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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Liebe Forenuser,

    ich trage mich schon länger mit dem Gedanken, noch zu promovieren. Die Gründe sind vielfältig: teils persönlicher Ehrgeiz, teils musste ich bei einer aktuellen Stellensuche feststellen, dass für bestimmte Stellen eine Promotion weiterhin gerne gesehen wird, und zum Teil nervt auch einfach die Reaktion der Patienten: "Wie? Sie sind kein Doktor? Wann sind Sie denn mit ihrem Studium fertig?" (Und das obwohl ich schon Facharzt bin).

    Mir ist natürlich bewusst, dass das allein keine guten Gründe wären um noch zu promovieren, da es sicherlich sehr anstrengend werden würde....
    Jedoch ist bei mir durchaus auch Interesse daran, irgendetwas neues zu entdecken und dafür ein Thema länger akribisch zu bearbeiten, vorhanden (und ja, mir ist bewusst, dass man dabei sehr viel Zeit investieren muss und wahrscheinlich "nichts Tolles" dabei herauskommt)

    Trotzdem würde ich es gerne probieren, zumal ich mir nicht vorstellen kann, jetzt, nach dem Facharzt, 35 Jahre lang jeden Tag zur Arbeit zu erscheinen, ohne mich persönlich weiter zu entwickeln. Ich würde eben gerne dieses Ziel verfolgen.

    Da mein bisheriger Arbeitsvertrag jetzt sowieso ausgelaufen ist, habe ich die Situation genutzt, gezielt nach entsprechenden Stellen zu suchen und ich muss sagen....

    ....ich bin ernüchtert!. Während in vielen Stellenausschreibungen die Möglichkeit zur Promotion erwähnt wird, sieht es in der Realität, sprich wenn man im Bewerbungsgespräch konkret danach fragt, eher mau aus.

    Von "eine Promotion ist ja eigentlich gar nicht notwendig" (weiß ich, will ich aber) über "schwierig, sehr schwierig..." oder "für Externe seit ein paar Jahren so gut wie unmöglich" bis zu "eine Promotion würde sie nur unglücklich machen" (Danke für den gut gemeinten Rat) alles dabei, nur keine konkrete Zusage, dass es möglich wäre, ein entsprechendes Projekt überhaupt zu beginnen. Und das trotz expliziter Angabe in den Stellenausschreibungen. Langsam glaube ich, das steht dort zwar zur Eigenwerbung drin, ist aber gar nicht ernst gemeint.

    Ich bin darüber etwas frustriert....das beste Angebot, dass ich jetzt habe, sieht so aus, dass ich erstmal ein Jahr dort arbeiten und mich "einleben soll" und dann "mal sehen". Also wieder nix Konkretes.

    Wie sind eure Erfahrungen? Hat jemand hier "spät" promoviert, also ein neues Projekt erst neben dem Job angefangen? Hat irgendjemand Erfahrung wie so etwas klappen kann und kann mir vielleicht Tipps geben? Wäre für jede konstruktive Anregung/Hilfe dankbar.

    LG
    Nefazodon



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  2. #2
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    ich schneide jetzt mal nur einen ganz kleinen teil der thematik an, der von dir aus noch nicht so richtig zur sprache gekommen ist.

    weißt du über welche universität du promovieren möchtest? kennst du die promotionsordnung und die anforderungen, die dort an den promovenden gestellt werden.
    diverse medizinische fakultäten haben die promotionsordnung in den letzten jahren angezogen, sodass das ganze nun nicht mehr als 'schmalspurprozess' oder 'doktor zweiter güte' verstanden wird.
    hier ist neben dem eigentlichen promotionsprozess die teilnahme an unterschiedlichen seminaren, etc notwendig.
    kennst du diese anforderungen? weißt du ob und wie du sie in deinen beruflichen und persönlichen alltag integrieren kannst?
    nach welcher art der promotion suchst du? experimentelle arbeit, klinische arbeit, statistische analysen?
    das sind ein paar der informationen, die noch ganz praktisch wären.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Ich dachte prinzipiell an eine klinische Arbeit, da ich denke, dass das für jemanden, der jetzt lange klinisch gearbeitet hat, am besten passt.
    Auch für eine experimentelle Arbeit wäre ich prinzipiell offen, aber da ist das Problem, dass ich erstens keine Laborerfahrung habe, und zweitens, dass es wohl schwierig mit einer Arbeit in der Klinik bei einem Arbeitgeber, der nichts mit dem Labor zu tun hätte vereinbar wäre...
    Ich habe sogar schon bei einem wissenschaftlichen Institut der nächstgelegenen Uni angefragt, ob die nicht ein Projekt hätten...
    Was soll ich sagen: Interesse einen Arzt (bzw. Facharzt) im Team zu beschäftigen hätte man durchaus....nur bezahlen könnte man mich nicht. Und das lag nicht an meinen Ansprüchen. Ich war durchaus darauf eingestellt als wissenschaftlicher Mitarbeiter und nicht als Arzt bezahlt zu werden....nur war nicht mal die Finanzierung einer halben Stelle drin...

    Ich glaube daher, dass eine Tätigkeit im Labor eher ausscheidet.
    Ich bin durchaus bereit mich einschränken, nur brauche ich halt genug Geld um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, d.h. völlig umsonst arbeiten kann ich nicht. Zwar lebe ich alleine, aber die Kosten für Miete und Versicherungen etc. sind halt doch nicht zu unterschätzen.

    Was die Promotionsordnungen angeht: prinzipiell schreibt die nächst gelegene Uni nur vor, dass mindestens zwei Jahre ein Betreuungsverhältnis besteht und der Betreuer zu besagter Uni gehört...wäre machbar. Aber im Moment hängt es halt daran, dass ich keinen Arbeitgeber habe, der mir ein entsprechendes Projekt geben würde.



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  4. #4
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    Geh ein an eine uniklinik ohne Promotion, da wird dir normalerweise etwas zugeteilt. Du kannst dort in befristeten Verträgen 6 Jahre bleiben mit dem Ziel Abschluss der Promotion.



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  5. #5
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    Wundert mich, dass man dir bei verschiedenen Arbeitgebern nichts konkretes anbieten kann. In Abteilungen in denen geforscht wird, ist doch eigentlich immer Datenmaterial vorhanden, das ausgewertet werden möchte. In beiden Abteilungen, an denen ich bisher gearbeitet habe (beides größere Häuser, aber keine Unikliniken, Prof. als Chefarzt) gab es mehrere Assistenzärzte, die nebenbei promoviert haben und die Chefs waren froh, dass jemand kostenlos aus Eigenmotivation ihre Daten aufarbeitet.

    Vielleicht ist auch eine Promotion über eine andere Abteilung im Haus möglich, wenn dir auch was fachfremdes recht wäre. Z.B. Radiologie oder Patho. Ein Bezug zu deinem Fach kann ja unter Umständen trotzdem gegeben sein.



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