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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Diamanten Mitglied
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    30.07.2010
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    Universum
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    2.812
    Ich weiß es ist oft leichter gesagt als getan. Aber du darfst dein Leben nicht auf den Wünschen oder Erwartungen anderer aufbauen. Dein gesamter Beitrag basiert auf Meinungen und Lebensläufen anderer. Nie liest man wirklich heraus, was DU möchtest.
    Dass Leute einem sagen man solle doch Medizin studieren, weil man ein sehr gutes Abitur hat ist lächerlich. Auf die Meinung dieser Menschen würde ich alleine schon wegen so einer eingeschränkten Sichtweise auf das Leben nichts geben.
    Und dann bist du halt 23 wenn du neu anfängst? Das ist gar nicht so selten wie du denkst.
    Du bist halt du und solltest schauen, dass du glücklich bist mit den Entscheidungen, die du triffst. Es ist ja dein Leben, du musst es leben und du musst in deinem Beruf arbeiten.

    Es wirkt auf mich so als hättest du nie wirklich gelernt Entscheidungen zu fällen und gibst das unbewusst an dein Umfeld ab. Ich kann dir nur raten: Traue dich. Du bist doch unzufrieden so. Ändere was, wachse daran. So oder so wird das für dich ein Gewinn sein.



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    im Rheinland
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    Medizinstudium over
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    1.619
    Dieses ewige „es wird besser“, zuerst von der Vorklinik in die Klinik; dann sobald die Blockpraktika kommen, dann sobald das PJ anfängt. Nein, es wird nicht besser.

    Ganz ehrlich, wenn du bis jetzt kein Interesse an Medizin hast wird da auch so oder so keins mehr kommen. Bestell deiner Familie nen schönen Gruß, mit nem Bachelor/Master hat man nämlich sogar einen regelhaften Studienabschluss. Das ach so tolle Staatsexamen ist nichts wert, das kann man nicht einmal aufm Papier führen.



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  3. #8
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    10.06.2020
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    248
    Erst einmal gilt es festzuhalten, dass du wohl in einer Situation bist, in der sich viele Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens wiederfinden. Du bist Teil einer Generation, die mit instantaner Gratifikation groß geworden ist und es oftmals kaum gelernt hat, mit Durststrecken klar zu kommen und beständig auf Langzeitziele hin zu arbeiten. Das sage ich nicht, um dich anzugreifen, sondern weil ich denke, dass es zum großen Teil eine Quelle deines Frustes ist.

    Du suchst im Beruf eine Erfüllung, welche die wenigsten Menschen in Deutschland in ihrem Job finden. Ich finde das bei Studenten und insbesondere jungen Leuten aus gebildeten Familien teilweise kritisch, was für Erwartungshaltungen die inhaltlicherseits an ihren Beruf stellen. Unter Azubis ist das Weltbild oftmals viel nüchterner - da soll der Job einen nicht zerstören, halbwegs machbar sein und sonst die schönen Dinge im Rest des Lebens finanzieren, idealerweise vielleicht auch ein bisschen Spaß machen. Dein Job definiert nicht deinen Charakter und deine Welt und ersetzt nicht deine Persönlichkeit. Du beschwerst dich z.B., dass dir die Medizin wenig Möglichkeiten bietet, über den Tellerrand zu schauen - aber das ist nicht die Aufgabe deines Jobs oder Studiums, sondern dein Privatvergnügen. Wenn dich Wirtschaft interessiert, schreib dich in Hagen als Zweithörerin ein und studier einfach mal ein Semester parallel. Dann hast du das Tor zur Medizin nicht zugestoßen und kannst dir überlegen, ob das wirklich dein Ding ist. Wenn du Geisteswissenschaften machen willst, dann tu dasselbe eben mit so einem Fach. Du hast alle Möglichkeiten. Jetzt Medizin abzubrechen ohne einen vernünftigen Plan B zu haben, ist keine gute Idee. Und aktuell sehe ich bei dir nur Frust über den Status quo, aber keine echte Vision von Alternativen, die über "ich glaube das wäre eher meins" hinaus gehen.

