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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
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    Zitat Zitat von anignu Beitrag anzeigen

    Aber was du machen kannst ist den Patienten ernsthaft zu fragen wie dringend er das Problem sieht.
    Das ist Hausarzt.
    Ich hatte bisher noch keinen Patienten, mit dem ich spezielle Therapietechniken durchgekaut habe. Auch bisher keinen Wunsch danach. Auch von meiner Seite nicht, mich da entsprechend weiterzubilden. Gibt bestimmt solche Kollegen, aber wo ist denn da die Konsequenz? Am Ende krieg ich dann einen Anruf vom Kollegen, was ich da für einen Stuß erzähle.

    Ich mache nach meiner bisher noch sehr kurzen Weiterbildungszeit eher die Erfahrung: die meisten Patienten gehen ohne feste Diagnose.

    Und was diese IMPP-Themen-Patienten angeht: vertröste ich definitiv auf den nächsten Termin in Reichweite, wenn der Wunsch des Patienten auf Handlungen meinerseits beruht. Bei vielen spezialleistungen bin ich dann ja auch raus.
    Begleitung und Beratung.



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  2. #12
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    Die meisten Patienten kommen doch mit irgendwelchen unspezifischen Beschwerden, die oft keiner definierten Erkrankung zuzuordnen sind. Bei den meisten würde abwarten reichen. Du musst jetzt nur die erkennen oder herausfischen welche ernsthaft was haben.
    Geändert von freestyler (29.06.2020 um 18:58 Uhr)



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  3. #13
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von dr.medi Beitrag anzeigen
    Wie machst du es denn aber praktisch wenn ein Patient kommt und du keine Ahnung hast - nochmal wegschicken, informieren und neuen Termin vereinbaren?
    Die anderen hier haben ja schon gute Antworten dazu gegeben.

    Es ist keine Schande dem Patienten zu sagen, dass man diese Antwort nicht ausreichend gut in diesem Moment geben kann, sondern sich belesen möchte, sich informieren möchte bei anderen Kollegen - wird zumeist sehr von Patienten geschätzt weil du damit dein Kümmern zeigst. Zumeist schlage ich vor, dass die Patienten sich innerhalb einiger Tage aktiv telefonisch melden, meist sinnvoller als ein Termin.

    Ich kann ansonsten sehr den sogenannten DEGAM Listserver Allgemeinmedizin empfehlen (eine Email-Liste über die man fachliche Fragen an Kollegen stellen kann)

    Gerade bei neuen OP-Techniken darf man ja gerne sagen: die ist so neu, da habe ich noch keinen/wenige Patienten gehabt, durch deren Verlauf ich die hausärztliche Erfahrung sammeln konnte. Das ist ja das entscheidende, du berätst die hausärztliche Sicht - beispielsweise bei Varikosis sind wissenschaftlich die OP und Lasertechnik anscheinend gleich gut, Chirurgen/Angiologen preisen ihren Weg an, meine Hausärztliche Erfahrung bezüglich langfristiger Versorgung über die Zeiten tendiert mehr zur OP, bin da aber zurückhaltend genau zu sagen, was der Patient da machen soll. Bezüglich der Technik kann ich auch nur den Weg der Zweitmeinung vorschlagen (zumeist dann ein Gebietsarzt, den man besser kennt, bzw. schon weiß, wenn man dort hinschickt, dass man auf die Aussagen vertrauen kann)

    Nur Mut, Allgemeinmedizin wird erst richtig gut, wenn man ein paar Jahre dabei ist. Ärztinnen und Ärzte in operativen Fächern fangen mit den richtig guten/komplexen OPs zumeist ja auch erst nach dem Facharzt an und noch nicht in der Weiterbildung, warum sollte vergleichbares in der Allgemeinmedizin anders sein?



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  4. #14
    Diamanten Mitglied
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    Also das mit Unsicherheit und das Gefühl, "Oh Gott, ich werde das nie gut können/ wie soll ich das nur irgendwie alles lernen" kenn ich nur zu gut, und viel Zeit zum nachlesen habe ich auch ohne Kinder und Hausbau nicht . Da bin ich einfach mal optimistisch und sage mir dasselbe wie vorm Physikum, es haben so viele vor mir geschafft, das schaffst du auch.

    Zu der Knie-OP Beispiel: Das zeigt ja auch einen großen Vertrauen, den die Patienten zu dir haben, dass sie deine Meinung zu sowas hören wollen, insofern scheinst du ja gut sein in deinem Job. Hat mich immer bewundert, wenn die Patienten in der Notaufnahme oder im Krankenhaus nochmal den Hausarzt anrufen wollen, um da die Meinung zu hören. Letzendlich kommt es auf deine Arzt-Persönlichkeit an, wie du das mit deinen Patienten besprichst.

    Ich kenne die Situation noch aus meinem Allgemeinmedizin-Blockpraktikum. Langjähriger Hausarzt, der viele seiner Patienten sogar geduzt hat. Da kam ein Patient aus der Universitätshautklinik mit einem Arztbrief, hatte glaube ich so ein seltenes kutanes Lymphom erstdiagnostiziert bekommen. Der Hausarzt liest das Brief, und sagt (Gedächtnisprotokoll )
    "Alter, was machst du denn für Sachen, noch nie was davon gehört, das muss ich erstmal googlen."

    Tippt das in Computer nach, liest in Doccheck nach, und dann klärt das mit den ganzen Empfehlungen aus dem Arztbrief und bespricht das weitere Procedere mit dem Patienten. Im 6. Semester hat mich das damals etwas schockiert, die Kommunikation mit war so weit entfernt von allen Kommunikationskursen... aber der Patient war echt zufrieden.



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  5. #15
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Die Kommunikationskurse sind so ne Sache. Ja, es schadet nichts, wenn man was über Kommunikationstheorie lernt, vielleicht auch mal das ein oder andere im künstlichen Raum ausprobiert. Wichtiger ist aber, dass man von Vorbildern lernt- guten wie schlechten. Und dann an realen Patienten ausprobiert.
    Ich habe auch das Gefühl, dass inwischen in diesen Kommunikationskursen eine merkwürdige, regelrecht gekünstelte Sprechweise kultiviert wird.

    Dieses Gefühl für den Patienten das der Hausarzt hatte, das lernt man nicht in Kursen.

    Und ja, Patienten schätzen es sowohl, dass man ein breites Fachwissen hat, aber auch dass man ehrlich ist, wenn man mal was nicht weiss. Oft hilft es schon, wenn man ihnen etwas Orientierung gibt. Hilft Informationen einzuordnen. Auch ein paar Tipps gibt, was sie den Operateur fragen sollten.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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