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Umfrageergebnis anzeigen: Muss die Krankenschwester die Anordnung eines Arztes befolgen oder nicht?

Teilnehmer
37. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, immer und ausnahmslos.

    10 27,03%
  • Ja, aber nur wenn sie denkt, dass es richtig ist, was der Arzt sagt.

    1 2,70%
  • Ja, aber nur, nachdem der Arzt ihr erklärt hat, warum sie das tun soll.

    3 8,11%
  • Ja, aber nur, wenn sie den Arzt mag.

    0 0%
  • Nein, niemals. Die Krankenschwester muss nicht die Anordnungen eines Arztes ausführen.

    0 0%
  • Nein, wenn sie denkt, dass es falsch ist.

    5 13,51%
  • Nein, aber wenn der Arzt nett ist, kann sie es auch mal tun.

    1 2,70%
  • Alle Antworten sind richtig.

    2 5,41%
  • Nachts ist kälter als draußen.

    5 13,51%
  • Diese Umfrage ist ziemlicher Blödsinn.

    14 37,84%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 21 bis 25 von 299
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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    ist ach so unsensibel
    Registriert seit
    18.10.2007
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    unterm Bett
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    altes Häschen
    Beiträge
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    Bei uns gehen Schwestern immer zur Visite mit - die Visite findet immer zu einer festen Zeit statt.
    Anordnungen schreiben wir normalerweise selbst rein. In seltenen Fällen ordnen wir etwas mündlich an, und die Schwester trägt es ein. Ich denke, daß es besser ist, wenn man die Anordnungen selbst schreibt, weil man im Zweifelsfall immer nachweisen kann, daß man die betreffende Anordnung gemacht hat.

    Im PJ war ich in einem mittelgroßen Lehrkrankenhaus und an der Uniklinik. In der Chirurgie ging es noch einigermaßen; in den anderen Abteilungen waren die Pflegekräfte eine Zumutung. Insbesondere im Lehrkrankenhaus waren viele Stellen nicht besetzt, und ich als PJler mußte zeitweilig als Stationsarzt herhalten - deshalb habe ich das Verhalten der Schwestern auch aus "Assi"-Sicht erlebt. Sie waren faul, unglaublich arrogant und begriffsstutzig. Ich sah die meisten wesentlich häufiger beim Kaffeetrinken als beim Arbeiten. Sobald irgendetwas nicht so laufen sollte "wie immer", lief alles schief, weil die betreffenden Pflegekräfte meist zu dumm waren, um vom gewohnten Schema abzuweichen. Dafür aber galten solche Dinge wie das Anhängen von Antibiotika und sogar das Richten von Infusionen (!!!) als ärztliche Aufgaben (die natürlich nur zu gern auf PJler abgewälzt wurden). Wenn ich eine außerplanmäßige Blutentnahme machen wollte, mußte ich die Röhrchen selbst richten - daß ich die auch selbst ins Labor bringen mußte, war sowieso selbstverständlich.
    In diesen Häusern habe ich auch genau gesehen, wie die Pflegedienstleitung beim Ansprechen solcher Probleme reagierte, nämlich grundsätzlich pro Pflegepersonal. Jeder Mist wurde verteidigt, als sei es ein durch die Verfassung garantiertes Grundrecht. Das Pflegepersonal und deren Dienstleitung haben sich selbst von Chefärzten nichts sagen lassen. Sie waren grundsätzlich im Recht, und basta. Jede noch so freundliche und konstruktive Diskussion wurde in barschem Ton im Keim erstickt. Selbst wenn eine Schwester einen klaren und nachweisbaren Fehler machte, oder wenn ein nachweisbarer Fall von Insubordination vorlag, habe ich nicht ein Mal erlebt, daß die betreffende Schwester bestraft wurde - irgendwie wurde die Schuld immer auf die Ärzte abgeschoben. Und wenn die Leitung sich so verhält, wundert es mich nicht, daß auch der Rest der Truppe ähnlich dreist ist.
    "Du willst etwas verbessern? Wieso? Das haben wir schon immer so gemacht!"



