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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Registrierter Benutzer
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    @Evil:

    Lassen wir mal die Gnade der späten Geburt als mildernden Umstand für die Kommentare auf den Appell des Kollegen Kroll durchgehen.

    (Ich bin ein älterer Arzt aus dem Fa.de Forum, aber nicht Herr Kroll, Jg. 1961, seit 13 Jahren niedergelassen.)

    Lassen wir mal die Einkommensfrage beiseite, tatsächlich geht es vielen Niedergelassenen dank IGeL und Privatpatienten noch leidlich gut, (wobei sich das monatlich weiter verschlechtert) aber viele, gerade die jüngeren mit hohen Schulden, stehen durchaus mit dem Rücken zur Wand.

    Auch steht außer Frage, daß die Chancen für Berufsanfänger Eures Jahrgangs deutlich besser sind als zu meiner Zeit, als es etwa 100 Bewerber pro Stelle gab.

    Viel schwerer wiegt jedoch, daß ein genereller Umbau unseres Gesundheitssystems geplant ist, weg vom freiberuflichen Arzt, der nur seinem Gewissen verpflichtet ist, hin zu einer Gesundheitsindustrie, in welcher private Gesundheitskonzerne wie die Rhönkliniken (Aufsichtrat: Prof. Lauterbach!!) nicht nur über die stationäre, sondern mit ihren MVZs auch über die ambulante Medizin herrschen.

    ja, liebe(r) Evil, das Böse ist eben immer und überall.

    Und während Du noch stolz wie Oskar Dein erstes Blut abnimmst oder mal im OP ein Häkchen hältst, werden draußen Nägel mit Köpfen gemacht.

    Und Du wirst, sobald Du selbstverantwortlicher Arzt bist, erkennen, daß Deine Träume eines helfenden Berufes von seelenlosen Technokraten auf das Maß eines extern richtliniengesteuerten "Leistungserbringers" (so heißen wir für Kassen und Politik übrigens schon heute) geschrumpft wurden.

    Klar, auch das war Polemik, aber leider wahr.
    Träum weiter, aber beschwer Dich nachher nicht, man hätte Dich nicht gewarnt.



  2. #17
    The Cake is a Lie Avatar von Kackbratze
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    Die Frage der Niederlassung um dem Klinikalltag zu entgehen und endlich selbstständig arbeiten zu können spukt bei vielen im Hinterkopf herum.

    Und das es, egal ob Klinik oder Niederlassung nicht mehr alles so schön ist, wie früher, ist auch allen klar.
    Mir zumindest fällt auf, dass der "Gesundheitwagen" systematisch vor die Wand gefahren wird, aber wenn möglich immer nur von "den anderen Interessengruppen" und nicht von der eigenen.
    Warum "streiken" die Niedergelassenen nicht? Der Marburger Bund hat den Streikt organisiert, aber dabei nur die Klinikärzte vertreten.

    Wie sieht es mit Interessensverbänden der Niedergelassenen aus? Oder gilt da eher die Einzelkämpfermentalität? Oder eine "die KV wirds schon richten"?

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


    Ich verkaufe diese modischen Lederjacken!



  3. #18
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    04.11.2007
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    2
    Sehr gute Frage!
    Dazu wurden in Fa.de zig Threads gefüllt.

    Mal zusammengefaßt:

    1. Satt macht faul.
    Vielen geht es noch immer zu gut, sie profitieren vom System.

    2. Helfersyndrom, "Ethik-Nasenring"
    "Ich kann doch meine Patienten nicht im Stich lassen.

    3. Asozialität
    Jahrelange Knechtung deformiert den Charakter.

    Im Studium:
    "Lern mal das Telefonbuch von Berlin auswendig!"
    "Klar, bis wann habe ich Zeit?"

    Im Krankenhaus:
    "Halt den Haken gerade, Du Idiot!" (=ca. 27-jähriger Akademiker)

    4. Dummheit
    In Köln sagt man wohl: "Es ist noch immer gut gegangen"


    Noch Fragen:
    "Ich bin zwar pleite, spreche aber Latein!"




  4. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von Fino
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    Zitat Zitat von Kackbratze
    Mir zumindest fällt auf, dass der "Gesundheitwagen" systematisch vor die Wand gefahren wird, aber wenn möglich immer nur von "den anderen Interessengruppen" und nicht von der eigenen.
    Das ist Teil des Problems. Alle Beteiligten lassen kritische Selbstreflexion schoen aussen vor.
    Nocent docent
    Eifriges Mitglied der "das versus dass Polizei"



  5. #20
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
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    Westfalenpott
    Beiträge
    14.478
    Zitat Zitat von vaevictis
    Lassen wir mal die Gnade der späten Geburt als mildernden Umstand für die Kommentare auf den Appell des Kollegen Kroll durchgehen.
    Wie großmütig, Danke, oh großer Meister


    Zitat Zitat von vaevictis
    Und während Du noch stolz wie Oskar Dein erstes Blut abnimmst oder mal im OP ein Häkchen hältst, werden draußen Nägel mit Köpfen gemacht.
    Wenn Du mal von Deinem hohen Roß herunterkommst, können wir gerne sachlich diskutieren:
    in der Sache hat Kollege Kroll durchaus recht, aber sein Beitrag oben ist polemisch und unseriös; ich hab was gegen Bauernfänger (oder solche, die es gerne wären ). Zur obengenannten kritischen Selbstreflexion gehört auch, daß man nicht auf selbsternannte Heilsbringer hereinfällt.

    Was unser Gesundheitssystem angeht: natürlich ist der Karren an der Wand, und ich gehöre zu denen, die demonstriert haben und ich hätte auch gestreikt, wenn ich zu dem Zeitpunkt eine Stelle gehabt hätte.

    Aber unglaubwürdige Wichtigtuerei wie im Eingangspost oder selbstgerechtes Geschwafel in Internetforen bringt uns auch nicht voran.
    Weil er da ist!
    George Mallory auf die Frage, warum er den Everest besteigen will



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