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  1. #6
    ehem-user-15-12-2020-1454
    Guest

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    Zitat Zitat von Elena1989 Beitrag anzeigen
    Ambulant:

    - Notfallvorstellungen meistens wegen Eigen- oder Fremdgefährdung
    - das sind dann meistens suizidale Äußerungen oder Z.n. Suizidversuch, dann wird geprüft, ob eine akute Suizidalität besteht und ob der Patient notfallmäßig aufgenommen werden muss oder ob man ihn ggf. mit Anbindung wieder ziehen lassen kann
    - Fremdgefährdung: meist Erregungszustännde / Wutausbrüche mit Sach - / Fremdaggression, die kommen dann häufig mit der Polizei, auch hier Prüfung ob akute Fremdgefährdung im Rahmen einer psychiatrischen Erkrankung und damit Aufnahmeindikation besteht
    - deutlich seltener floride Psychosen
    - aber auch immer wieder Patienten mit Intoxikationen, die zu stabil für die Somatik sind, aber i.R. der Intoxikation psychiatrisch auffällig.

    Stationär:
    - alles was so anfällt
    - Psychiatrische Notfälle: Selbstverletzung, akute Suizidalität, tlw. auch hier Sach- / Fremdaggression, seltener auch hier deutlich psychotische Patienten
    - Somatisch: eben auch alles was so anfällt, meistens sehr harmlose Dinge wie Bauchweh, Kopfweh, Husten, meistens ist man eher mit NSVV beschäftigt (Schnittverletzungen, Prellungen durch gegen die Wand schlagen etc.), wo man dann entscheiden muss, ob man es selbst versorgen kann, oder ob es z.B. genäht oder geröntgt werden muss.

    Auf Station ist es nachts meistens ruhig (so ab 22:00 Uhr), da schlafen die meisten, von außen kommen schon häufiger auch nachts Patienten.
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das klingt total interessant. Ich überlege vielleicht auch in den Bereich zu gehen.
    Aber ich habe Bedenken wegen der Aggressivität. Wenn ein 1,90 Jugendlicher mich als zierliche Frau körperlich angreift und ich allein nachts auf Station bin. Und ich weiss nicht ob ich eine pädagogisch gute Person bin, oder wird das eher von den anderen Berufsgruppen übernommen?



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    02.07.2008
    Semester:
    5. WBJ
    Beiträge
    1.515
    Zitat Zitat von annekrone Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das klingt total interessant. Ich überlege vielleicht auch in den Bereich zu gehen.
    Aber ich habe Bedenken wegen der Aggressivität. Wenn ein 1,90 Jugendlicher mich als zierliche Frau körperlich angreift und ich allein nachts auf Station bin. Und ich weiss nicht ob ich eine pädagogisch gute Person bin, oder wird das eher von den anderen Berufsgruppen übernommen?
    Also, die Patienten, die wegen Fremdaggressivität kommen, sind tatsächlich meistens bei uns dann ganz brav.
    Und man ist auch nachts auf Station ja nicht alleine, es ist ja immer jemand vom PED (= Pflege- und Erziehungsdienst) da. Außerdem gibt es in der Regel einen Notfallalarm.

    Pädagogik spielt schon viel mit rein, dass ist aber primär die Aufgabe vom PED. Insgesamt ist KJP sehr viel Teamarbeit und viele Entscheidungen (ob therapeutisch oder pädagogisch), werden meistens gemeinsam im Team getroffen.



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  3. #8
    ehem-user-15-12-2020-1454
    Guest
    Zitat Zitat von Elena1989 Beitrag anzeigen
    Also, die Patienten, die wegen Fremdaggressivität kommen, sind tatsächlich meistens bei uns dann ganz brav.
    Und man ist auch nachts auf Station ja nicht alleine, es ist ja immer jemand vom PED (= Pflege- und Erziehungsdienst) da. Außerdem gibt es in der Regel einen Notfallalarm.

    Pädagogik spielt schon viel mit rein, dass ist aber primär die Aufgabe vom PED. Insgesamt ist KJP sehr viel Teamarbeit und viele Entscheidungen (ob therapeutisch oder pädagogisch), werden meistens gemeinsam im Team getroffen.
    Hört sich gut an. In dem Fach gibt es ja auch Personalmangel. Auch wenn es oft stressig ist: Bietet das Fach eine einigermassen akzeptable Work-Life-Balance, oder ist die Arbeitsbelastung ähnlich wie in der Inneren oder Chirurgie?
    Mir ist klar, das das von Klinik zu Klinik unterschiedlich ist, es geht mir nur darum, wie so der allgemeine Status Quo in dem Fach ist. Ich frage explizit nur nach der Situation in der Klinik



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