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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #34996
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von annekii Beitrag anzeigen
    Es sind in den Us keine Untersuchungen DURCH Augenärzte vorgesehen, aber es sind durchaus Untersuchungen Pflicht, die fast immer besser beim Augenarzt aufgehoben wären. Aber das ganze erst seit den neuen Kinderrichtlinien von 2017.
    U2 und U3: direkte Ophthalmoskopie
    Cool, dass das angesprochen wird, dazu hab ich direkt mal ne Frage Wir betreuen während der ITS-Zeit auch die Kinderzimmer umliegender Krankenhäuser und machen dort die U2. Die Ophtalmoskopie wurde mir jetzt mit "du schaust ob du den roten Lichtreflex siehst" erklärt, ist das wirklich alles worauf ich achten muss oder "muss" ich da mehr sehen? Es geht ja v.a. um den Ausschluss von Linsentrübungen oder?



  2. #34997
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Die Sehtests werden von den Orthoptistinnen gemacht. Kein Mensch schaut komisch, wenn ein Kind irgendwas nicht erkennen kann. Eine vernünftige Augenuntersuchung bei Kindern ist, Praxis mit Sehschule vorausgesetzt, überhaupt null und gar nicht traumatisierend. Selbst das Tropfen für eine Refraktionsbestimmung, so es denn nötig sein sollte, ist es nicht. Niemals!
    Nicht richtig. Meine Tochter hat inzwischen mehrere verschiedene Orthoptistinnen mitgemacht und eine davon war definitiv nicht für ihren Job geeignet. Sie war viel viel zu jung und hatte null Geduld oder Einfühlungsvermögen. War aber kein Problem Meine Tochter hat einfach völlig auf stur geschaltet und es ging gar nichts mehr.
    Meine persönliche Expertise eines (umso wichtigeren) Einzelfalls besagt: die Orthoptistinnen machen das schon. Und zwar meist ziemlich gut. Und bei jedem Mal macht das Kind besser mit. Wir waren aber auch "bissl" früher dran. Sie hat, wenn sie müde war, leicht geschielt, daher waren wir beim Augenarzt und der hat eine Fehlsichtigkeit festgestellt. Also hat sie mit zarten 10 Monaten eine Brille bekommen...



  3. #34998
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    @Hühnchen: Einschulungsuntersuchungen werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes durchgeführt. Das sind selten Orthoptistinnen. Auch für weitere Reihenuntersuchungen kommen meistens geschulte Laien, keine Fachleute

    @anignu: Solche Leute gibt es überall. Sie sind dennoch unter Orthoptistinnen eher selten. Den Job sucht man sich eigentlich nicht aus (oder fliegt in der Probezeit), wenn man mit Kindern nicht kann... Die Regel sind die Orthoptistinnen, die es schon irgendwie gut oder sogar sehr gut machen. Schön, wenn es bei Kindern so läuft, dass sie früh eine Brille bekommen, wenn sie die brauchen. Leider ist das nicht die Regel. Und informierte, engagierte Kinderärzte (wie hier im Forum annekii) gibt es leider nicht in ausreichender Menge.

    @Kandra: Wieso schamanische Laien eine direkte Ophthalmoskopie durchführen sollen (die ich als Augenarzt immer schwierig fand bei nicht weitgetropften Kindern, das geht doch mit der Lupe sehr viel einfacher) erschließt sich mir nicht. Ja, sicher, wenn du mit dem Ophthalmoskop ans Auge gehst, wirst du erst einen Fundusreflex sehen und auch erkennen, ob es Medientrübungen gibt. Aber mehr meistens auch nicht. Da finde ich den Brücknertest sehr viel zuverlässiger - und man muss dem Kind nicht so auf die Pelle rücken. Außerdem hat es den Vorteil, dass man einen Seitenvergleich hat und dass das Kind nicht ruhig halten muss.
    Bei der Ophthalmoskopie würde ich primär mal schauen, ob ich einen roten Fundusreflex finde, ob der an beiden Augen gleich aussieht, ob er homogen ist oder ob da Flecken drin sind. Mehr wird man ohne Übung kaum sehen. Eigentlich kann man mit dem Ophthalmoskop die zentrale Netzhaut anschauen. Wäre auch bei manch einem Kind nicht uninteressant...
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  4. #34999
    Diamanten Mitglied Avatar von annekii
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    Der Text aus der Kinderrichtlinie lautet
    j) Augen
    - Inspektion: morphologische Auffälligkeiten (z.B. Ptosis, Leukokorie, Bulbusgrößenauffälligkeiten, Kolobom); Nystagmus
    - Prüfung im durchfallenden Licht: Transilluminationsauffälligkeit bei Trübung der brechenden Medien
    Ich schaue auch einfach, ob der Fundusreflex bds. gleich rot ist und ob ich Trübungen und Flecken sehe. Geht denn Brückner im Alter der U2 und U3 schon gut? Ich habe bei der U4 (3 Monate) schon ziemlich Mühe, weil die Kinder sich noch so wenig für das Licht interessieren. Ab der U5 (5 Monate) finde ich es viel einfacher. Ich fühle mich auch nie sicher damit, aber dadurch, dass ich es ja alles bei jedem Kind machen muss, stellt sich sicher auch Übung ein und Abweichungen werden uns hoffentlich auffallen. Meine Kollegin hat zur U3 schon eine angeborene Katarakt rausgefischt.
    Ein Standpunkt ist kein Grund, sich nicht zu bewegen.



  5. #35000
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Prinzipiell ist es zum Ausschluss von Medientrübungen relativ egal, ob das Kind sich für Licht interessiert. Hauptsache, es hat die Augen auf. Ich habe den Brückner tatsächlich auch bei den ganz Kleinen, die mir zum Ausschluss Katarakt vorgestellt wurden, durchgeführt. Wenn man weiß, wie der Brückner normal aussehen sollte in diesem Alter, dann sieht man auch die Abweichungen. Und irgendwie erschließt sich der echte Brückner-Test auch ungeübten Personen leichter. Direkte Ophthalmoskopie finde ich halt schwierig und mangels direktem Seitenvergleich eben auch nur dann zuverlässig, wenn man das regelmäßig macht. Ich glaube, ich würde testweise einfach mal beides machen (dauert ja nur Sekunden und geht mit dem gleichen Gerät).
    Die Kinderrichtlinie sagt laut deinem Auszug ja nix darüber, wie man die Medientrübungen ausschließen soll.
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