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Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #56
    Auf dem Weg zurück... Avatar von McBeal
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    Zitat Zitat von juli!
    ist es sinnvoll, pj in frankreich zu machen, weil ich den eindruck habe, dass man nicht viel mehr als ein "extern" ist??? wer war zum pj in frankreich?
    gruss! und danke!
    Du bist als PJler nicht mehr als ein "externe", weil Du eben ein solcher bist. Studenten im klinischen Abschnitte heißen nunmal so und ein PJ wie in Deutschland gibts leider nicht.
    Man darf und kann (auch eben aus sprachlichen Gründen) deutlich weniger machen als in Deutschland, wobei es auf die Station ankommt (wenn Du ein wenig im Forum gelesen hast, wirst Du merken, dass das Moorhühnchen und ich unterschiedliche Erfahrungen machen).
    Außerdem kann man, wenn man richtig gut Französisch kann auch Dienste in der Ambulanz machen. Dabei ist man der erste im Patientenkontakt und stellt dann den Patienten den Ärzten vor etc. Dieses Arbeiten ist ziemlich selbständig und man kann viel machen (Anamnese, Untersuchungen etc.), aber ich z.B. traue es mir sprachlich einfach (noch) nicht zu. Vielleicht im zweiten Teil des Tertials.

    Für mich ist es auf jeden Fall eine Bereicherung für mein Leben: sprachlich und außerdem ist es für mich die letzte Chance, noch mal für längere Zeit als Nichttourist ins Ausland zu gehen. Später arbeiten möchte ich dort nämlich nicht. Und ich denke, dass man auch viel fürs Leben lernt, wenn man sich auf ein fremdes Land einstellen muss, das "Zuhause" für eine gewisse Zeit verlässt und sich selbst mal richtig als Ausländer fühlt. Das gilt natürlich für alle Länder.

    Dir alles Gute bei Deiner PJ-Wahl,

    LG aus Strasbourg,
    Ally
    Junior-Mitglied der "Das/Dass-Polizei"



  2. #57
    Magilltubenbenutzerin Avatar von Moorhühnchen
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    Zitat Zitat von capucine
    Was Du machen kannst und lernst, hängt viel von Deiner Eigeninitiave ab und was Dir die Internes zutrauen. Jdm der sich radebrechend nach jeder 2. med. Abkürzung erkundigt, wird man bestimmt nicht eigenverantworlich arbeiten lassen. Aber das geht Ausländern in Dtschl. genauso, ich habe das oft auf meiner Station erlebt...egal wieviel Du fachlich weisst,wenn es keiner merkt, weil Du es nicht vermitteln kannst, dann sieht es schlecht aus.
    So ist es! Nach den ersten 8 Wochen kann ich hier folgendes Fazit ziehen:
    medizinisch habe ich nichts, aber auch rein gar nichts gelernt. Der Wust an Abkürzungen scheint mir noch größer zu sein als in Deutschland.
    Wenn ich vorher dachte, meine Französischkenntnisse seien nach 7 Jahren Französisch in der Schule (Abi mündl. Prüfungsfach mit 14 Punkten) und mehreren Austauschen nach Chartres und in die franz. Schweiz zumindest ausreichend, um sich hier verständlich zu machen, so bin ich damit auf die Schnauze gefallen. Meiner Meinung nach hat dies bei weitem nicht ausgreicht...

    Wenn man gut spricht, dann bringen die Urgences medicales oder chirugicales am meisten. [...] Ich kann Frankreich nur empfehlen, aber ich denke man kann medizinisch keinen großen Zugewinn erwarten, wenn man sich nicht oder nur wenig verständigen kann...die Franzosen sind da recht anspruchsvoll!
    Wir haben hier im Wohnheim 2 Famulantinnen, die beide sehr gut Französisch sprechen - eine davon stammt aus Luxemburg. Ihnen wird durchaus viel zugetraut und so erschöpfen sich ihre Aufgaben auch nicht auf das "Befunde sortieren", auf das die Internes meiner Station zumindest tierisch abfahren....
    Daß wir letzte Woche wegen eines Kurses gefehlt haben, fiel wohl nur deswegen auf, weil die Röntgenbilder und Laborbefunde in einem nicht mehr überblickbaren Chaos versanken!
    Meine Motivation ist jedenfalls am A**** - ich habe weder an meiner Doktorarbeit weitergemacht (was ich mir aber nur selbt zuzuschreiben habe), noch habe ich mich im Krankenhaus nach den ersten 3 Wochen weiter bemüht, etwas machen zu dürfen........ und dabei ist es auch geblieben.
    Dafür genieße ich die letzten Sonnenstrahlen dieses Herbstes.

    Dann kommt es auf das Fach an, was Du in Frankreich machst im PJ... Chirurgie ist auch bei den Franzosen dafür bekannt, dass man dort als externe wenig macht und sich keiner um einen schert... die freuen sich, dann können sie mehr für ihre Prüfungen lernen.
    Auch hier kommt es darauf an, WO man ist. Ally hat bei den Traumatologen a durchaus gute Erfahrungen gemacht.... ich hoffe, daß ich ab morgen (nach meinem Wechsel in die Trauma) auch etwas davon abbekomme!!
    Don't be afraid of work - fight it!!





