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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Erstmal sorry für den unpräzisen Threadtitel. Ich hatte den absichtlich so formuliert, weil ich das Wort Suizid im Titel vermeiden wollte.

    Es geht um Suizid durch Unterlassen von Essen und Trinken. Also nicht um Fasten oder Hungerstreik, denn diese Leute trinken noch, weil sie nicht sterben wollen.



    Ich hab hier ein Abstract zu einer Umfrage unter Hospizpersonal in den USA gefunden, in der nach Erfahrungen mit Patienten gefragt worden war, die durch das Verzichten auf Essen und Trinken früher gestorben waren.

    Wie gesagt: Es ging um schwerkranke Patienten in Hospizen. Die meisten Patienten sind 15 Tage nachdem sie das Essen und Trinken aufgegeben hatten gestorben.
    Jetzt frage ich micht, wie das bei Menschen wäre, die nicht schwer krank wären. Würde das bei denen wohl auch funktionieren? Wie lange würde es wohl bei denen dauern?


    N Engl J Med. 2003 Jul 24;349(4):359-65.

    Nurses' experiences with hospice patients who refuse food and fluids to hasten death.

    Ganzini L, Goy ER, Miller LL, Harvath TA, Jackson A, Delorit MA.

    Department of Veterans Affairs, Oregon Health and Science University, Portland, Oreg, USA.

    BACKGROUND: Voluntary refusal of food and fluids has been proposed as an alternative to physician-assisted suicide for terminally ill patients who wish to hasten death. There are few reports of patients who have made this choice.

    METHODS: We mailed a questionnaire to all nurses employed by hospice programs in Oregon and analyzed the results.

    RESULTS: Of 429 eligible nurses, 307 (72 percent) returned the questionnaire, and 102 of the respondents (33 percent) reported that in the previous four years they had cared for a patient who deliberately hastened death by voluntary refusal of food and fluids. Nurses reported that patients chose to stop eating and drinking because they were ready to die, saw continued existence as pointless, and considered their quality of life poor. The survey showed that 85 percent of patients died within 15 days after stopping food and fluids. On a scale from 0 (a very bad death) to 9 (a very good death), the median score for the quality of these deaths, as rated by the nurses, was 8.On the basis of the hospice nurses' reports, the patients who stopped eating and drinking were older than 55 patients who died by physician-assisted suicide (74 vs. 64 years of age, P<0.001), less likely to want to control the circumstances of their death (P<0.001), and less likely to be evaluated by a mental health professional (9 percent vs. 45 percent, P<0.001).

    CONCLUSIONS: On the basis of reports by nurses, patients in hospice care who voluntarily choose to refuse food and fluids are elderly, no longer find meaning in living, and usually die a "good" death within two weeks after stopping food and fluids.

    Copyright 2003 Massachusetts Medical Society

    Publication Types:
    Comparative Study
    Research Support, Non-U.S. Gov't
    PMID: 12878744 [PubMed - indexed for MEDLINE]
    Geändert von zweistein (01.02.2008 um 12:24 Uhr)



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  2. #2
    Bayer auf Abwegen
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    Ganz ohne Fluessigkeit glaub ich nicht, dass ein Schwerkranker 15 Tage aushaelt. Da sollte nach einigen wenigen Tagen bereits Schluss sein.

    Beim Gesunden siehts aehnlich aus. Die Fluessigkeitszufuhr ist der limitierende Faktor. Ohne Nahrung haelt mans eine ganze Weile aus, aber ohne Wasserzufuhr nur ein paar Tage.



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  3. #3
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    Schon zu biblischen Zeiten wurde über 40-tägiges Fasten berichtet!
    Auch heute gibt es Fastenkuren z.B. Weckbecker-Klinik z.B. 3-wöchiges Heilfasten, es gibt während dieser Zeit nur Gemüsebrühe u. Säfte; die Pat. (Kunden) fühlen sich anschließend häufig vitaler (u. ärmer )
    Die mögliche Fastendauer hängt vom Ausgangskörpergewicht (genauer vom BMI) ab, im Falle von 80kg bei 1,80 m kann ich ca. 40 Tage ganz gut durch; bei 100 kg bei 1,80 m sicherlich auch ca. 50 Tage.
    Kritisch wird es sobald das Körpergewicht unter 45 kg (bei Normalgröße sinkt) bzw. BMI < 17,5



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  4. #4
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    Es geht nicht um Wellness-Fasten, sondern darum:


    Voluntary refusal of food and fluids has been proposed as an alternative to physician-assisted suicide.



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  5. #5
    Ach dei Gschmarri
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    Bis zu 200 Tage ohne Nahrung laut wiki...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hungertod

    Ganz interessant zu dem Thema, wie ich finde. Die Frage, die ich mir stelle ist folgende: Haben diese Patienten ein reduziertes Durstgefühl aufgrund von Alter/Krankheit? Ich kann mir vorstellen, dass es möglich ist sich zu Tode zu hungern aber Flüssigkeit zu verweigern stelle ich mir bei normalem Durstgefühl grausamst vor. Ich denke, dass ohnehin schon kranke Patienten durch den provozierten Eiweißmangel bei Nohrungsverweigerung schneller dahinsichen.
    Es grüßt der medijan

    "wenn ich paranoid wäre, dann würde mir das doch verdächtig vorkommen"



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