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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #31156
    Diamanten Mitglied Avatar von vanilleeis
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    Von deinen Beschreibungen her habe ich immer dem Impuls zu sagen, dass sie noch recht unreif sind. Gerade das fehlende Interesse an andern Kindern ist ja was, was noch typisch für das Kindergartenalter ist.
    Zur Diagnostik: wenn das Kind in der Kita auffällig ist, empfehlen wir Diagnostik vor Einschulung, um vor Einschulung etwas verändern zu können oder auch die Rückstellung zu begründen. Bei so frisch eingeschulten überlagert die Anpassungsleistung aktuell zu sehr das Verhalten, um es sicher beurteilen zu können. Von daher würde ich wie ihr schreibt ein halbes Jahr warten, bei Status Idem dann aber Diagnostik forcieren. Dann kann man das zweite Halbjahr nutzen, sollte Therapie notwendig sein und eventuell das erste SJ einfach wiederholen.
    Ein ADHS, das diagnostiziert ist, kann schon Erleichterung bieten durch Medikation oder der Möglichkeit eines sonderpädagogische Förderungsbedarfs. Aber ist halt auch immer ein Label, das die Kinder tragen.

    Sind sie denn rechnerisch überhaupt schon sechs (also nach errechneten geburtstermin)? Und urologisch abgeklärt ist sie?



  2. #31157
    Diamanten Mitglied Avatar von Colourful
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    Das mit dem „eher nicht helfen“ meinte ich wegen des Labels - ich denke nicht, dass es in der Realität so einfach ist, dass man dann mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Medikation locker flockig eine normale Schullaufbahn durchläuft, ist ja auch für Lehrer immer so ein Label.

    Und ja, „unreif“ trifft es wahrscheinlich besser. Hat P. denn Freundinnen?

    Und wenn „unreif“ der Fall ist, dann wäre es doch gerade klug noch mal zu warten, oder?



  3. #31158
    Diamanten Mitglied Avatar von Fr.Pelz
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    Rechnerisch sind sie gestern 6 geworden. P. Hat ja den Schuleingangstest und auch die Tests von Kita und zur Schulanmeldung super bestanden. Wenn dann, ist sie nur im sozialen Bereich unreif und man hätte sie uns sie gar nicht zurückstellen lassen. Sie kam zb mal aus der Kita und meinte, sie hätte einen neuen Freund, wusste dann aber seinen Namen nicht und hat ihn danach auch nie wieder erwähnt. Sie spielt schon mit anderen, aber nie ausdauernd und mit Bindung. So richtige Freunde hat sie nicht. Aber vielleicht kommt das ja noch.
    And then again, it´s not out of the realm of extreme possibility...



  4. #31159
    Jodelschnepfe Avatar von Hoppla-Daisy
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    Als Urologin muss ich sagen, dass Diagnostik erstmal warten kann. Aus der Ferne sehe ich eher ein Anpassungs- und Reifedefizit. Bevor ich urologischerseits ein Kind „pathologisiere“, rate ich den Eltern erstmal zum Tagebuch mit Notizen über Besonderheiten sowie allgemeinem Miktionstraining.

    Sollte das Problem anhalten, kann man noch immer organisch abklopfen. Geduld!



  5. #31160
    Diamanten Mitglied Avatar von annekii
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    Ich rate auch immer viel zu Geduld, wenn ich auch anderweitig ein Reifedefizit sehe, Arg tief schlafen ohne Arousalfunktion ist einfach auch eine Verzögerung. In der gesamten Grundschule stand in den Schreiben zur Klassenfahrt immer, dass sich Eltern von Bettnässern mit den Lehrern in Verbindung setzen sollen, damit sie es diskret regeln können. Das passt auch zu unserer eigenen Statistik, dass es immer noch welche gibt, die in der Grundschule damit zu tun haben.


    Ich weiß nicht, ob das mit den Freundschaften unbedingt ein Reifeprozess oder auch nur Charakter ist. Auf jeden Fall sieht man, dass Kinder da in beide Richtungen super schnell sein können. Klassisch sind ja die Gespräche à la "Mama, ich hab ne neue Freundin" - "und wie heißt sie?" - "weiß ich nicht". Darum geht es da wohl irgendwie nicht. Man versteht sich, spielt und zack ist man Freund.

    Zur Diagnostik ADHS sollte man mitbedenken, wie lange die lokalen Wartezeiten sind. Wenn ich hier sage, wir warten nochmal 6 Monate, müsste ich heute anmelden, um dann einen Termin zu haben. Ich merke, dass ich in der allgemeinpädiatrischen Praxis wenig bis gar keine gute Screeningmethode dafür habe. Ein bisschen geht es mit dem SDQ, den wir in den Selektivverträgen bei U10 und U11 drin haben. Vermutlich überweise ich zuviel zur Diagnostik. Aber meistens kommt die Anfrage auch nicht zur Diagnosestellung, sondern damit ich Ergotherapie verschreibe, um das zu therapieren. Aber da gehört einfach eine Diagnostik vorangestellt, denke ich. Da aber die Eltern bei uns deutlich weniger Leidensdruck haben, wenn schon mal Ergo läuft, gehen sie dann nicht mehr. Abgesehen davon, dass wir als Diagnose für Ergo gar keine Konzentrationsproblematik schreiben dürfen.

    Hier ist im Wohnort die erste Schule wieder dicht, nachdem nur Klassenschließung nicht gereicht hat. Und der Praxislandkreis ist Hotspot des ganzen Bundeslandes. Wir hatten jetzt so tolle Zeit seit Schulanfang, auch mit tollen Projekten, heute zB. ein Geländespiel mit Förderung von Zusammenarbeit, Sozialkompetenz, usw. A. kam total platt, dreckig, verschwitzt und überglücklich wieder. An diesem Gymnasium läuft so viel toll, dass man nur heulen könnte, dass es vorher noch nicht so war. Aber zum Glück muss man ja nicht zurückschauen.

    auch für Schulschließung ist nun vorgesorgt. Sie treffen sich jeden Tag um 8 zur ersten Doppelstunde (80 min) per Gruppenvideochat, dann sind die Folgestunden per Moodle mit Aufgaben zu erledigen und um 12:30 sind wieder 80 min online Unterricht. Danach noch Hausaufgaben. Damit bekommen sie eine Tagesstruktur, bleiben im Kontakt und wir Eltern sind deutlich entlastet. Denn ein großes Problem war bei uns allen, dass die Kinder überhaupt anfangen und eine Struktur finden.
    Die Schulstiftung hat zusammen mit dem Land, privaten Geld- und Sachspenden viele Endgeräte besorgt, da jedes Kind ein eigenes haben soll (ein Smartphone wird nicht als solches gezählt und auch kein Rechner, den auch ein Elternteil für Homeoffice oder ein Geschwisterkind fürs Homeschooling benutzt).
    Ein Standpunkt ist kein Grund, sich nicht zu bewegen.



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