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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #37596
    Diamanten Mitglied
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    Das Problem ist doch dass hier erfahrene Leute schreiben wie ein eher unerfahrener sich benehmen solle. Das klappt meist nicht. Hat bei mir auch nicht geklappt. Ich musste auch alle Fehler selbst machen und es auf die harte Tour lernen.

    Irgendwann weiß man dann zu priorisieren. Irgendwas mit dem Sozialdienst klappt nicht und der Patient ist einen oder drei Tage zu lang da? Ist mir doch egal. Nicht wirklich mein Problem. Inzwischen. Früher hab ich versucht sämtliche Hebel in Gang zu setzen, inzwischen seh ich das entspannt. Hat eine solche zu lange Verweildauer was mit Medizin zu tun? Nein. Wofür bin ich eingestellt? Um Medizin zu machen.
    Man lernt es halt auf die harte Tour wenn man sich mal mehrere Stunden intensiv bemüht einen Patienten los zu bekommen, das dann nicht klappt und man dann vom Chef einen Anschiss bekommt. Und man dann weiß dass man in der Zeit viel sinnvollere Dinge hätte tun können und man den Anschiss eh bekommen hätte.

    Ich war noch in keiner Klinik in der die Weiterversorgung eher super geklappt hätte. Das liegt meist nicht am Sozialdienst sondern die finden halt keinen Kurzzeitpflegeplatz, keinen Pflegedienst, kein sonstwas. Nicht mein Problem. Wenn die mir einen Antrag hinlegen füll ich den innerhalb von 24h aus. Zu einem Zeitpunkt den ich festlege. Meist Ende Vormittag oder Anfang Nachmittag. Die letzten Stunden des Tages sind dazu da dass ich nochmal die Sachen durchgeh ob ich nicht was wichtiges vergessen hab und den nächsten Tag plane. Nicht für solchen Papierkram. Und der Vormittag beginnt mit den medizinisch wichtigen Sachen. Und irgendwann nehmen die morgens wichtigen Sachen ab, dann passt so Zwischenzeugs gut rein...



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  2. #37597
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Die Unerfahrenen könnten es den Erfahrenen auch einfach mal glauben... Wie kann man sich nur so ausbeuten und besch**** lassen? Keine Weiterbildung, Überstunden (auch unbezahlt), Anschiss vom Sozialdienst und dann auch noch Druck, man solle seine in Überstunden gemachte NSV bitte nicht melden, weil man ja quasi gar nicht mehr da sein durfte. Ernsthaft??? Wieviele „harte Touren“ brauchts denn noch?
    Ja, das wird an dem Haus immer so weitergehen. Und warum? Weil es immer Leute geben wird, die zwar meckern und jammern, es sich aber gefallen lassen. Dann wundert man sich, dass sich nix ändert und schiebt es auf andere. Und wenn dann mal richtig was passiert und jemand zu Schaden kommt, ist das Geschrei groß. Dass man selbst aber diese Zustände am Laufen gehalten hat, das möchte man lieber nicht hören
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  3. #37598
    Diamanten Mitglied
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    Stimmt. Ich war nur selbst in manchen Bereich genauso blöd. Am Allerdümmsten war ich beim Thema Einspringen bei Diensten. Am Anfang hab ich quasi immer ausgeholfen, weil geht schon irgendwie, irgendwer muss es ja machen usw. Und als Belohnung an den Tagen natürlich nicht in den OP gekommen weil ich dann ja im Tagdienst nicht da war. Und solche Dienste werden einem ja nicht gedankt. Eher bekommt man bei fachübergreifenden Diensten vom Chef von einen Anschiss weil man nicht da ist. Und weil man ja unkompliziert geholfen hat wird man das nächste Mal auch wieder gefragt. Als Erstes. Weil ja so unkompliziert ist, weil man ja so schnell geholfen hat. Und wehe man hilft dann mal nicht aus. Dann aber! Dann kommt der Versuch von allen Seiten Druck aufzubauen.
    Und die Anderen? Es gibt Leute die grundsätzlich nie aushelfen. Die vertreten ihre Weigerung mit einer völlig unaufgeregten und entspannten Durchsetzungskraft über die ich nur staunen kann. Und weil sie nie einspringen, werden sie auch nie gefragt, weil man sie ja eh nicht fragen braucht.
    Und dann macht man halt schnell mal außerplanmäßig einen Nachtdienst zum Tagdienst dazu, weil geht schon etc., scheiß auf Arbeitszeitgesetz.
    Und irgendwann eskaliert es dann. Dann wird man auch noch im Urlaub, den man grad im Ausland verbringt, mehrfach angerufen dass man einspringen muss weil es sonst niemanden gibt der das machen könnte und man merkt: oha, jetzt ist doch was aus dem Ruder gelaufen. Und erst dann hab ich ernsthaft Konsequenzen gezogen.
    Und so ist es halt mit anderen Sachen irgendwie auch. Keine Weiterbildung: hatte ich. Hab es versucht zu ändern, war erfolglos, hab gekündigt... usw.
    Ich hab daher trotzdem immer wieder mal die "harte Tour" gebraucht auch wenn ich es eigentlich wusste dass alles schief läuft.



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  4. #37599
    Registrierter Benutzer
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    Ich bin naiv ins Studium gestartet und wusste natürlich, dass im KH nicht alles toll ist. Das die von Zilla beschriebene Situation aber mehr oder weniger flächendeckend vorkommt, hätte ich in einem Mangelberuf nicht in dem Maße erwartet. Es handelt sich ja um Papierkram und nicht um einen medizinischen Notfall. Dauernd geplante ÜS für Papierkram zu leisten, würde mir absolut die Freude am Beruf nehmen. Ich will eigentlich nicht auswandern, aber anscheinend muss ich es doch. Ich werde wohl eines der Psych-Fächer oder Allgemeinmedizin machen und diese Fächer sind auch chronisch unterbesetzt. Wenn man noch nichtmal in der Psychiatrie ohne Unmengen an geplanten ÜS auskommt.....



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  5. #37600
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Wie gesagt: Solche Zustände herrschen nur deshalb vor, weil sich Assistenzärzte dies alles aus mir immer noch unerfindlichen Gründen gefallen lassen. Aus welchem Grund auch immer da das Selbstvertrauen fehlt, für sich selbst vernünftige Arbeitsbedingungen einzufordern und dies ggf. durch kontrolliertes "Abbrennen" der Station zu untermauern. Ich werde das nie verstehen. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück und bin in diversen Stellen an Kollegen in der Assistentenrunde geraten, die alle auch keine Lust hatten, sich ausbeuten zu lassen.
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