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  1. #1
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    Hallo Zusammen! Schön, dass sich auf dieses Forum noch ein paar mehr so Nasen verirrt haben, die zunächst etwas anderes studierten und sich nun überlegen Medizin zu studieren. Ich werde nächstes Semester mein BWL Studium abschließen und habe in 5 vorherigen Praktika gemerkt, dass mir werder eine Linienfunktion in einem Unternehmen, noch Beratung oder Prüfung Spass macht. Alles sind m.E. nach ziemlich trockene und langweilige Jobs, die man zwar bei relativ gutem Geld mit nicht zu großem Aufwand bewältigen kann, die einem jedoch keine innere Befriedigung oder gar einen tieferen Sinn geben. Im Prinzip ein deal, langweilige Arbeit gegen Geld. Angefangen habe ich mein Studium, da ich viel ins Ausland kommen wollte und mich fuer Wirtschaft und Politik interessiere. Naturwissenschaften und Medizin zwar auch, aber mit BWL kann man ja bekanntlich "alles machen", ist schneller fertig und flexibler. Nun, nach knapp vier Jahren, einem BWL Diplom das wohl zwischen 1,2 und 1,4 liegen wird und einem Jobangebot in der Wirtschaftsprüfung überlege ich mir, ob ich mir das wirklich mein Leben lang antun möchte! Es ist echt der Witz, dank meines sehr erfolgreichen Studiums und meinem ausgeprägtem Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen (aus der Makro Perspektive, á la "Economist" lesen) halten mich so ziemlich alle Bekannten für den zukünftigen Top Manager und dabei möchte ich so einen Büro Job gar nicht, da er mich auf Dauer wohl kreuzunglücklich machen würde. Naja, mittlerweile hab ich meinen Eltern gesagt wie es aussieht (die sind aus allen Wolken gefallen) und werde im Sommer erst mal ein Pflegepraktikum zu "kritischen Überprüfung" meines neuen Berufszieles machen. Nun der Punctus Knaxus....wie aussagefähig ist ein Pflegepraktikum für den späteren Arztberuf. Die Tätigkeiten sind ja ziemlich verschieden ???? Ich gehe halt wirklich ein grosses Risiko ein, mit 24 nochmals ganz von vorne anzufangen. Aber man lebt eben nur einmal. Gibt es hier auch Leute, die das Zweitstudium (evtl. sogar nach einem WiWi Abschluss) schon in Angriff genommen haben und mir Ihre Erfahrungen schildern können ???

    ....Jetzt hab ich aber viel geschrieben

    Hoffe irgend jemand von Euch kann mir bei meinen Fragen weiterhelfen !!!



  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Trident
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    Bei mir ist es zwar nicht der gleiche Fall aber ähnlich...

    Ich war auf einem Wirtschaftsgymnasium und habe 2 Semester BWL studiert habe dann allerdings abgebrochen da ich in einem Medizinstudium eine bessere Grundlage für mich sehe.
    Bin auch wirtschaftsorientiert aber hätte keine Lust in einem typischen BWLer Job zu arbeiten. Mein Traum ist eine eigene Firma aufzumachen, jedoch brauch man dazu weder BWL noch riesige Kenntnisse in diesem Bereich. Eine sehr gute Idee und Aneignungen/Weiterbildungen reichen am Beginn vollkommen. Bis ich die allerdings habe verfolge ich meinen dritt Traumjob, was nunmal Arzt (vorzugsweise Orthopädie) in eigener Praxis ist (oder Chefarzt - ja träum weiter *g*). Vielleicht auch in Kombination mit Forschung.
    Das Studium bis zum Ende zu verfolgen war mir zu riskant (ungewisse Endnote / Studiengebühren /evtl. zukünftige Verweigerung eines Zweitstudiums etc.) und nun warte ich noch auf meinen Platz.

    Ich habe mein Pflegepraktikum auf einer Chirurgisch-Pädatrischen-Station gemacht und hatte auch ein gutes Händchen mit dem Krankenhaus. War bei interessanten OP´s dabei. Durfte fast täglich mit auf Visite und hab mich am Ende mit den Ärzten gedu´zt. Hab Jelkos gezogen und durfte auch mal unter Aufsicht spritzen. Konnte so einen schon recht tiefen Einblick gewinnen.
    Wenn du das richtige Haus erwischt, dann kann es schon sehr helfen. Es erleichtert es aber auch sehr, wenn man Bekannte hat, die Ärzte sind.

