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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #61
    Diamanten Mitglied Avatar von Laelya
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    ich versuche gerade mir eine bestimmte haltung für das pj anzutrainieren. in meinem jetzigen tertial geht das auch, weil eigentlich fast alle nett sind und den pjler als Zusatz sehen und nicht als selbstverständlich.
    Ich versuche zwar nett und auch wissbegierig zu sein, lasse mich aber auch nicht zwingen länger zu bleiben oder ähnliches (was bisher auch nicht einmal vorgekommen ist). aber ich glaube auf der inneren wird das nachher auch ganz anders aussehen.

    @tiffy:
    bist du einziger pjler auf der station?



  2. #62
    Zackeninterpret
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    as horsemen pass by
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    Wieso sollte das auf der Inneren anders aussehen? Wir haben alle unsere PJs pünktlich nach Hause geschickt, am Freitag sogar gern überpünktlich, wenn der oder die betreffende länger bleiben wollte, z.B. weil man was "interessantes" machen konnte, war das immer freiwillig. Klar muß man als PJ manchmal auch "niedere" Arbeiten machen, aber sicher nicht von der Pflege angeordnete, wie Wasser einschenken, Essen verabreichen oder ne Laborüte wegtragen, dafür haben die ihr eigenes Personal.
    Ansonsten habt ihr ein Recht auf teaching und kennenlernen des ärztlichen Arbeitsalltags in allen schönen und nicht so schönen Facetten! Und das müßt ihr auch immer wieder einfordern.
    "Ich habe mein halbes Vermögen für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, die andere Hälfte habe ich verprasst." ( George Best )



  3. #63
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    Ich zähle nicht mehr, aber fast fertig
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    Zitat Zitat von Meridion Beitrag anzeigen
    Also die ungeschlagene Nummer 1 ist doch:

    - Bett in externem Haus organisieren.

    ...nöööl, nööööl, nöööööl....
    "Ja Franz Pfistus Klinikum Brimswegen Pforte Maier Hallo"
    "Psychiatrisches Wiesenkrankenhaus Waldwimmern Station 3 Moltke, ich hätt gern den internistischen Aufnahmearzt gesprochen"
    "Ja ich verbinde"
    ...nööööl, nööööl, nöööl....
    "Schwester Sirgrid!"
    "Ja äh, psychiatrisches wiesenkrankenhaus waldwimmern station 3 moltke, ich hätt gern den internistischen Aufnahmearzt gesprochen"
    "Ja. ich bin die Ambulanz. Hilde, ist beim Dokter belegt? - Wer ischn dran? - Son Psychiater, der will de Dokter... *gekruschdel* Ja da geht grad niemand ran."
    "Äh, es geht um eine Verlegung."
    "Ja müsse sie nochmal probieren."
    "Ja, es wär aber eher dringlich."

    *Im Nebenraum poltert die Omi mit dem Krea von 4,8 und dem Kalium von 6,2, Einweisungsdiagnose 'Wahnhafte Depression', Nebendiagnose 'V.a. Gastroenteritis mit Erbrechen', frisch aus dem Pflegeheim, und erzählt der armen Schwesternschülerein schwammig irgendwas, dass erheblich unter einer mangelhaften Lautstärkemodulation leidet. Sekunden später wird der Redeschwall vom Brechschwall unterbrochen*

    "*ein seufzen* Ja warte sie, ich probiers nochmal."
    30 Sekunden später
    "Ja Meyer"
    "Spreche ich mit dem internistischen Aufnahmearzt"
    "Ja"
    "Ich hätte hier eine Pat., 87 jahre, die ich grade aufgenommen habe, bei der aber wohl die internistische Problematik momentan im Vordergrund steht, die würd ich gern heimatnah verlegen, und..."
    "Was hat die?"
    "Naja, übergeben wurde sie mit ner wahnhaften Depression (ca. ne halbe Minute Patientenvorstellung)"
    "Ist die ruhig?"

    *Ich höre einen Moment in mich hinein und versuche dem Teufel der mich zum 'ja' verführt zu widerstehen, scheitere aber knapp*

    "Naja, ne akute Fremd- oder Eigengefährdung liegt grade nicht vor. Wenn sie aufsteht würd sie wohl umfallen" *poltern aus dem Nebenraum mit der Schwesternschülerin*

    *Eine Sekunde zu langes Warten, aber eine Sekunde zu wenig um glaubwürdig zu sein*

    "Ja ne ich hab grad nochmal geschaut, wir haben leider keine Überwachungsbetten"
    "*zähneknirschen* Ok, danke..."

    -> Gespräch wiederholt sich dreimal, dreimal 10 Minuten Dudelmusik, osteuropäische Pförtnerinnen und Ambulanzärzte über deren Leiche allein psychiatrische Patienten die Türschwelle überschreiten. Dann hab ich die Schnauze voll.

    "Universitätsklinikum Pforte Innere Medizin"
    "(das übliche Bla bla)"
    "Ambulanz Schmitt"
    "Ich schicke euch ne 87-jährige Pat. mit V.a. exsikosebedingtes akutes Nierenversagen, die kommt mit dem Rettungswagen"
    "Ist die fit?"
    "Nein"
    "ok"
    "ok"

    Darauf bereitet einen in der Uni kein Mensch vor.
    Zu geil! Ich hab mich schlappgelacht.



  4. #64
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
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    Ober-Unarzt
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    20.707
    So wahr...

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


    Ich verkaufe diese modischen Lederjacken!



  5. #65
    Registrierter Benutzer
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    Ich übersetze das ganzen mal nach nach etwas mehr Erfahrung
    Wir haben hier gerade eine Fehleinweisung einer 87 jährigen Patientin, die dringend internistisch gesehen worden muss; der Kreatininwert ist deutlich zu hoch, wir gehen von einen drohenden oder akuten Nierenversagen aus, ausserdem isse noch ein bißchen verwirrt, was wohl zur Fehleinweisung geführt hat, dass darf man mit den Werten aber auch sein. Wohin soll ich sie schicken?

    Für Leute die sich gar zu unkollegial anstellen:
    Ach sie wollen sie nicht sehen, da sie nicht psychiatrisches hat, wird sie bei uns Entlassen: dann darf ich auf unseren Entlassungsbrief schreiben, "Laut telefonischer angabe von XY besteht kein internistischer Handlungsbedarf und die Patientin muss auch nicht internistisch angeguckt werden."

    Macht man aber nur wenn man sich auch recht sicher ist, dass die Patientin schwer krank ist und ausserdem ihre Sachen nicht selber für sich regeln kann. Die allermeisten Kollegen sind ja echt bemüht, trotz der ganzen Belastung, dass man den Patienten hilft. Und umgekehrt, wenn es nur ein wenig Excikose ist und sonstige Werte sind ganz passabel, haben wir in der Psychiatrie auch mal ein bissele NaCl angehangen und entlassen dann 2 Tage später, manchmal kann man ja auch gleich noch einen Aufenthalt dranhängen, ein paar Schmerzmittel reduzieren, Benzos ausschleichen ect. und hat hat dann manchmal überraschend fitte Patienten am Ende der Behandlung.



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