    Mach außerdem nicht den Fehler, die paar öseligen Jahre des Studiums mit den ~45 Jahren im Beruf zu verwechseln, die danach kommen. Das ätzendste Studium zieht man mit Frust durch, wenn der Job danach toll ist. Umgekehrt kannst du dich ins geilste Geisteswissenschaftsfach der Welt einschreiben und ein spaßiges Studentenleben genießen, nur um dann in die nächste Krise zu stürzen, wenn du anschließend nach 300 frustranen Bewerbungen beim Arbeitsamt stehst und die Themen Umschulung, Drittausbildung oder komplett fachfremde Hilfstätigkeit im Raum stehen. Solche Werdegänge gibt es in meinem Bekanntenkreis nicht wenige, und sie häufen sich bei denjenigen, die ihr Fach nur nach Spaß und Interesse gewählt haben. Vielleicht wäre auch eine Ausbildung passender für dich?

    Ist Medizinjournalismus nichts für dich? Unser Fach bietet so viele Möglichkeiten wie kaum ein anderes Fach. Gut bezahlt sind die nicht unbedingt immer, einfach reinzukommen auch nicht. Aber außerhalb der Medizin wirft dir erstrecht niemand die Stellen hinterher. Deine Familie hat dir nicht reinzureden, was du tust. Du solltest aber auch nicht die Finger in die Ohren stecken, jede logische Überlegung deinem momentanen Frust unterordnen und nur nach Gefühl entscheiden. Die Lösung liegt vermutlich irgendwo in der Mitte.



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  4. #9
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von Andy2194 Beitrag anzeigen
    Nun, es gibt nach der Approbation auch Möglichkeiten ohne Patienten Arzt zu sein. Du kannst bspw. in die Pharmaindustrie gehen oder Laboratoriumsmedizin machen. Ich würde es mir gut überlegen, ob du noch abbrechen magst.
    Sie hat klar kommuniziert, dass sie kein Interesse an Naturwissenschaften hat, sondern an Gesellschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Die einzige Motivation Medizin anzufangen war der Druck der Eltern.

    Mein Rat: Hart informieren mit welcher Ausbildung man am Besten das machen kann was du willst und dann rein da ! Notfalls als Studium nebenbei wenn du Medizin nicht komplett aufgeben willst. Oder Urlausbsemester machen (würde ich vielleicht sowieso machen um den Kopf frei zu bekommen)
    Cool, es gibt hier ja ne Signatur. Entspannt.



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  5. #10
    Registrierter Benutzer
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    03.01.2019
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    8
    [QUOTE=Trüffel;2159355]Erst einmal gilt es festzuhalten, dass du wohl in einer Situation bist, in der sich viele Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens wiederfinden. Du bist Teil einer Generation, die mit instantaner Gratifikation groß geworden ist und es oftmals kaum gelernt hat, mit Durststrecken klar zu kommen und beständig auf Langzeitziele hin zu arbeiten. Das sage ich nicht, um dich anzugreifen, sondern weil ich denke, dass es zum großen Teil eine Quelle deines Frustes ist.

    Es ist sicher richtig, dass viele Studenten irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem sie ihr Studium in Frage stellen. Ich selbst habe einige Kommilitonen, die das Studium ätzend finden und sich durch die Lerninhalte durchquälen, mehrere Prüfungen wiederholen mussten, durchs Physikum gefallen sind usw. Doch die meisten von ihnen haben ein klares Ziel vor Augen: Den Abschluss dieses Studiums und die daran anschließende berufliche Tätigkeit als Arzt. Dieses Berufsziel hindert meine Kommilitonen daran, aufzugeben, da sie sich ehrlich für den Arztberuf begeistern können und diese Begeisterung fehlt mir. Natürlich muss man nicht vollends begeistert von seinem Beruf sein, aber irgendwie gefallen sollte er einem im Großen und Ganzen doch schon.

