teaser bild
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 6 bis 10 von 12
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Platin Mitglied
    Registriert seit
    10.01.2002
    Ort
    Kiel
    Semester:
    Beiträge
    559

    - Anzeige -

    Interesse an einer Werbeanzeige hier?
    mehr Infos unter www.medi-a-center.de

    Ganz allein? Das kommt mir auch komisch vor. Hat das Haus denn gar keine anderen Abteilungen?
    Ich mache allein neurologische Dienste, was zwar zum einen nicht besonders witzig ist, weil bei uns (Uni) alle unklaren Bewußtseinsstörungen, Blutungen, stroke-Lysen etc. auflaufen, es gibt aber einen neuroradiologischen Dienst (man muß also die Bilder nicht selbst befunden) und OA-Hintergrund, der bei eigentlich jedem Patienten angerufen wird (also alles was man nach Hause läßt und alle, die man aufnimmt). Auf der Intensiv gibt es auch noch einen Neurologen, der verläßt seine Station aber nicht. In dieser Kombi geht es, finde ich, auch wenn mir am Anfang dabei auch nicht besonders wohl war. Aber ganz ohne andere Ärzte - bloß nicht.
    si tacuisses, philosophus mansisses



  2. #7
    ich kodiere,also bin ich! Avatar von statuscuriosus
    Registriert seit
    23.08.2002
    Ort
    war Köln
    Semester:
    Assistenzärztin
    Beiträge
    127
    gut, es ist hier auch ein kleines Haus. Allg.-Innere, Gastroenterologie und Psychiatrie. Aber trotzdem, wir kriegen natürlich des öfteren Blutungen, Intoxikationen etc. rein, neben den allgemein üblichen Sachen wie Herz-Kreislauf und Lungenerkrankungen. Und auch des öfteren bewusstlose Besoffskis und Suizidversuche. Und da kann es dann schon alleine mal heikel werden.
    Aber ich kenne auch ein Haus in der Gegend, das gross ist und wo die AiP auch alleine sind. Die haben dann nur maximal 2 Dienste im Monat, weil die AiPs und Assis aller Abteilungen mit den Diensten rotieren.
    Ich würde nicht garantieren, dass ich mit meiner geringen Intubier-Erfahrung in Stresssituationen nen Tubus rein kriege.
    "Mit leerem Kopf nickt es sich leichter."undefined
    (Zarko Petan, slowenischer Aphoristiker)



  3. #8
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    04.06.2002
    Semester:
    Been there, done that... there was no T Shirt
    Beiträge
    2.978
    Original geschrieben von Paracelsus
    Hallo !


    Irgendwie übersteht man die Nacht immer, auch wenn es
    manchmal viele Nerven und Kraft kostet. Habe nun mittlerweile
    auch schon 6 Dienste hinter mir und bisher ist alles -- toi, toi --
    relativ gut gegangen.

    Zum Abschluß noch ein Tip: Rufe im Zweifelsfall IMMER Deinen
    Oberarzt im Hintergrund an ! Lieber einmal zu viel nerven als
    einmal zu wenig ! Als Anfänger kannst Du gar nicht alles richtig
    machen und wirst noch oft genug feststellen, daß Du mit manchen
    Dingen total überfordert bist ! Ich verlasse mich dann z.B. auch
    oft auf die Einschätzung von Intensivpflegern, die zum Teil schon
    10 Jahre und länger mit Schwerstkranken gearbeitet und daher
    mit Sicherheit auch mehr Erfahrung haben als man selbst.
    Ohne diese Leute wäre ich auch nie in der Lage, nachts
    die Intensivstation mitzuversorgen. Unterschätze daher nie
    das Pflegepersonal (auch nicht auf der Normalstation) und
    behandle es entsprechend respektvoll. Dann kann man von
    dort IMMER Hilfe erwarten, wenn es denn mal nötig ist.

    Insgesamt solltest Du aber immer Ruhe bewahren, egal was
    auch kommen mag. So schlimm wird es schon nicht werden.
    Gefährlich wird es erst, wenn DU in Panik gerätst. Nur Mut !
    Das wird schon. Du wirst auch sehen, daß man in den Nachtdiensten manchmal sogar mehr an Erfahrung gewinnt
    als tagsüber. Allerdings ist man nach einem Dienst dann auch
    meist ziemlich kaputt. Geht mir jedenfalls immer so. Aber
    probiere es einfach mal aus. Viel Spaß !

    Gruß Paracelsus

    Oh Mann, das macht echt Freude...
    Mein erster Dienst ist in zehn Wochen... mal schaun, wie viel Mist ich in einer Nacht bauen kann

    Ciao !



  4. #9
    Der mit dem Elch tanzt
    Registriert seit
    15.06.2002
    Ort
    Stockholm
    Semester:
    Arzt
    Beiträge
    224
    Hej !

    nicht, dass es nicht so ist, dass ich nicht auch als AIP alleine im Hause wäre in der Anästhesie hier, aber diese Geschichte mit , dass es ja auch in anderen Fächern noch Ärzte imn Hause gibt ist ja eine ziemliche Milchmädchenrechnung, denn, was machst Du, wenn da "zufälligerweise" paralell zu Deinem Dienst auch ein AIP'er "alleine" im Hause ist; ich meine es ist ja ein etwas besseres Gefühl, zu zweit keine Ahnung zu haben, da man zumindestens nicht mehr ganz alleine dasteht, aber ob das den Patienten so hilft ?!?
    der Tipp mit dem Hintergrund-OA & dem Anrufen ist aber schon ein Grossteil der Lösung des Problems & im Zweifelsfall muss der nunmal kommen & das "jetzt", wenn ich anrufe - funktioniert hervorragend hier !

    Das Problem ist ja nicht, dass man nix kann (das ging wohl allen so), sondern dass man seine Grenzen nicht rechtzeitig erkennt & meint sich mehr zumuten zu müssen, als man hinbekommt; aus welchen Gründen auch immer. Also IM ZWEIFELSFALL HINTERGRUNDS-OA HINZUZIEHEN !!!
    & dann keine Panik, das funktioniert dann !!!

    Kolja



  5. #10
    endlich fertig! Avatar von lala
    Registriert seit
    25.03.2002
    Beiträge
    1.338
    Hallo,

    also bei uns (1100 Betten-Klinik) ist man zwar auch der einzige Neurologe aber es gibt einen ganzen Schwung Internisten, Chirurgen, Anästhesisten und aus jeder kleinen Fachrichtung (HNO, Auge, Uro, Gyn,Derma etc.) Diensthabende so dass sich fast alle Probleme schnell lösen lassen. Für akute Notfälle/Reanimationen sind die Anästhesisten schneller da als man selber überlegen kann....ist schon schöööön

    Und im Zweifel immer den OA anrufen klar, aber hiddl bei JEDEM Patienten??? Oh, dann könnten unsere Oberärzte nie schlafen - hatte gestern in 24 Stunden ca 20 Patienten über Aufnahme/Chirurgiche Ambulanz und Neuro-Konsile im Haus, habe selber gerade mal 2h im Bett gelegen, angerufen hab ich einmal nachmittags, der Rest ließ sich auch noch heute Morgen regeln.

    Für alle die ihren ersten Dienst noch vor sich haben: alles halb so wild - man gewöhnt sich dran und lernt irgendwie auch trotz Funk schlafen zu können
    Und wenn man sich mit den Kollegen der anderen Fachrichungen gut versteht ist das ein echter Vorteil falls man mal ein Problem hat...und sei es auch nur dass man irgendwie keinen venösen Zugang gelegt bekommt....



Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf 1996-2019