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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    *hat sich verabschiedet* Avatar von hennessy
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    was würde uns dann voran bringen?
    Solange z.B. Vorstands-Mitglieder von Krankenkassen im Bundestag sitzen und quasi ihre eigenen Gesetze machen, werden wir demonstrieren können, wie wir wollen, es wird sich nichts ändern.
    Zitat eines Vorstandes im Gespräch mit Zahnärzten: "Ach, Euch Zahnärzterles zahlen wir doch aus der Portokasse!"
    Die einzige Chance, die wir haben, sind unsere Patienten. Leider spukt immer noch das Halbgott-in weiß-Image und die Millionärs-Fantasie in den Köpfen rum. Und hier wäre ein Ansatzpunkt. Wenn wir erreichen könnten, dass die Patienten nach jeder abgeschlossenen Behandlung eine Rechnung bekämen wie überall anderswo auch, dann wäre dies z.B. schon mal ein Riesenschritt. Die Patienten müssen z.B. aufgeklärt werden, wo überhaupt ihre Beiträge landen. Seht Euch mal die Verwaltungsgebäude der kranken Kassen an, seht Euch auch an, wer arbeitet und wer geschickt Arbeit vortäuscht.
    Diesen Grabenkrieg führe ich seit über 10 Jahren hier bei mir in meiner Praxis. Ergebnis: Immer mehr Patienten gehen selbst in die Verwaltungsgebäude und werden hier auch mal laut, wenn es sein muss.
    Im Sozialgesetzbuch steht z.B. drin: "Die Leistung muss ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten". Diesen Satz hören meine Patienten jeden Tag. Ausreichend heißt: Schulnote 4! Wollt Ihr so behandelt werden? Wehrt Euch!

    Wenn wir unsere Patienten auf unsere Seite bekommen, dann haben wir eine Chance. Aber dazu gehört Mut, Geduld und nicht zuletzt eine gehörige Portion Zeit. Eine Mentalität nach dem Motto: "Es bleibt ja eh, wie es ist, wir haben keine Chance" ist hier kontraproduktiv.

    Bitte diskutiert wenigstens darüber, auch mit Euren Patienten!!!!! Das ist der erste Schritt.

    gruß
    hennessy
    Ein Freund ist jemand, der Dich durchschaut
    und trotzdem nicht enttäuscht ist



  2. #22
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von Evil
    Dabei werden aber einige Fakten unterschlagen und die Situation von Herrn Kroll einseitig dargestellt, z.B. der Umstand, daß die ÄK Westfalen-Lippe sowohl die Ausbildung von Allgemeinmedizinern bezuschußt (die bezahlt immerhin die Hälfte meiner aktuellen Stelle) als auch als auch Praxisübernahme/-neugründung mit Prämien unterstützt wird.
    Ist das denn wirklich die ÄK? Oder doch die KV? Zumindest hier im Süden werden die Stellen von der KV bezuschusst.

    Wie dem auch sei, in beiden Fällen wird die Stelle ja nicht, wie man vielleicht denken könnte, von Vater Staat (oder gar den Krankenkassen) finanziert, sondern aus Beiträgen der Zwangsmitglieder. Die ÄK bzw. KVen finanzieren sich ausschließlich aus Beiträgen der Zwangsmitglieder.
    Auch das ist geradezu ein genialer Schachzug der Politik!
    Als großer Wohltäter ausgeben und den Ärzten, die aus finanziellen Gründen nicht mehr ausbilden können oder wollen, hintenrum die Ausgaben wieder aufs Auge drücken.
    Sollen die blöden Ärzte doch ihre Nachwuchsförderung selbst bezahlen, wenn schon keiner mehr den Beruf ergreifen will.
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  3. #23
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von hennessy
    Im Sozialgesetzbuch steht z.B. drin: "Die Leistung muss ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten". Diesen Satz hören meine Patienten jeden Tag. Ausreichend heißt: Schulnote 4! Wollt Ihr so behandelt werden? Wehrt Euch!

    gruß
    hennessy
    Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Alles ist so im Gesetzbuch nachzulesen. Und die anderen Ideen, die noch mittelfristig auf uns zukommen (Reduzierung der Krankenhäuser um ¼, Zerschlagung der flächendeckenden Versorgung, Abschaffung der niedergelassenden Fachärzte) ist ja im Buch von Professor L. nachzulesen. Manchmal pflegen deutsche Politiker ja ihre wirren Ideen in Büchern niederzulegen, damit hinterher keiner behaupten kann, er habe nichts gewusst.