    Du suchst im Beruf eine Erfüllung, welche die wenigsten Menschen in Deutschland in ihrem Job finden. Ich finde das bei Studenten und insbesondere jungen Leuten aus gebildeten Familien teilweise kritisch, was für Erwartungshaltungen die inhaltlicherseits an ihren Beruf stellen. Unter Azubis ist das Weltbild oftmals viel nüchterner - da soll der Job einen nicht zerstören, halbwegs machbar sein und sonst die schönen Dinge im Rest des Lebens finanzieren, idealerweise vielleicht auch ein bisschen Spaß machen. Dein Job definiert nicht deinen Charakter und deine Welt und ersetzt nicht deine Persönlichkeit. Du beschwerst dich z.B., dass dir die Medizin wenig Möglichkeiten bietet, über den Tellerrand zu schauen - aber das ist nicht die Aufgabe deines Jobs oder Studiums, sondern dein Privatvergnügen. Wenn dich Wirtschaft interessiert, schreib dich in Hagen als Zweithörerin ein und studier einfach mal ein Semester parallel. Dann hast du das Tor zur Medizin nicht zugestoßen und kannst dir überlegen, ob das wirklich dein Ding ist. Wenn du Geisteswissenschaften machen willst, dann tu dasselbe eben mit so einem Fach. Du hast alle Möglichkeiten. Jetzt Medizin abzubrechen ohne einen vernünftigen Plan B zu haben, ist keine gute Idee. Und aktuell sehe ich bei dir nur Frust über den Status quo, aber keine echte Vision von Alternativen, die über "ich glaube das wäre eher meins" hinaus gehen.

    Naja, woher soll ich wissen, was genau meins ist. Ich hatte nie ein klares Berufsziel wie Hausarzt, Steuerberater oder Rechtsanwalt, zum einen aufgrund sehr breit gestreuter Interessen, zum anderen, da ich nach dem Abi dummerweise keine Praktika in verschiedenen Bereichen gemacht habe und das familiäre Umfeld sich auch nicht gerade durch vielfältige Berufe auszeichnet. Meine Alternativpläne orientieren sich an meinen ernsthaften Interessen. Damit ich mich nicht wieder verrenne, werde ich bald ein Lehramtspraktikum machen, um zu sehen, ob die Arbeit mit jungen Menschen mir liegt oder nicht. Ich will nicht schon wieder Hals über Kopf in ein Studium stolpern.

    Mach außerdem nicht den Fehler, die paar öseligen Jahre des Studiums mit den ~45 Jahren im Beruf zu verwechseln, die danach kommen. Das ätzendste Studium zieht man mit Frust durch, wenn der Job danach toll ist. Umgekehrt kannst du dich ins geilste Geisteswissenschaftsfach der Welt einschreiben und ein spaßiges Studentenleben genießen, nur um dann in die nächste Krise zu stürzen, wenn du anschließend nach 300 frustranen Bewerbungen beim Arbeitsamt stehst und die Themen Umschulung, Drittausbildung oder komplett fachfremde Hilfstätigkeit im Raum stehen. Solche Werdegänge gibt es in meinem Bekanntenkreis nicht wenige, und sie häufen sich bei denjenigen, die ihr Fach nur nach Spaß und Interesse gewählt haben. Vielleicht wäre auch eine Ausbildung passender für dich?

    Genau aufgrund dieser Argumente, die sowohl meine Eltern vehement vertreten, als auch mir einleuchten, habe ich das Studium ja begonnen. "Geisteswissenschaften? Um Gottes Willen, reines Spaßstudium, damit wirst du nie einen anständigen Job finden, nur schlecht bezahlte, fachfremde Tätigkeiten (das berühmte Taxi). Wirtschaft? Viel zu riskant, bei Wirtschaftskrisen droht der Jobverlust, als Frau verdient man sowieso viel weniger, nach Schwangerschaft und Kind ist man dann eh weg vom Fenster. Medizin? Perfekt! Garantierte Jobsicherheit, unabhängig von Wirtschafts- und Finanzkrisen, gutes Gehalt und unbegrenzte Möglichkeiten. Außerdem hast du einen super Abischnitt. bloß nicht entwerten. BWL mach eh jeder, mach was anständiges."
    Den Aspekt mit der Ausbildung habe ich übrigens damals direkt nach dem Abi auch von meinen Eltern zu hören bekommen. Ich möchte hier auf gar keinen Fall Ausbildungsberufe herabwürdigen, aber es kann doch nicht sein, dass es außer soliden Ausbildungen und einem Medizinstudium nichts verwertbares gibt?


    Tja, und hier bin ich nun. Habe mich 6 Semester durch das Studium gekämpft, wobei ich den Aufwand als gar nicht so extrem empfand, nirgendwo durchgefallen, Noten im oberen Mittelfeld. Tiefgehendes Interesse jedoch Fehlanzeige, Interesse am Arztberuf längst nicht so vorhanden, wie bei meinen Kommilitonen.



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