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  1. #1
    Guest

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    Hallo Medi-Learner!

    Also, mir fällt ein ganzes Mittelgebirge vom Herzen, daß das Mainzer Elend endlich abgegessen ist. Nun sitze ich hier und lasse bei Ella Fitzgerald und einem 12 Jahre alten Scapa alles noch mal Revue passieren:
    Insgesamt kann man ja sagen, daß sich wieder mal die 20-80-Regel bestätigt hat:
    Mit minimalem Aufwand ein optimales (wenn auch bislang inoffizielles) Ergebnis erzielen. Eigentlich kann man da nicht meckern, trotzdem will ich hier ein bißchen Kritik loswerden.
    1. Einige Fragen haben meiner Meinung nach nichts mit einem 2. Stex zu tun, sondern gehören eher in eine Facharztprüfung. So z.B. die Fluorwasserstoffverätzung, die Bestrahlung von Hauttumoren oder die Augenhintergrundbeurteilung, etc. Ganz besonders gilt dies im Hinblick auf das oft zitierte Ziel unserer Ausbildung: der praktische Allgemeinarzt!
    2. Da erwartungsgemäß Sozial- und Arbeitsmed. auch mich ziemlich reingeritten haben, muß ich sagen: Ich will doch verdammt noch mal kein Versicherungsvertreter werden! Ansonsten hätte ich mir vor 5 Jahren doch was anderes ausgesucht! Ich frage Euch, was hat an dieser Stelle Versicherungsrecht verloren ?!? Dafür gibt´s doch genügend bürositzende Prostatiker, die sich ständig Entscheidungen anmaßen, die ihre Kompetenzen überschreiten und die für ihren Dünnsülz auch noch viel Geld kriegen.
    3. Einiges Gefragte entbehrt in der klinischen Routine jeglicher Bedeutung. Ich glaube, daß ich mir diese Behauptung bei bisher 4 ½ - jähriger praktischer Notaufnahmenerfahrung erlauben darf. Daher dürfte beispielsweise niemanden interessieren, ob eine Kniegelenkslux wirklich in 20 % der Fälle vorkommt oder nicht, ob nun die Müller- oder Wolff-Gänge am Uterus duplex schuld sind oder ob der Parkinson-Tremor nun genau 12 – 18 Hz hat. Wichtiger ist da doch vielmehr das Erkennen der vorliegenden Pathologie und welche Konsequenzen ich daraus für Diagnose und Therapie ziehe.
    Fazit also: Vielleicht sollten die Damen und Herren in Mainz mal über Verhältnismäßigkeit und Praxisrelevanz nachdenken und die ewige Haarspalterei bleiben lassen!

    Gruß S.G.



  2. #2
    Guest
    Original geschrieben von Unregistered
    Hallo Medi-Learner!

    Also, mir fällt ein ganzes Mittelgebirge vom Herzen, daß das Mainzer Elend endlich abgegessen ist. Nun sitze ich hier und lasse bei Ella Fitzgerald und einem 12 Jahre alten Scapa alles noch mal Revue passieren:
    Insgesamt kann man ja sagen, daß sich wieder mal die 20-80-Regel bestätigt hat:
    Mit minimalem Aufwand ein optimales (wenn auch bislang inoffizielles) Ergebnis erzielen. Eigentlich kann man da nicht meckern, trotzdem will ich hier ein bißchen Kritik loswerden.
    1. Einige Fragen haben meiner Meinung nach nichts mit einem 2. Stex zu tun, sondern gehören eher in eine Facharztprüfung. So z.B. die Fluorwasserstoffverätzung, die Bestrahlung von Hauttumoren oder die Augenhintergrundbeurteilung, etc. Ganz besonders gilt dies im Hinblick auf das oft zitierte Ziel unserer Ausbildung: der praktische Allgemeinarzt!
    2. Da erwartungsgemäß Sozial- und Arbeitsmed. auch mich ziemlich reingeritten haben, muß ich sagen: Ich will doch verdammt noch mal kein Versicherungsvertreter werden! Ansonsten hätte ich mir vor 5 Jahren doch was anderes ausgesucht! Ich frage Euch, was hat an dieser Stelle Versicherungsrecht verloren ?!? Dafür gibt´s doch genügend bürositzende Prostatiker, die sich ständig Entscheidungen anmaßen, die ihre Kompetenzen überschreiten und die für ihren Dünnsülz auch noch viel Geld kriegen.
    3. Einiges Gefragte entbehrt in der klinischen Routine jeglicher Bedeutung. Ich glaube, daß ich mir diese Behauptung bei bisher 4 ½ - jähriger praktischer Notaufnahmenerfahrung erlauben darf. Daher dürfte beispielsweise niemanden interessieren, ob eine Kniegelenkslux wirklich in 20 % der Fälle vorkommt oder nicht, ob nun die Müller- oder Wolff-Gänge am Uterus duplex schuld sind oder ob der Parkinson-Tremor nun genau 12 – 18 Hz hat. Wichtiger ist da doch vielmehr das Erkennen der vorliegenden Pathologie und welche Konsequenzen ich daraus für Diagnose und Therapie ziehe.
    Fazit also: Vielleicht sollten die Damen und Herren in Mainz mal über Verhältnismäßigkeit und Praxisrelevanz nachdenken und die ewige Haarspalterei bleiben lassen!

