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  1. #196
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    Zitat Zitat von Evil Beitrag anzeigen
    Möchtest Du mir vielleicht Gedanken vorschreiben?
    Das natürlich nicht.
    Vielleicht anders: Besagter Satz sollte in ärztlichen Äußerungen keinen Platz haben.



  2. #197
    Exil-Rippenspreizer Avatar von emergency doc
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    Ich habe auch schon Patienten vor Ort belassen, bei denen ich keine Suizidalität feststellen konnte. Wenn allerdings jemand schon alkoholisiert ist und Tabletten eingenommen hat (und seien es nur Dextro Energen gewesen) kommt er mit.
    .oO°Oo. The Secret Order of the ^v^ .oO°Oo.
    Für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung, die einfach, bestechend und falsch ist
    (H.L. Mencken)
    www.krankenhauskantine.de



  3. #198
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
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    Zitat Zitat von EKT Beitrag anzeigen
    Das natürlich nicht.
    Vielleicht anders: Besagter Satz sollte in ärztlichen Äußerungen keinen Platz haben.
    Das seh ich anders.
    Ich habe das bewußt als provokante Frage formuliert, aber ist es wirklich so abwegig, auch im Bereich der Psychatrie den Begriff der Palliation einzuführen?
    Ernsthaft: besagte Patientin wird seit Jahren oder gar Jahrzehnten ganz offensichtlich erfolglos auf Depressionen behandelt, zusätzlich besteht eine schwer ausgeprägte Alkoholabhängigkeit.

    Wo genau besteht da der Unterschied zu einer fortschreitenden somatischen Erkrankung (z.B. metastasiertes Malignom mit schlechter Prognose), bei der kein kurativer Ansatz mehr gegeben ist?
    Die Frage impliziert keinesfalls Euthanasie oder aktive Sterbehilfe (Godwin's law hat ja noch nicht zugeschlagen erstaunlicherweise ), aber eine Diskussion über Therapiebeendigung in einem therapierefraktären Fall (was ausdrücklich nicht automatisch einer Zustimmung gleichzusetzen ist), muß erlaubt sein.
    Oder verletze ich da gerade ein Dogma?

    Das ist natürlich nicht Aufgabe eines Notarztes, sondern der behandelnden Ärzte; als Notarzt ist es meine Aufgabe, die Patienten lebend und angemessen versorgt in eine geeignete Klinik zu bringen oder eine Bagatelle vor Ort zu behandeln.
    Nichtdestoweniger muß eine Zwangseinweisung sorgfältig abgewogen werden, es darf genausowenig heißen "im Zweifelsfall den Patienten einfach mitnehmen".
    Weil er da ist!
    George Mallory auf die Frage, warum er den Everest besteigen will



  4. #199
    Krüppelkatze
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    Evil, Unterlassen/Abbruch sämtlicher Therapiemaßnahmen hat aber nix mit Palliation zu tun. Die Krux der Psychiatrie ist halt einfach, dass man den kurativen Therapieansatz oft kaum von Palliation trennen kann. Bei vielen Patienten gibt es ja von vornherein wenig Aussichten auf vollständige Remission (Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen) und die Therapie ist streng genommen von Anfang an nur eine Kontrolle der Symptome. Wenn du bei jemandem mit therapierefraktären Depressionen z.B. an völligen Therapieabbruch denkst muss die Frage erlaubt sein, ob a) wirklich alle therapeutischen Optionen (inklusive z.B. intermittierender EKT und hochdosierter medikamentöse Langzeittherapie) ausgereizt sind und b) ob es nicht eben doch noch Möglichkeiten gibt, zumindest einige Symptome zu lindern.
    Wenn sich der Patient dann eben doch umbringt, muss eben von einem schicksalhaften Verlauf der Erkrankung gesprochen werden, aber den Patienten quasi zum Sterben heim schicken dürfte in der Psychiatrie doch in den meisten Fällen äußerst problematisch sein.
    I explained that the difference in being sick and being healthy is having to make choices or to consciously think about things when the rest of the world doesn’t have to. The healthy have the luxury of a life without choices, a gift most people take for granted.



  5. #200
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
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    31.05.2004
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    Westfalenpott
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    14.496
    Zitat Zitat von Keenacat Beitrag anzeigen
    Evil, Unterlassen/Abbruch sämtlicher Therapiemaßnahmen hat aber nix mit Palliation zu tun.
    In begründeten Einzelfällen vielleicht schon.
    Aber um das festzustellen (und ggf. begründet abzulehnen), sollte man darüber diskutieren dürfen, und damit scheint sich manch einer schwer zu tun.
    Und DAS finde ich bedenklich, denn wenn bestimmte ethische Begriffe nicht auch argumentativ begründet werden (können), schafft man den Raum für sozialdarwinistische Auswüchse.

    Erwähnte ich bereits, daß ich Dogmen nicht ausstehen kann?
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