    Man sollte übrigens im Hinterkopf behalten, dass Professor L. vom Rhön-Konsortium einen hohen fünfstelligen Betrag im Jahr erhält (jedem kleinen Beamten würde man dies als Bestechung auslegen). Also, wenn immer die Diskussion auf Fallzahlen kommt, auch daran denken. Was würde man sagen, wenn ALDI-Vetreter und Co. per Gesetz Mindestbesuchszahlen für Lebensmittelgeschäfte festlegen wollten????
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    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  4. #24
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    Zitat Zitat von hennessy
    ...... Wenn wir erreichen könnten, dass die Patienten nach jeder abgeschlossenen Behandlung eine Rechnung bekämenwie überall anderswo auch, dann wäre dies z.B. schon mal ein Riesenschritt. .....
    Es geht diesen niedergelassenen Kollegen aus den Facharzt.de-Foren um die Direktabrechnung mit allen Patienten. Sie wollen auch mit den Kassenpatienten wie mit Privatpatienten abrechnen.

    Sie wollen allen Patienten (auch den Kassenpatienten) eine GOÄ-Rechnung ausstellen, die von den Patienten direkt, d. h. ohne eine Überprüfung durch eine Krankenkasse oder Versicherung, an den Arzt bzw. ein von ihm beauftragtes Factoring-Unternehmen (=Inkasso-Unternehmen) bezahlt werden soll.

    Dazu hat es letztes Jahr auch eine Bundestagspetition des "Bündnis Direktabrechnung" gegeben:

    http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/b...PetitionID=265

    Im Bundestags-Onlineforum zu dieser Petition hat ein Kollege diese Forderungen sehr prägnant auf den Punkt gebracht: Link

    ich fordere neben den genannten positionen in der petition die leistungsgerechte honorierung meiner aerztlichen arbeit und fuer alle transparenz!

    daher fordere ich die abschaffung des sachleistungssystems und folgere die notwendigkeit der kostenerstattung, die nur ueber den weg der direktabrechnung zu verifizieren ist: jeder patient moge nach aufklaerung entscheiden, welche leistungen er vom arzt moechte, und muß diese auch bezahlen. damit reguliert sich das bisherige sozialschmarotzertum wesentlich! im nachhinein kann sich der pat. die angefallenen kosten von einer versicherung je nach vertrag erstatten lassen! das im sgb V fortgeschriebene bismarcksche system der sozialversicherung ist 130 jahre alt und gehört auf einen haufen der geschichte! es geht so nicht weiter! wir brauchen direktabrechnung mit dem patienten, der unser kunde ist wir brauchen schweigerecht- und pflicht wir brauchen freiberuflichkeit!!! wir brauchen keine 253 krankenkassen wir brauchen keine ""kassenärztliche vereinigung als körperschaft des öffentlichen rechts"" wir brauchen wie überall auf der welt das direkte verhältnis vom arzt zum patient, und der patient muß das auch finanzieren! wie er das dann mit einer versicherung regelt, kann nicht das problem des arztes sein!!!
    Achtung, die Seiten aus dem Bundestagsforum werden extrem langsam geladen!
    Geändert von Monas_Pseudo (15.11.2007 um 14:45 Uhr)



  5. #25
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Eine solche Situation wird natürlich von den Kassen und der Politik gefürchtet wie Tageslicht von den Vampiren. Dann müsste nämlich erklärt werden, wo das ganze Geld hingekommen ist. Zu den Ärzten nämlich nicht (Die Quartalspauschale liegt z.Zt. irgendwo zwischen 30 und 60 EUR, dafür kann der Versicherte mitsamt seiner Familie ein ganzes Quartal beliebig oft zum Arzt kommen, Medikamente eingeschlossen).
    Rechnung an Patient? Ja-bitte!!!! Ich glaube, ein Patient würde sich verschaukelt vorkommen, wenn er 1,20 EUR für eine ärztliche Beratung in Rechnung gestellt bekommen würde, und 10 ct. für die zweite. Oder würdet Ihr einem Mechaniker vertrauen, der für 2,50 EUR die Bremsen repariert hat? Wat nix kost, dat is ooch nix, sagt man in Köln.

    Wer noch Zweifel hat: schon mal gefragt, warum die Chipkarten der GKV im Nicht-EU-Ausland gar nicht und innerhalb der EU nur zähneknirschend akzeptiert werden? Eigentlich müsste man sich doch darum reißen wie um eine Kreditkarte. Das suggeriert zumindest die Werbung. In Wirklichkeit kommt sich auch ein Arzt in Tunesien (in Florida sowieso) vergackeiert vor, wenn er dann von einer Gesundheitskasse solche Beträge überwiesen bekommt (und selbst die noch verzögert).

    Ist den irgendjemand hier, der sein Auto immer von der Versicherung reparieren lässt, ohne Mitsprache bei der Werkstattwahl- und ohne Erhalt einer Rechnung?
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