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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #51
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von MediMephisto
    Unwahrscheinlich....
    Propofol wird über CYP 2B6 und 2C9 abgebaut, Alvesco über 3A4....gab gibts zwar Hinweise, einige Phenylpiperidine als 3A4 Substrate in ihrem Abbau durch 2,6-Diisopropylphenol gehemmt werden aber die Signifikanz des ganzen ist noch ungeklärt und nur ein in vitro Ergeebnis...
    Vielen Dank für den interessanten Hinweis. Ich hatte ja gehofft, dass sich im Forum jemand findet, welcher sich mit dem Spezialbereich auskennt...Glück gehabt Danke!

    Und ich hab noch ne Frage an den Experten
    Ist es nicht so, dass die Pharmakokinetik von Propofol noch nicht restlos aufgeklärt ist? Müsste man daher nicht anstatt "unwahrscheinlich" besser "noch unbekannt" sagen???



  2. #52
    Bayer auf Abwegen
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    Assistenzarzt
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    2.892
    Wie kann man sich nur an einem Medikament so aufhaengen, irgendwie pack ich das nicht.

    Auch wenn man grundlegende molekulare Ablaeufe (noch) nicht kennt, kann man doch aufgrund der Klinik etc. Wahrscheinlichkeiten angeben oder? Das eine schliesst das andere nicht aus.



  3. #53
    non-pulsatile flow master
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    Von welcher Substanz ist die Pharmakokinetik und Dynamik schon restlos aufgeklärt, spätestens wenn du 3-4 Medikamente appliziert hast, kann dir keiner mehr sagen was eigentlich wirklich damit passiert.

    Meine Ansicht:
    1. Symptome deines Falles sprechen nicht für ein Propofolinfusionssyndrom:
    - unwahrscheinlicher Patient(Kein Kind, sehr selten nur Erwachsene betroffen. Keine Intensivpatient, bisherige Fälle waren Patienten mit akuter Neurologie bzw. Infektion, mit Sepsis/septischen Schock, Katecholamintherapie und iv. Steroiden)
    - unwahrscheinlicher Applikationsmodus (alle Fälle traten nach langzeitanwendung auf)
    - unwahrscheinliche Symptomkonstellation (Schmerzen (Myalgien?) ohne Rhabdomyolysenachweis, metabolische Azidose, Nierenversgaen und akute Herzinsuffizienz; Atemnot passt gar nicht rein, könnte ja ein Asthmaanfall aufgrund der unerwarteten Schmerzen sein, oder ne Lungenembolie oder sonst was...)

    2. Es ist in der Form noch nie beschrieben worden, bei einem Medikament was weltweit derartig breite Anwendung unwahrscheinlich, nicht unmöglich ja, aber unwahrscheinlich. Es gibt auch keine beschriebene Propofolinduzierte postoperative Myalgie oder sowas...

    Mein Fazit: Was diese Patientin hatte ist in der Tat merkwürdig und untersuchungswürdig....hatt das mal jemand publiziert? Ist es Propofolinfusionssyndrom?, unwahrscheinlich. Letztlich kann jetzt und hier keine sagen was sie hatte und woran es lag...Spekulationen und Pharmakovigilanz hin und her....


    MFG



  4. #54
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von MediMephisto
    Von welcher Substanz ist die Pharmakokinetik und Dynamik schon restlos aufgeklärt, spätestens wenn du 3-4 Medikamente appliziert hast, kann dir keiner mehr sagen was eigentlich wirklich damit passiert.
    tja..ein Fakt, welchen manche (vorgesetzte !)Kollegen verneinen.....womit wir wohl oder übel aber leben müssen
    Mein Fazit: Was diese Patientin hatte ist in der Tat merkwürdig und untersuchungswürdig....hatt das mal jemand publiziert? Ist es Propofolinfusionssyndrom?, unwahrscheinlich. Letztlich kann jetzt und hier keine sagen was sie hatte und woran es lag...Spekulationen und Pharmakovigilanz hin und her....
    Danke, so denke ich auch. Und das wäre tatsächlich (stärker) untersuchungswürdig gewesen...allerdings das liebe Budget wieder einmal....so wird die Ursache wohl ein Geheimnis bleiben....
    Vielen Dank für die Geduld und Mühe



  5. #55
    Registrierter Benutzer
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    36
    Zitat Zitat von Dr. Pschy
    Wie kann man sich nur an einem Medikament so aufhaengen, irgendwie pack ich das nicht.
    Tja, stimmt irgendwie
    Auch wenn man grundlegende molekulare Ablaeufe (noch) nicht kennt, kann man doch aufgrund der Klinik etc. Wahrscheinlichkeiten angeben oder? Das eine schliesst das andere nicht aus.
    hmm...hmm...ja doch....
    .."Wobei das Denken in Wahrscheinlichkeiten auch bestimmte Probleme aufwirft"....(sorry )
    • z.B. Welche Wahrscheinlichkeiten kann man tolerieren, welche nicht?


    • z.B. Reichen die Warnhinweise für gewisse auftretende Wahrscheinlichkeiten(Wahrscheinlichkeitshäufungen) bei multimorbiden Patienten mit entsprechend vielfältiger Medikation aus?


    • z.B. Wie viele "Wahrscheinlichkeiten" kennen wir nicht, weil sie von den verantwortlichen, behandelnden Ärzten erst gar nicht gemeldet oder in Zusammenhang mit Medikamentenwechselwirkungen gebracht werden...???



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