    Glaube aber nicht, dass man es als Arzt richtig rosig hat. Die Arbeit mag zwar interessant sein aber sie ist in Krankenhäusern auch mit starer Hirarchie verbungen (wenn man einen "Arsch" als Vorgesetzen hat wird das Leben u.a. weniger schön) und extremer Belastung. Bis man in eine Praxis kommt vergeht auch noch etwas Zeit und hat dann immer noch mind. einen 12 Stunden Tag.

    Viel Glück bei deiner Entscheidung.

    Gruß



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Hi Trident! Ja, da hast du etwas schneller als ich gemerkt, dass man für eine eigene "Geschäftsidee" nicht wirklich BWL studieren muss. Ich habe 2 "Entrepreneurship" Kurse gebraucht um zu merken, dass dort eigentlich nur logisches Denken in strukturierte Formen (Business Plan etc.) gegossen wird

    Insgesamt ist mir mein BWL Studium schon seit einiger Zeit viel zu profan, nicht unbedingt von der Schwierigkeit her (die Durchfallrate vor dem Vordiplom ist wesentlich höher als vor dem Physikum), sondern viel mehr von den Inhalten. Im Prinzip ist doch alles entweder blablabla (Marketing, allg. Management) oder in Gesetze und Regeln gegossene wirtschaftliche Logik (Rechnungswesen, z.T. Controlling) oder auf die Wirtschaft angewandt Finanzmathematik (Finance, z.T. Controlling). Komischerweise bin ich in meinem Semester anscheinen der einzige, der sich über den Sinn seiner Arbeit in den nächsten 45 Jahre Gedanken zu machen scheint.

    Gibts denn unter den Lesern hier jemanden, der schon sein Zweistudium in Angriff genommen hat & von seinen Erfahrungen berichten kann (ich denke diese sind für mich aussagekräftiger als einer der Medizin schon als Erststudium gewählt hat)? Haltet Ihr es für völlig gesponnen, ein (zumindest finanziell) attraktives Angebot aus der Wirtschaft auszuschlagen "nur" um sich selbst zu verwirklichen bzw. eine Tätigkeit anzustreben, die man langfristig (als noch Außenstehender) als sinnvoller und erfüllender empfindet???

    Witzigerweise können den Wechsel zu Medizin meine (BWLer) Freunde besser nachvollziehen als meine Eltern, die Ärzte sind und meinen mittlerweile sei die Situation der Mediziner ja so viel schlechter als früher und in "der Wirtschaft" könnte ich es ja sicher sehr viel schneller zu was bringen....



  4. #4
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    51
    les doch mal im OLDIE`S UND FAMILIY FORUM nach oder benutze die Suchfunktion dort gibt es einige die in ähnlichen Situationen sind.

    Grüßle Nine



  5. #5
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    Hi Nine, hab schon einige der anderen Beiträge nachgelesen. Leider konnte ich bisher noch keine Beiträge von Leuten finden, die den Schritt zum Med. Studium als Zweitstudium gewagt haben und nun von Ihren Erfahrungen berichten können. Ich gebe halt schon einiges auf, wenn ich mein (noch) aktuelles Stellenangebot aufgebe und beschließe, die nächsten 6 Jahre weiter ein (materiell gesehen ) armer Student zu bleiben. Naja, aber in einem Monat mach ich eh erst einmal das Pflegepraktikum. Wenn ich mir danach die Arbeit und das Umfeld dauerhaft vorstellen kann, probier ich es einfach. Habe schon ein bisschen Bammel davor so direkt mit dem Tod, schweren Verletzungen etc. konfrontiert zu werden. Aber es ist m.E. eben eine wirklich sinnvolle Tätigkeit, bei der man bei guter Arbeit noch etwas Gutes bewirken kann und nicht vor nem PC für relativ gutes Geld irgendwelche betriebswirtschaftlichen Kennzahlen errechnet oder Bilanzen prüft.

    Grüsse!

    medicusinspe (<-- schaun wir mal )



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