    Gruß S.G.

    Die "Haarspalterei" ist die logische Folge i.) eines immer größer werdenden Wissenstandes und ii.) der Veröffentlichung der Altfragen über Jahre.

    Ein Parkinsontremor ist niederfrequent (wie sollte er auch anders sein ?), das sollte zur Beantwortung der Frage ausreichen. Das Versicherungsrecht wird nicht zuletzt in der heutigen Zeit immer wichtiger (auch für uns Ärzte). Die Beurteilung des Hintergrundes von Augen (z.B.im Rahmen der Hypertonie) halte ich schon für wichtig, über eine HF-Vergiftung mag man sich streiten. Nicht alles, was auf den ersten Blick unsinnig erscheint, ist es dann auch.


    Von meiner Seite herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer. Bin gespannt auf mein Examen im Herbst. Viel Spaß im PJ !


    Gruß, Christoph



  3. #3
    Guest
    Hallo
    In einem anderen String in diesem Forum schrieb jemand das es nicht das IMPP sei, das diese Fragen produziert, sondern der "nette" Prof von nebenan.
    Ein Prof hat uns mal erzählt er sei Gutachter für´s IMPP. In Biochemie. Er sagte später er habe 180 Fragen zur Begutachtung vorgelegt bekommen. Davon habe er ( als Biochemie-Prof ) mit Internet- Unterstützung, 60 Fragen nicht lösen können. Er meinte dann beschwichtigend, das diese Fragen natürlich nie gestellt würden.
    Mich beruhigte das nicht. Was soll man denn von einem Institut erwarten, das Fragen produziert, von denen von vornherein ca. 30 % Müll sind. Wenn die Praxisrelevanz oder Realität wollten, wären die Prüfungen anders. Ich verlange ja nicht das es leicht wird. Dazu tragen wir dann hinterher zu viel Verantwortung. Aber warum werden wir nicht z. B. an schwierigen ( anregenden ) Kasuistiken geprüft ? So könnten die Zensuren dann wirklich etwas über unsere Qualität aussagen. Solange es in den Prüfungen um seltene Vögel und aussterbende Arten geht und der "Morbus Eigenname" eine entscheidende Rolle einnehmen, macht man sich doch mit zu guten Noten in diesen Prüfungen bei Praktikern nur suspekt.
    Diejenigen, die das Hauptinteresse haben das zu ändern sind wir - Medizinstudenten. Nur - wir sind da durch. Für uns ist es gegessen.
    Man sollte eine Art Gegenwehr etablieren. Vielleicht kann man ja mit dem in diesem Forun an anderer Stelle angeklungenen Humor anfangen. Stellen wir dem IMPP doch mal unsere Fragen. Vielleicht wäre das einen neuen String wert.

    Aber ernst. Ich würde mich gern mal mit Leuten vom IMPP unterhalten über den Sinn und Unsinn ihrer Fragen .... ich bleibe wohl ehwig ein Träumer.