  2. #22
    an apple a day ... Avatar von apple
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    09.05.2005
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    Zum Glück ist das Verhältnis bei uns auch sehr gut, es gibt natürlich einige Schwestern, die so ihre Eigenarten haben und die Ärzte auch mal runtermachen, weil sie ein Tetrapack Apfelsaft aus dem Kühlschrank, der eigentlich Nahrungsmittel für Patienten enthält, "geklaut" haben, aber das sind alles pille-palle-Dinge, die man eher mit Humor nehmen sollte. Ich finde, dass das Klima sehr von dem Stresslevel der Station abhängt, auf der Akutstation ist es ab und zu schon mal rau, aber wenn man lernt das nicht persönlich zu nehmen, kommt man sehr gut miteinander aus und hat viel Spaß. Und sie nehmen einem auch einiges ab, wimmeln z.B. anstrengende Angehörige ab wenn sie sehen, dass man viel zu tun hat etc. Und im Dienst bekommt man fast überall Kaffee, Schokolade, Kekse und ähnliches Eigene Anordnungen etc. hat noch keine Schwester/Pfleger gemacht. Da haben sie eher Angst, selbst eins auf die Mütze zu bekommen. Also im Vergleich zu meinen Erfahrungen im PJ, die denen von John Silver sehr ähneln, ist es jetzt bei uns paradiesisch



  3. #23
    Kramtante
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    11.09.2003
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    Berlin
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    424
    Bei uns ist es alles ein wenig angespannt z.T.
    Verbänden werden grundsätzlich, auch wenn sie durchgeblutet sind mitten in der Nacht, nur von uns Docs gemacht, dafür wird dann auch mal auf dem Diensttelefon sturm geklingelt.
    Zugänge werden selbständig von der Pflege entfernt, auch bei Patienten, die eine riesigen Wirbelsäulen-OP hatten, ohne das 1. postop. Labor abzuwarten. Wenn wir dann vielleicht doch noch was geben müssen, dann kommt der schöne Spruch "Tja, da musst Du wohl noch nen Zugang legen..."

    Visite geht zwar jemand mit, aber gemacht wird davon auch nur die Hälfte was wir sagen hab ich manchmal den Eindruck.

    Naja, alles schwierig muss ich sagen...
    "If you're gonna be dumb, you'd better be tough."-Johnny Knoxville



  4. #24
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Registriert seit
    24.01.2009
    Semester:
    Bauschamane
    Beiträge
    14.428
    Auf der Chirurgie war es bei mir so, dass man die Schwestern noch nicht mal dazu bringen konnte, bei nem Verbandswechsel zu assistieren (War da zum Glück nur in den Diensten auf Station, sonst in der Ambulanz und da hat es gut hingehauen.)
    Im PJ auf der Inneren war es sogar ärztliche (und damit PJ) Aufgabe Ringer- oder NaCl anzuhängen. Rauher Ton ist ja das eine, Unverschämtheiten, die sogar zu Lasten der PAtienten gehen- ne das geht gar nicht. Eines Tages kam ne Pflegeschülerin im 1. Jahr zu mir mit den Worten: Du musst noch bei Patient xy die NaCl anhängen. Tja, dummerweise, musste aber nicht ne Infustion angehängt, sondern abgestöpselt werden- bin dann zu ihr hin- Ne DU musst die Infusion abhängen- Da kam von ihr: Warum hast du das nicht gerade mitgemacht wenn du eh schon im Zimmer warst?- Tja- wenn mir jemand in dem Ton kommt und keinen einzigen Handschlag für mich macht, dann unterstütze ich den auch nicht.
    Wir Ärzte hatten auch drum gebeten, dass Mandrins in die Zugänge kommen- aber nein, da kam immer wieder nur der Stöpsel drauf und dadurch sind dann einige Zugänge hops gegangen. Ganz toll, wenn die Patienten grundsätzlich 80jahre plus, adipös und mit Venenwänden wie Seidenpapier sind. Begründung: Wir haben nicht so viel Zeit, die Mandrins reinzumachen, außerdem haben wir bie Patient x, y und z den Mandrin nicht reinbekommen.
    Die Viggos sahen sowieso immer aus wie Hulle- gerne die Viggopflaster/Verbände vollgeblutet/vollgesifft und nur noch an nem kleinen Zipfel hängend. Ne man könnte den ja auch mal für den letzten Tag i.v.-Antibiose auch noch mal mit nem ordentlichen Stück Tape befetigen, aber ziehen kostet ja auch kaum Zeit und ist ja nicht das PRoblem der Pflege, nen neuen zu legen. Dafür brav bei jedem Viggo.-Patienten in die Pflegeplanung reingeschrieben: Pflegeporblem: PAtient hat Viggo, Pflegeziel: Infektion verhindern, Maßnahme: Täglich konrollieren Verband sauber halten etc. (ich kenn die Begriffe nicht genau) Ich hätte kotzen können.

