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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #35831
    Diamanten Mitglied
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    17.03.2006
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    Zitat Zitat von mainzer Beitrag anzeigen
    .mal ernsthaft...versteh ich gar nicht...ich bemühe mich IMMER (also in der Regelarbeitszeit aber natürlich vor allem im Dienst) alles so schnell wie möglich abzuarbeiten...
    Was glauben die Kollegen denn mit langen Wechselzeiten zu erreichen?? Dass die inzwischen in der Pipeline angefallenen 8 anderen Notfälle nicht mehr drankommen?? Wohl kaum...
    Dann lieber fix durcharbeiten und früh im Bett liegen...Arbeitsverzögerung bedeutet in KEINEM Falle weniger Arbeit..
    Deren Kommentar ist wortwörtlich "ich werde für die Zeit bezahlt, nicht für die Anzahl an Narkosen...
    Und doch, es bringt sehr viel lange zu warten als Anästhesist. Man hat deutlich weniger Arbeit. Aus mehreren Gründen: falls es wirklich dringende Notfälle sind werden die teilweise nach extern verlegt, wenn man Tagdienst hat trifft es den Nachtdienst und wenn man Nachtdienst hat dann haben die Chirurgen vielleicht nachts einfach keinen Bock mehr. So bei Viszeral und Unfall üblich, wir Gefäßchirurgen sind da gnadenloser...
    Ich kenn auch so Spielchen wie "es kann jetzt im OP nicht weitergehen, es steht noch ein Notfall in der Pipeline" - "der Notfall ist ein Ileus der schon seit 3 Tagen auf Station liegt, heute schlechter wird und immer noch kein CT hat" - "ja, aber der könnte ja dann dringend sein, da müssen wir jetzt warten" usw... maximale Arbeitsverweiterung. Erstmal alles stoppen für einen Notfall der noch nicht mal bekannt ist ob es überhaupt einer ist...



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  2. #35832
    Dr. ml. Winselstute Avatar von Eilika
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    Endspurt zu... äh ja... zu...
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    Ich mag ja unsere Kardiologie. Ehm
    Wenn da ein Konsil kommt zur Narkosefähigkeit, dann geht der leitende Arzt mit dem Patienten auf die Treppe und wenn der Patient 2 Etagen schafft, dann gibt es kein Echo und keine sonstige Diagnostik. Dann kann der Narkose. Und unsere Anästhesie sagen fast immer, dass wenn die Indikation für die OP stimmt, eigentlich jeder Patient gemacht werden kann. Kann mich jetzt in den über 5 Jahren hier an 2 oder 3 verzögerte erinnern und an glaube ich 1 hoch elektiven Eingriff, der dann nicht stattfand...
    Denken ist allen erlaubt, vielen bleibt es erspart. (Curt Goetz)



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  3. #35833
    Zackeninterpret
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    München
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    Wobei das mit der Treppe schon ganz schön schiefgehen kann, Stichwort Kompensationsmechanismen und Kollateralkreisläufe. Gerade bei den jüngeren und fitteren Patienten sehen wir mit die schwersten Infarkte.
    Ich sehe das ganz pragmatisch. Entweder es gibt eine Indikation für ein kardiologisches Konsil, dann mache ich das auch lege artis mit EKG/Belastungs-EKG und Echo, oder es gibt keine, dann mache ich es gar nicht. Ansonsten hängt, wie so oft im klinischen Alltag, vieles auch von der Freundlichkeit des Konsilstellers, der Ausführlichkeit des Antrags und natürlich der persönlichen Beziehung zum Antragssteller ab.
    "Ich habe mein halbes Vermögen für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, die andere Hälfte habe ich verprasst." ( George Best )



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  4. #35834
    Kognitive Sollbruchstelle Avatar von Sebastian1
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    04.04.2002
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    Was mich wundert: Es gibt echt Kliniken, wo der Anästhesist "Kardiokonsil" ohne Fragestellung anordnet? Das ist natürlich grober Unsinn. Wenn ich ein Konsil will, dann muss ich natürlich auch sagen, warum.
    Und die können ja durchaus relevant sein. Beispiel von neulich: Anästhesiekonsil durch Chirurgie (vor der eigentlichen Prämed). Patientin mit Subileussymptomatik zunächst internistisch aufgenommen, letztlich subtotal stenosierender Sigmatumor. Geplant zur lap. Sigmaresektion. Im bereits vorliegenden Echobefund ausgeprägte pulmonale Hypertonie (PAP 60mmHg+ZVD), klinisch dabei aber in der Visitensituation gut kompensiert.
    Nur: Die dekompensieren sehr rasch. z.B. bei langer Kopftieflagerung plus Kapnoperitoneum. Also Umstellung auf offenes Verfahren, postop. IMC., was dann auch gut geklappt hat.

    In der Regel denken wir uns ja was bei unseren Fragestellungen (die wir dann aber natürlich auch selbst formulieren müssen).

    Das andere Thema: Arbeitsvermeidungsstrategien haben ja so einige Kollegen, das zieht sich durch die Fachabteilungen. Fängt beim einfachen "nicht meine Baustelle"-Turf an und geht weiter zum "ich hab keine Ahnung was der hat, also mal ab auf die ICU". Aber wie gesagt, das können alle Fachabteilunge ganz gut. und dass das Kompetenzspektrum von Koryphäe bis Konifere reicht, ist auch nix neues



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  5. #35835
    Zackeninterpret
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    as horsemen pass by
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    @ Sebastian1: Du bist doch lange genug dabei, um die klassischen Konsile zu kennen:

    Mein Liebling ist das klassische chirurgische Konsil: Herz? OP ? => kriegt dann schon mal die Antwort: Cor erkennbar, OP liegt meines Wissens nach noch immer im 1. Stock, wenn da nix fundiertes in der Anfrage steht und der Patient erkennbar nicht herzkrank ist.
    Die Anästhesie macht sowas, an allen Häusern, an denen ich bis dato gearbeitet habe, eher seltener, aber auch dort gibt es die eine oder andere Stilblüte an Nonsenskonsil, wie halt in allen anderen Fachrichtungen auch.
    Was bei manchen Anästhesisten eher nerven kann, ist der klassische Schlaubischlumpfmodus, wenn wieder ein Sandmännchen, häufig universitärer Zucht entstammend, alles besser weiß als der eigentliche Spezialfacharzt und seine Exzellenzmeinung vorbehaltlos in den Raum bläht. Das kommt, leider, häufiger vor als falsch ausgefüllte/insuffiziente Konsile.
    "Ich habe mein halbes Vermögen für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, die andere Hälfte habe ich verprasst." ( George Best )



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