oder Personen mit 1 Jahr Erfahrung (Anästhesie, Innere, Chirurgie) eine strukturierte Weiterbildung mit festen Rotationen gut. Natürlich müsste dann gewährleistet sein, dass in den Einrichtungen eine gute Weiterbildung stattfindet und nicht Zeiten abgesessen werden. Somit würde die Ärztekammer als zuständige Einrichtigung schonmal wegfallen (unfähig schlechte Weiterbilder auszusortieren bzw. läd diese noch zur Facharztprüfung ein und Begehung anderer Einrichtungen)


    Zitat Zitat von Reflex Beitrag anzeigen
    Das ist halt genau der Punkt. Ich bin meines eigenen Glückes Schmied. Wenn ich in meiner Klinik nicht die entsprechenden Weiterbildungsinhalte bekomme, die ich benötige, steht es jedem frei zu wechseln und sich proaktiv darum zu kümmern. Wenn ich aber nur meine Zeit um der Zeit Willen bequem abreiße, wird der Lerneffekt und die Ausbildung eher begrenzt sein.

    In meiner alten Klinik war die psychotherapeutische Ausbildung mehr als mangelhaft, deshalb bin ich schlussendlich gewechselt und das war eine gute Entscheidung.
    Jeder normale Person wird wechseln/sollte wechseln, wenn sie merkt, dass Inhalte nicht vermittelt werden. Ich finde es nicht gut, dass viele Kliniken Weiterbildungen anbieten dürfen mit Befugnis der Ärztekammer, die es dann zu 90% nur auf dem Papier gibt.
    Geändert von daCapo (27.06.2020 um 12:26 Uhr)



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  5. #20
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    Zitat Zitat von GhostRider1170 Beitrag anzeigen
    Im Studium noch wollte ich die ganz krassen Notfälle und Dienste machen und interdisziplinär ein breites Spektrum abdecken. Mittlerweile aber merke ich, wie ich bei jeder neuen "V.a. Apoplex" Anmeldung in der Nacht sofort genervt bin. Mir sind mittlerweile andere Dinge wichtiger geworden. Ich sehne mich nach geregelten Arbeitszeiten, mehr Zeit für weniger Patienten, mehr eigenbestimmtes Arbeiten.
    Ich kann das sehr gut verstehen. Bin zwar kein Neurologe, aber als Assistent hatte auch ich nachts im Dienst oft unethische Gedanken.



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