    Und auf meiner Assi-Stelle in der inneren: Wenn die Pflege mal nen gravierenden Fehler gemacht hat und man das in nem normalen Ton angesprochen hat hiess es nur :JEder kann ja mal nen Fehler machen. Aber wehe wir ÄRzte haben man ne Kleinigkeit nicht beachtet- boah da war Alarm, als ob wir gerade nen Patieten umgebracht und der Stationsschwester auf den SCheibtisch gesch... hätten.
    Als ich mal abends um kurz vor 5 (Dienstschluss war um 4) mal abgelehnt hatte auf ein Kontroll-EKG zu schauen, weil ich für eine dringende persönliche Angelegenheit den Bus erwischen musste, hat mich der Pfleger am nächsten Tag angegiftet, was mir denn einfallen würde einfach zu gehen und wie ich es wagen konnte, ihm zu sagen, dass er (bitte) den Diensthabenden anfunkt, damit er das befundet- weil das hätte ja nur 2 Minuten gedauert und dass ich nicht noch mal eben drauf geschaut hätte. (Tja- 2 Minuten können darüber entscheiden, ob Bus erreichen oder Bus weg- Weil ich eben voher noch ca. 10 Sachen "mal eben" noch gemacht hab)- Unterstützung vom OA und Abteilungsleiter gleich 0. Und wenn wir mal nen Problem direkt angesprochen haben hieß es nur: Dann geh halt zur Pflegedienstleitung wenn´s dir nicht passt. Selbige war natürlich PRO Pflege.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  5. #25
    Platin Mitglied Avatar von Dr.Nemo
    Registriert seit
    03.06.2004
    Beiträge
    1.068
    Auch wenn ich noch nicht zum Assistenzarzt-Forum "dazugehöre"... aber mir sind beide Seiten gut bekannt.
    In meiner Zeit als KS in der Neuro kann ich natürlich auch nur von meiner anderen sichtweise erzählen ;) Also ein Teamgefühl zwischen allen (!) Berufgruppen hab ich die überwiegende Zeit erlebt (Mobbingschwierigkeiten mal davon abgesehen): Visiten liefen immer um 9.30 und egal ob Arzt, KS oder KG oder Logogpädie, jeder kannte die Zeit.
    Auf schriftliche Anordnungen habe ich auch immer bestanden, denn es ist auch eine rechtliche Sache, was man als KS darf oder nicht und mündliche Anordnungen sind da sehr gefährlich!!
    Am Wochenende wurde zusammengespeist, Erstantibiosen, EK's und Chemos anhängen war ärztliche Sache, der Rest unsere. Ebenso ein Mandrin benutzen. Ebenso das die ärztliche Seite uns angeordnet hat, alle möglichen Verbände regelmäßig zu kontrollieren und dokumentieren.
    Also alles in allem: Schön wars!!!

    Aber jetzt kenn ich als Famulantin auch die andere Seite, eben die alte Berufsgruppe, die ihren Frust gerne nach unten abtritt, für die es schon schwer ist, das Guten Morgen einfach nur zu erwidern,... da würd ich mich auch mit einem Brummen zufrieden geben. Und und und... hier erkenn ich viel wieder und erkenne meine Ex-Berufsgruppe einfach nicht mehr wieder!
    Hab es jetzt erst Stadt-,Landspezifisch gedeutet, aber dieser Thread bestätigt meine These nicht wirklich.
    Das Leben ist wunderbar!! Man muß nur den Mut haben sein eigenes zu führen...



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