    Trotzdem nicht gefrustet

    Ralf
    Gruß aus Münster



  4. #4
    Guest
    Christoph, ich glaube, du mißverstehst mich etwas. Klar sind Augenhintergrund und Parkinsontremor wichtig, aber ich kenne keinen Allgemeinmediziner oder Internisten, der sich selbst einen Augenspiegel nimmt und dem Hypertoniker ins Auge guckt. Ich meine, das ist einfach zu speziell für Unsereinen. Außerdem gibt´s da doch so schöne Vordrucke, da steht "Konsil" oder "Überweisung" drauf... Und es gibt v.a. Leute, die sich mit so was auskennen (und auch noch Spaß daran haben). Selbst wenn ich Allgemeinpraktiker werden wollte (ich glaube, Trauma liegt mir da mehr), würde ich mir eine Fundusbeurteilung nicht zutrauen, schon allein wegen der möglichen rechtlichen Konsequenzen.
    Und zum Versicherungsrecht kann ich nur sagen: Zum Kotzen! (Tschuldigung) Es ist einfach traurig, daß das Wesentliche (nämlich der Patient) immer öfter in den Hintergrund gedrängt wird.
    Als nächstes kommt ja noch die Büroarbeit mit den DRG´s auf uns zu. Und wer weiß, was sich kluge Köpfe weiter ausdenken. Naja mir fällt da nur ein: Degeneration der Gesellschaft....
    Aber vielleicht bin ich ja noch zu enthusiastisch - gibt sich bestimmt recht schnell im Spital ... Hoffentlicht nicht!
    Aber egal.

    Allen, die schon ihre blauen Briefe für´s Mündliche vom LPA gekriegt haben wünsche ich nicht zu viele graue Haare (die kommen ja schließlich früh genug) und das gewisse Quentchen Glück. Wie´s aussieht, muß ich mich noch etwas gedulden.

    Gruß
    S.G. aus Jena



  5. #5
    Guest
    also ich kann schon verstehen, dass man sich über so manche fragen des impp´s ärgern kann, aber ich muß die lieben profs auch mal etwas in schutz nehmen. in einem so vielseitigen gebiet wie der medizin ist es eben unheimlich schwer gänzlich "nicht anfechtbare" fragen zu stellen. denn was ist denn schon eindeutig bewiesen. meistens geht es ja nur um lehrmeinungen.
    dann zu der aussage mit dem augenhintergrund kann ich nur sagen, dass ich die kritik überhaupt nicht verstehe. die berechtigung so eine frage stellen zu dürfen hängt ja nicht gleichzeitig damit zusammen, dass wir prüflinge in der praxis zweifelsfrei einen fundus beurteilen können. man sollte zumindest in der lage sein sich orientieren zu können und die wichtigesten krankheitsbilder (hypertonie etc.) im groben zu erkennen. konsil hin oder her. so etwas gehört wohl zur medizinischen allgemeinbildung. auch finde ich es wichtig, dass wir als teil des gesundheitssystems mit versicherungstechnischen fragen konfrontiert werden. ich bitte euch. sozialmed sind etwas 12 fragen. und die sachen die gefragt wurden, waren ja wirklich nur basics. klar nerven solche fächer, aber es ist doch als arzt wohl mehr als peinlich nicht zumindest einer überblick auch in diesem bereich zu besitzen.
    es ist immer leicht über das impp herzuziehen (sind übrigens alles profs von diversen uni-kliniken). aber so ein examen, das ja auch irgendwie zu abstufungen von 1-6 führen soll muß bei dem heutigen system eben auch fragen beinhalten, die fast keiner beantworten kann. dafür gibt es zu viele fragensammlungen etc. würde man praxisrelevanter prüfen, dann gäbe es ja noch mehr zweien und einsen. nicht das impp ist schuld, sonder das system. aber alles im allem brauchen wir uns bestimmt nicht beklagen. wenn man sich überlegt, dass man gerade mal 10000 fragen kreuzen muß um eine zwei zu bekommen. im übrigen sind doch etwa 35% gut bzw. sehr gut. also was wollen wir denn noch.....
    zumal ich mein medizinwissen bestimmt nicht zu einem großen teil durch die vorbereitung auf diverse examina erlangt habe, sondern durch die fünf jahre davor. in welchem studiengang gibt es denn noch so einfach gute noten.



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