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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo!

    Ihr habt wahrscheinlich alle mitbekommen, dass gerade überall Impfzentren aufgebaut werden, in denen der Covid-Impfstoff verteilt werden soll. Da ich gerade meine letzte Assistenzarztstelle verlassen habe und mich noch nach einer neuen umgucke (und es ehrlich gesagt auch nicht eilig habe, wieder unter Covid-Patienten zu kommen), kommt mir das gerade recht.

    In Berlin wird das von der KV organisiert, aber inzwischen ist klar, dass auch Nicht-KV-Ärzte mitmachen können. Man braucht eigentlich nur eine Approbation, eine Berufshaftpflicht (~90€/Jahr), "Erfahrung" im Impfen und ggf. eine Freistellung vom Arbeitgeber, wenn man einen hat und nur nebenher impfen will. Dann kann man sich einfach in den Dienstplan eintragen. Es winken (in Berlin) 120€/h, das klingt doch ganz gut dafür, dass man eigentlich nur Piekse verteilt und Verantwortung übernimmt.

    Das nur als Anregung für euch, jetzt hab ich aber noch offene Fragen, die vielleicht jemand beantworten kann, der sich auch schon damit beschäftigt hat:
    • Ich arbeite also freiberuflich und gebe die Entlohnung in meiner Steuererklärung als selbstständige Einkünfte an, richtig? Muss ich mich noch um Sozialabgaben kümmern, wenn ich nicht gleichzeitig angestellt bin? Muss ich mich sonst irgendwo anmelden? Gewerbe, Ärztekammer, irgendwas?
    • Man kann "zur eigenen Entlastung" eine MFA mitbringen, die dann 60€/h bekommt. Diese braucht im Prinzip keine formelle Qualifikation, arbeitet aber komplett deligiert in Verantwortung des Arztes. Kann ich da einfach eine befreundete Krankenschwester mitnehmen? Und bekomm ich sonst eine gestellt?
    • Doofe Frage, aber was mach ich da eigentlich? Meine "Erfahrung im Impfen" besteht daraus, dass ich (= die Schwester) in der Unfall-Rettungsstelle Tetanus-Impfungen verteilt habe. Ich stell mir das so vor, dass ich - wie im Studium gelernt - z.B. Kontraindikationen abfrage, den Deltoideus einsprühe, die Kanüle senkrecht reinjage, aspiriere und abdrücke, Klebchen in den Impfpass und Unterschrift, fertig. Was vergessen? Und wenn das mein Job ist, was macht dann noch die MFA?
    • Als Assistenzarzt hab ich ja sonst überwiegend im Auftrag anderer (Fach-)Ärzte agiert, hier arbeite ich so richtig eigenverantwortlich und unbeaufsichtigt - muss ich davor Angst haben oder reicht gehöriger Respekt vor der Gesundheit der Menschen, die sie mir anvertrauen, und die angesprochene Berufshaftpflichtversicherung im Rücken?



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  2. #2
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    Soweit ich mitbekommen habe, wird man als Arzt an manchen Orten die Impfung nicht selbst durchführen, sondern für die ärztliche Impfaufklärung zuständig sein. Pieksen übernimmt eine MFA.



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  3. #3
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von docdean Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Ihr habt wahrscheinlich alle mitbekommen, dass gerade überall Impfzentren aufgebaut werden, in denen der Covid-Impfstoff verteilt werden soll. Da ich gerade meine letzte Assistenzarztstelle verlassen habe und mich noch nach einer neuen umgucke (und es ehrlich gesagt auch nicht eilig habe, wieder unter Covid-Patienten zu kommen), kommt mir das gerade recht.

    In Berlin wird das von der KV organisiert, aber inzwischen ist klar, dass auch Nicht-KV-Ärzte mitmachen können. Man braucht eigentlich nur eine Approbation, eine Berufshaftpflicht (~90€/Jahr), "Erfahrung" im Impfen und ggf. eine Freistellung vom Arbeitgeber, wenn man einen hat und nur nebenher impfen will. Dann kann man sich einfach in den Dienstplan eintragen. Es winken (in Berlin) 120€/h, das klingt doch ganz gut dafür, dass man eigentlich nur Piekse verteilt und Verantwortung übernimmt.

    [*]Doofe Frage, aber was mach ich da eigentlich? Meine "Erfahrung im Impfen" besteht daraus, dass ich (= die Schwester) in der Unfall-Rettungsstelle Tetanus-Impfungen verteilt habe. Ich stell mir das so vor, dass ich - wie im Studium gelernt - z.B. Kontraindikationen abfrage, den Deltoideus einsprühe, die Kanüle senkrecht reinjage, aspiriere und abdrücke, Klebchen in den Impfpass und Unterschrift, fertig. Was vergessen? Und wenn das mein Job ist, was macht dann noch die MFA?
    Die Aufklärungen solltest du nicht unterschätzen. Gerade bei den noch nicht absehbaren, eventuellen Langzeitfolgen müssen sich die Leute wirklich ausreichend aufgeklärt fühlen, bis zum Versterben direkt oder auf lange Sicht. Aufklärungen sind nun mal der juristische Angriffspunkt, wenn irgendwas schief läuft, das muss also absolut wasserdicht sein.

    Ansonsten: hoffentlich hast du ein Fach mit Notfallmanagement gemacht, für den Fall, dass es zu ner schweren allergischen Reaktion o.ä. kommt, dann musst du dich als Arzt vor Ort hauptverantwortlich kümmern, bis der Rettungsdienst da ist.



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  4. #4
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Ich hab mich auch beworben (und bin gerade frisch mit dem Examen fertig geworden) besitze meine Appro also noch nicht lange. Mal schauen. Ich würd das auch mal bei dem attraktiven Lohn ne Weile machen.

    Ich lese hier mal mit.
    "Sometimes I sit quietly and wonder why I am not in a mental asylum. Then I take a good look around at everyone and realize.... Maybe I already am."






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  5. #5
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    Zitat Zitat von Bonnerin Beitrag anzeigen
    Die Aufklärungen solltest du nicht unterschätzen. Gerade bei den noch nicht absehbaren, eventuellen Langzeitfolgen müssen sich die Leute wirklich ausreichend aufgeklärt fühlen, bis zum Versterben direkt oder auf lange Sicht. Aufklärungen sind nun mal der juristische Angriffspunkt, wenn irgendwas schief läuft, das muss also absolut wasserdicht sein.

    Ansonsten: hoffentlich hast du ein Fach mit Notfallmanagement gemacht, für den Fall, dass es zu ner schweren allergischen Reaktion o.ä. kommt, dann musst du dich als Arzt vor Ort hauptverantwortlich kümmern, bis der Rettungsdienst da ist.
    Beides gute Punkte, danke. Ich denke, zur Aufklärung wird man noch Infos bekommen, das ist ja für alle neu. Werde ich mich aber gut drauf vorbereiten, kenne ich prinzipiell von OP-Aufklärungen. Als Arzt einen Notfall nicht managen zu können wär natürlich auch peinlich, werd ich mir auch Gedanken zu machen.



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