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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,
    ich hätte gerne eine Meinung dazu, welche Option für mich am ehesten passt. Da mein Lebensverlauf ziemlich verkorkst ist, möchte ich ihn erstmal kurz erläutern.

    Ich habe seit meinem 17./18. Lebensjahr Schlaganfälle ungeklärter Ätiologie und entsprechend sehr sehr viel Zeit im Leben verloren. Mein Abitur habe ich, nach meinem Umzug mit 16 begonnen und immer wieder aufgrund von Krankenhausaufenthalten unterbrechen müssen. Mit 23 hatte ich das Abi dann endlich, nachdem ich etwas Ruhe hatte, im Sinne von keine weiteren Krankenhausaufenthalte. Mit 24 habe ich mein Medizinstudium durch einen entsprechenden Abischnitt sofort beginnen können (Nachteilsausgleiche und Härtefallanträge wollte ich weder in der Schule, noch für den Zugang zum Studiengang wahrnehmen, da ich nur aufgrund meiner Leistungen angenommen werden wollte. - Kann man so oder so sehen). Kurz nach Semesterbeginn hatte ich dann wieder einen Schlaganfall mit Krankenhaus- und anschließendem Rehaaufenthalt. Mein Studium habe ich entsprechend unterbrochen, allerdings wie beim Abi nicht durch wirkliches "aussetzen", sondern ich habe weiterstudiert und Kurs für Kurs gemacht. Ich bin jetzt auf dem Papier im 3. FS, kursmäßig auf dem Stand des 1. FS. Momentan muss ich noch A1, Biologie und Physik machen (nur noch Klausuren, keine Praktika).

    Durch finanzielle und familiäre Probleme habe ich extremen Stress gehabt in diesem Semester. Dadurch hänge ich gerade komplett durch. Trotz fehlender Diagnose würde ich schwer auf Depressionen tippen, ich kann echt gar nichts mehr machen momentan.

    Ich habe nur das Medizinstudium und den Arztberuf als Ziel, einen Plan B habe ich nicht und ich glaube auch nicht, dass mir einer einfällt. Aber mir stellt sich aufgrund meines Alters (jetzt 25) nun die Frage, wie ich weiter vorgehen soll...
    1. Studium fortsetzen, irgendwie versuchen weiterzumachen, auch wenn es durch das direkt anstehende Passiv-Testat keine Pause geben wird, um meine Psyche auf die Beine zu bringen.
    2. Studium pausieren, Psyche vernünftig hinbekommen und zwar während eines Urlaubssemesters (dadurch keine Erhöhung der Fachsemester).
    3. Studium abbrechen, irgendwie versuchen eine Ausbildung zu finden die mir Spaß machen könnte und hoffen, die Entscheidung nicht irgendwann zu bereuen.

    Mir wurde damals in einer meiner ersten Rehas gesagt, ich sollte das Abitur sein lassen und ggf. in einer Behindertenwerkstatt arbeiten. Das hat mich vielleicht in der Hinsicht geprägt, dass ich auf keinen Fall aufgeben will, wenn das Ziel mein Wunschziel ist. Lähmungen o.Ä. sind mittlerweile gar nicht mehr vorhanden und ich habe mein Abitur perfekt geschafft. Aber ich habe die ganze Zeit im Hinterkopf, dass ich mit 25 eben nicht mehr so lange rumdümpeln kann, wenn diese Schlaganfälle weiter auftauchen. Da trotz extrem ausführlicher Diagnostik keine Ursache gefunden wurde, kann auch niemand sagen, ob oder wann der nächste kommt.


    Freue mich über Eure Meinungen.



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    25 ist kein Alter - ich kenne diverse Mitstudierende, die erst mit 30, Mitte 30 oder gar 40 mit dem Studium anfingen.
    Mach mal Pause und bringe deine Psyche auf die Beine. Nachher lässt es sich auch besser studieren.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Pause machen, Psyche sortieren, dann weiter studieren.
    Ausserdem: Nachteilsausgleiche sind keine schlechten Dinge, und du bringst auch nicht die "gleiche Leistung" wie jemand der gesund ist, sondern du musst ohne Nachteilsausgleich deutlich mehr leisten als jemand anderes. Chronisch krank sein kostet viel Zeit und Energie und man kann da durchaus auch nehmen was einem zusteht - es ist schwer genug.



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  4. #4
    Diamanten Mitglied Avatar von Matzexc1
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    27.09.2006
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    Von Filoviren,Protonen und Schwerionen Teil 4.Die Arbeit wartet
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    Ich hab mit 27 angefangen und 1 Jahr länger gebraucht, 25 ist kein Alter

    Wie meine Vorredner rate ich dir erstmal die Psyche zu sortieren, nutze außerdem jeden Vorteil der sich bietet.
    Geduld ist eine Tugend.
    Aber warum dauert alles immer so lange?

    Und als alle Hoffnung verloren war,kam ein Licht von oben und eine Stimme sprach:
    "Fürchte dich nicht, denn es könnte schlimmer sein"
    Und siehe da es kam schlimmer.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    11.08.2016
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    Klinik-Frischling
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    Ich schließe mich meinen Vorrednern unbedingt an! Viele meiner Freunde und Kommilitonen sind erst mit Mitte/Ende zwanzig oder gar Anfang dreißig ins Medizinstudium gestartet, und das Alter hat weder im Studium noch im Privaten je eine Rolle gespielt. Wenn dann eher insofern als dass ich unseren Studiengang als überdurchschnittlich heterogen bezeichnen würde, und dass die älteren Studienanfänger oft viele spannende Erfahrungen mit einbringen konnten!

    Ich selbst habe sehr lange in der Vorklinik festgehangen, und dadurch sind viele Fachsemester zusammengekommen – an einem Punkt war ich nervlich auch so durch, dass ich drauf und dran war hinzuschmeißen, und ich bin heute noch froh, dass man mich damals dazu überredet hat, stattdessen lieber eine Pause einzulegen (das waren bei mir wenige Wochen, aber das hat für meine Art von Problemen auch gereicht).
    Und im Freundeskreis habe ich schon ein paar Fälle, die ein tolles Abi gemacht, das Studium bisher super angegangen sind, sich jetzt oder im kommenden Semester aber ein Urlaubssemester genommen haben/nehmen werden, weil sie die Zeit brauchen, um psychisch wieder auftanken zu können, ggf. mit Hilfe von extern.

    An Deiner Stelle würde ich Punkt 2 wählen – schmeißen kannst Du das Studium später immer noch! Und egal, was Du langfristig als nächstes angehst (Fortsetzung Studium oder Neubeginn in Ausbildung o.a. Studium), Du solltest Dir vorher die Möglichkeit und auch die Zeit geben wieder richtig auf die Beine zu kommen. Verliere Deine Ziele nicht aus den Augen, aber lass Dich davon nicht unter Druck setzen!



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