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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #31191
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    Zitat Zitat von epeline Beitrag anzeigen
    Das pj ist aber auch die letzte Chance, ärztliche Tätigkeit zu üben. Ich empfinde auch blutabnehmen nicht als sklavenarbeit.das gehört bei uns halt auch dazu.
    klar gehört das mit dazu. aber blutentnahmen und venenverweilkanülen legen sind so ziemlich das, was den armen studenten bereits während seiner gesamten famulatur und pj-zeit begleitet. das sind die ersten tätigkeiten, die garantiert immer gefordert wurden.
    gerade im pj sollte der fokus auf anderen dingen liegen. wie du schon sagst, es ist die letzte chance ärztliche tätigkeiten zu üben.
    mein eindruck war häufig, auch während meines eigenen pjs außerhalb meines wahltertials, dass für die ärzte denen ich zugeteilt war diese profansten aller ärztlichen tätigkeiten die haupttätigkeiten für den pj-ler waren.
    ich persönlich finde andere dinge wichtiger. ein pj-ler sollte im rahmen der stationsarbeit grundlegende dinge wie briefe schreiben (bitte aber auch nicht den ganzen tag), visitenführen, indikationsstellung für die anmeldung von untersuchungen, sinnvolle laboranmeldung und -befundung sowie die auswertung der grundlegenden diagnostik (röntgenbilder, ct) draufhaben. halt alles, was er braucht, wenn er ab tag 1 für eine station da ist. operativ wäre es wichtig (da gehe ich jetzt von meinem fachbereich aus), dass er selbständig das op-gebiet abwaschen und abdecken kann, dass er in der lage ist lokale betäubungsverfahren (oberst'sche leitungsanästhesie, mittelhandblock, handblock (letzteren eher in der theorie)) selbst zu stechen, dass er einfache wundversorgungen und wundverschlussverfahren kennt und beherrscht und bezüglich der indikationsstellung hochakute von weniger akuten operationsindikationen unterscheiden kann. kleine operationen sollen unter anleitung funktionieren. das anlegen von gipsschienen wäre gut oder zumindest in der theorie zu wissen was, wann, wie.

    wenn ich die sachen während eines vollständigen tertials halbwegs vermittelt bekomme (alles ist höchstwahrscheinlich nur bei sehr engagierten und interessierten PJs drin), dann ist das ein erfolg für die lehre. wenn der pjler das tertial verlässt und schlicht seine kenntnisse in sachen blutentnahme gestärkt hat, dann war das pj für den allerwertesten. letztlich muss auch gesagt sein: klar gibt es desinteressierte und miese pjler, aber auch jemand, der kein interesse am entsprechenden fachbereich hat, kann mit einer guten lehre zu einem wertvollen mitarbeiter werden. und hilfreicher werden pjler, je mehr sie wissen. und da liegt es an den ärzten das entsprechend zu fördern.



  2. #31192
    Von hier an blind Avatar von Logo
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    Um mal eine Sache klarzustellen:
    Ein PJler bedeutet für mich keine Entlastung, sondern Mehrarbeit.
    BEs macht der BE Dienst. Viggo leg ich nebenbei auf Visite.
    PJ-Briefe muss ich redigieren, im Sono/Echo/Endo verlangsamen PJler eher den Durchsatz...
    Nicht falsch verstehen, ich mache gerne Lehre - aber die Mega Hilfe ist ein Student jetzt nicht.



  3. #31193
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Logo Beitrag anzeigen
    Um mal eine Sache klarzustellen:
    Ein PJler bedeutet für mich keine Entlastung, sondern Mehrarbeit.
    BEs macht der BE Dienst. Viggo leg ich nebenbei auf Visite.
    PJ-Briefe muss ich redigieren, im Sono/Echo/Endo verlangsamen PJler eher den Durchsatz...
    Nicht falsch verstehen, ich mache gerne Lehre - aber die Mega Hilfe ist ein Student jetzt nicht.
    In der Zeit in der dein PJler aber den Brief diktiert hat, den du natürlich nochmal lesen, aber wenigstens nicht mehr diktieren musst, hattest du Zeit, die Nadel zu legen ;) Ansonsten hättest du erst den Brief diktieren müssen, dann die Nadel legen und dann ja trotzdem den Brief nochmal probe lesen müssen um Fehler der Schreibkraft auszuschließen. Ein PJler der die Visite mitdokumentiert, eine Anamnese schon mal zu Papier bringt, Patienten aufnimmt und (vor)untersucht, der selbstständig Untersuchungen anordnen kann (in Absprache mit dem Stationsarzt), nimmt meiner Meinung nach natürlich auch Arbeit ab. Und zwar so Kleinigkeiten, die der Arzt natürlich auch schnell (vllt schneller) erledigt hätte, aber die halt in den Arbeitstag auch irgendwie mit reingequetscht werden müssen. Wenn in der Ambulanz der Brief bzw Aufnahmebogen quasi schon fertig ausgefüllt ist und der Arzt dann ggfs nur noch was ergänzen muss, kannst du mir nicht erzählen, dass dir das keine Zeit spart. Immer vorausgesetzt natürlich, dass der PJler einigermaßen fähig ist und da nicht nur Schmarrn reinschreibt ;)



  4. #31194
    Neonaten-Schaukeldienst Avatar von aschenputtel1977
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    Meiner Meinung nach ist ein PJler maximal eine Woche Mehrarbeit. Ich erlebe nämlich die meisten motivierter als meine Kollegen und die haben alle ziemlich viel drauf. Nun ist die Allgemeinpädiatrie sicherlich sehr übersichtlich und man kann ne Menge Spaß haben. Aber nach ziemlich kurzer Zeit konnten "meine" PJanes tolle Briefe diktieren und haben sich mehr mit differentialdiagnostischen Überlegungen beschäftigt als so manch anderer. Wir haben nicht soooo viele PJs, aber doch immer mal wieder welche. Ich würde gern strukturierteren PJ-Unterricht anbieten, klappt nur aufgrund der dünnen Personaldecke nicht. Also Einzelunterricht "learning by doing". Und wenn wir dann einen "also wahrscheinlich Innere oder Allgemeinmedizin" zur Pädiatrie umdrehen können, bin ich hochzufrieden. Ich muss dazu sagen, dass die allermeisten meiner ärztlichen und auch schwesterlichen Kollegen genauso denken, so dass jeder sein Scherflein beträgt dazu. Läuft allermeist gut (hoffe ich).
    Geändert von aschenputtel1977 (15.07.2017 um 13:48 Uhr) Grund: Autokorektur korrigiert



  5. #31195
    Gast26092018
    Guest
    Naja, wenn man in einem kleinen Puffhaus arbeitet, dann nehmen sie vielleicht nicht viel Arbeit ab. Aber Pjler in Unikliniken nehmen bei dem hohen Patientenaufgebot dort viel Arbeit ab! Ich habe als Pjler Blut abgenommen, Viggos gelegt, Patienten aufgenommen, Kurven/Briefe geschrieben. Auf der Hämatoonko habe ich auch Chemos angehängt, Ek`s/Throm K transfundiert, auf Gasto Aszites punktiert etc. Ich mein es kommt drauf an wo man arbeitet und was man delegieren kann.



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