  3. #58
    Auf dem Weg zurück... Avatar von McBeal
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    So, da meine Zeit in Strasbourg in wenigen Tagen leider vorbei sein wird, kopiere ich jetzt mal hier mein Fazit, das ich an anderer Stelle gezogen habe, hier hinein:

    Chirurgie générale et digestive, Prof. Rohr (ehemals Station von Prof. Meyer), Hôpital de Hautepierre:
    Sehr viel Lehre (2-4mal pro Woche kleine Studentenseminar mit Fallbesprechungen aus Allgemeinchir, Trauma und Gyn), man muss/ soll Aufnahmen machen (zu Anfang für mich sprachlich sehr schwierig, dann aber besser und auf jeden Fall eine tolle Übung, was Sprache und Untersuchen betrifft) und diese dann am nächsten Morgen in der Besprechung
    präsentieren und natürlich OP (Zuschauen und Assistenz), wobei man bei Engagement auch Dinge wie Nähen, Kameraführung etc. machen kann
    Sehr nettes Team!! Der Chef war zu Anfang sehr cholerisch und den Deutschen gegenüber negativ eingestellt, was sich aber sehr gebessert hat. Mit ihm am Tisch stehen wollte ich aber trotzdem nicht, musste ich auch nicht. Vormittags sind Consultations der Internes und Chefs, nachmittags nur die der Chefs. In diesen erklären sowohl Prof. Rohr als auch Prof. Meyer und Frau Dr. Brigand sehr viel, bei letzterer durfte ich auch bei interessanten Befunden immer mit untersuchen (DRU und Rektoskopie bei Rektum-Ca., Hernien etc.).
    Befunde sortieren stand morgens auch an, aber das ist nunmal eine der Aufgaben der französischen Externes und natürlich habe ich die dann mitgemacht.
    Ich denke, dass ich besonders in den Seminaren und Consultations viel gelernt habe und das ohne, wie in D als Hakenhalter ausgenutzt zu werden und mich totzuarbeiten.

    Zum Drumherum: Super sind meiner Meinung die kostenlosen Sprachkurse der Uni im PEGE und an der medizinischen Fakultät, auf unseren Wunsch hin wurde auch zweimal ein Kurs zum Thema Arztbesuch/ Anamnese/ Untersuchung gemacht.

    Mein Fazit: Wunderschöne Stadt und das PJ ist für Leute wie mich, die nicht in die Chirurgie wollen, absolut empfehlenswert und angenehm. Wichtig ist aber auch wie in Deutschland (da hat Alley_cat absolut Recht ), sich zu engagieren und immer wieder nachzufragen und Hilfe anzubieten. Auch die französischen Studis sind sehr nett und an einem interessiert, wenn man erstmal Kontakt zu ihnen aufgebaut hat und waren mir gegenüber bei sprachlichen oder organisatorischen Schwierigkeiten sehr hilfsbereit - im Gegenzug habe ich ihnen dann natürlich auch mal Arbeit abgenommen.

    Bei Fragen zum PJ in Strasbourg stehe ich Euch gern weiterhin zur Verfügung.

    LG,
    Ally
    Geändert von McBeal (09.12.2007 um 20:52 Uhr)
    Junior-Mitglied der "Das/Dass-Polizei"



  4. #59
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    Hallo allerseits.

    Würde gerne mein letztes Tertial (Innere) an Anfang April 2008 in Frankreich verbringen.
    kann mir jemand einen Tipp geben, wo man das am besten machen sollte?
    Hätte Lust auf Bordeaux oder Nizza.

    Vielen Dank für Eure Hilfe.
    Falls vorhanden würde ich mich auch sehr über Bewerbungsadressen und -emails freuehn.

    Veieln dank im Voraus.

    PS.: Ist das zeitlich noch machbar bis Anfang April?



  5. #60
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    hallo,
    zeitlich wäre es bestimmt machbar, vorausgesetzt deine Uni hat schon vermerkt, dass du da im Ausland bist bzw. es ist noch änderbar. Also wenn du genug Druck machst, dann ist das in Frankreich auch noch prima kurzfristig machbar. Nizza ist sehr schön, habe ich auch versucht, aber da nehmen die Studenten immer zu festen Terminen an. Also immer vom 1. des Monats für 2 Monate bis zum 30./31. den darauffolgenden. Wenn das LPA bei dir so kulant ist, kannst du sicherlich auch dein PJ Tertial so legen (zB mit Urlaub und so), dass es klappt. In NRW ist das bei mir leider nicht möglich gewesen. Für die Uni in Bordeaux, es gibt wohl verschiedene Unis dort, gibt es sogar ein Online Formular zum ausfüllen, die sind echt schnell mit der Antwort. Einfach mal anrufen, anfragen ob das geht und dann die Bewerbung per Mail hinschicken. Irgendwo im Netz schwirrt ne Liste mit allen Unis in Frankreich rum, einfach mal alle anschreiben und da ist sicherlich was dabei!
    lg Michael



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