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Thema: Dormicum

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Ruediger
    Registriert seit
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    Beiträge
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    Hallo zusammen,

    nachdem ich mich im "speakers corner" kurz vorgestellt habe,
    möchte ich noch meine Frage(n) stellen, weswegen mich Daniel Lüdeling überhaupt zu einer Anmeldung "genötigt" hat.

    Ich würde gerne etwas über Dormicum (Midazolam) und Fentanyl erfahren.
    Einsatz und Wirkungsweise.
    Bzw. wie und welche Stadien die Narkose durchlaufen muß/soll.

    Ende letztes und Anfang dieses Jahres wurde ich zwar dreimal unter Narkose gesetzt,
    doch hatte ich doch jedesmal vergessen zu fragen,
    ob ich wegen des Gases oder wegen der Spritze in das Reich der Träume entschwebe.
    Und vorallem, wie denn die verwendeten Mittel heißen.

    Aber, vielleicht werde ich ja an dieser Stelle aufgeklärt!
    Jetzt bin ich auch nicht mehr so hibbelig, wie kurz vor der OP!


    Alex



  2. #2
    DerBlinde
    Guest
    Hi Alex, habe den Post gelesen. Habe aber grad ziemlich viel um die Ohren, komme wohl erst heute Nacht dazu, Dir eine - soweit es mir möglich ist - Antwort zu schreiben. Nur kurz zur Info ;)



  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von narkosejunky
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    17.03.2003
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    93
    auf die guten und ausführlichen antworten vom "blindgänger" warten wir doch gerne etwas ...........
    hauptsache ist doch sie kommen irgendwann.
    wenn die anästhesisten diese fragen/antworten schon verpennen......
    kann man sich denn nie auf die sandmänner verlassen ?
    der herz-scherz-chirurg wird es schon richten!

    narkosejunky
    -----------------------------------------------------------------------------------
    wer was lesen kann ist klar im vorteil
    wer was beantworten kann ist klar im vorteil



  4. #4
    Internat. Beutelratte Avatar von RS-USER-Katja
    Registriert seit
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    3.254
    Original geschrieben von Alex 1
    Hallo zusammen,
    Ich würde gerne etwas über Dormicum (Midazolam) und Fentanyl erfahren.
    Einsatz und Wirkungsweise.
    Normal würde ich sagen: Kauf Dir ein gutes Buch dazu, weil die Beschreibung lääääänger dauern kann Aber ich will's mal in kurz abreißen, es zumindest versuchen. Da ich nichts über Deinen med. Hintergrund weiß, mußt Du schreien, wenn ich irgendwas schreibe, was Dir nicht klar ist ;)

    Dormicum ist ein Benzodiazepin, also ein Beruhigungsmittel. Es wird relativ regelhaft als Prämedikation eingesetzt, also als Mittel, um dem Patienten auf den Weg in den OP schonmal ein bißchen die Angst zu nehmen. Teils wird es auch zur Narkoseeinleitung/Aufrechterhaltung genutzt (bei uns eher nicht allein).
    Es hat keine analgetische (schmerzreduzierende) Wirkung. Es macht eine Amnesie, sowohl anterograd als auch retrograd. Vielleicht hast Du also gefragt und es nur vergessen Benzos sind anxiolytisch (angstlösend), atemdepressiv und erhöhen die Krampfschwelle-
    Wie es wirkt... es wirkt aktivierend über den GABA-Rezeptorkomplex, in erster Linie in der Formaito reticularis und im Limbischen System. Sie verstärken die Wirkung der Gamma-Amino-Buttersäure (GABA). Wie genau (bzgl. der Rezeptoren und Ionenkanäle) willst Du's wissen?

    Fentanyl ist ein Opiat, alt aber gut Es ist als solches ein Schmerzmittel (und fällt unter die Betäubungsmittelverordnung). Es ist sedierend, kann euphorisch und/oder dysphorisch machen, macht eine Atemdepression, ist hustenunterdrückend (außer man spitzt es zu schnell...), macht Übelkeit und Verstopfung und senkt Blutdruck und Herzfrequenz. Es kann abhängig machen, weswegen es leider viele Ärzte auch bei Patienten mit stärksten Schmerzen meiden Ergänzung: Es macht NICHT abhängig, wenn es tatsächlich durchdacht als Schmerzmittel eingesetzt wird!
    Es wirkt über (grob eingeteilt) vier Rezeptortypen, von denen es jeweils noch Untergruppen gibt: kappa, gamma, sigma und mü (bitte in griechischen Buchstaben vorstellen ;)), die jeweils andere Wirkungen haben. Man träumt davon, ein Opiat mal herzustellen, das ein reiner mü1-Agonist ist, da der mü2-Rezeptor wohl die Atemdepression vermittelt, aber es klappt nicht so recht.

    Bzw. wie und welche Stadien die Narkose durchlaufen muß/soll.
    Wenn Du die Narkosestadien nach Guedel meinst: Die beziehen sich nur auf Äther. Bei den heutigen Narkosemittelchen geht man so schnell durch die Stadien, daß das nicht mehr deutlich zu unterscheiden ist. Einzig das Extitationsstadium kann man bei Gaseinleitungen (Kinder) und Ausleitungen nach Gasnarkosen gut sehen, an den weiten Pupillen und der Exitation selbst. Ich schau' mal, ob ich dafür irgendwo ein Schema im Web finde.

    Da isses: http://www.narcomed.com/books/iva/narkosestadien.html

    ob ich wegen des Gases oder wegen der Spritze in das Reich der Träume entschwebe.
    Wegen der Spritze, das Gas hält Dich nur da In der Einleitung gibt's reinen Sauerstoff, davon schläft man nicht; Gaseinleitung bei Erwachsenen macht man eigentlich nicht mehr.

    Weitere Fragen?
    Artificial intelligence is no match for natural stupidity.



  5. #5
    Motivation in Person Avatar von RS-USER-Claudi
    Registriert seit
    11.03.2003
    Beiträge
    6.382
    wenn ich auch mal was zwischen fragen darf: Das Reich der Träume hat man mir vor meiner letzten Op auch versprochen - der Anästhesist hat sein Versprechen aber nicht gehalten.. .
    Nix war mit Träumen.... Bekommen habe ich Propofol, Fentanyl und zur Prämedi Dormicum (vielleicht habe ich meine versprochenen Träume deshalb auch wieder vergessen??? ).
    Aber im Ernst: Gibt es Narkosen wo man nix träumt?
    Vielleicht wars nicht lang genug: ca. 1 Stunde.
    Ein Dementi ist der verzweifelte Versuch, die Zahnpasta wieder in die Tube hineinzubekommen



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