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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Gold Mitglied Avatar von RS-USER-Hypnos
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    Original geschrieben von Ghoose
    zwar hab ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht, aber irgendwie interessiert mich das jetzt:
    meinst du damit, dass der intrathorakale Druck unter Intubation abfällt und damit die "Deckung" undicht wird? wegen der Muskelrelaxation? oder wie?
    spielt das beim abdominellen Aortenaneurisma ebenfalls ne Rolle?

    Könntet ihr mich aufklären?
    Klärt immer gerne auf...also das ist so....da gibt es Bienchen und Blümchen...

    Scherz beiseite: Die momentan in der Literatur propagierte Meinung ist die, daß eine Intubation und entsprechend eingeleitete Narkose erst auf dem OP-Tisch erfolgen soll, da zur notwendigen Intubation meist auch ein Muskelrelaxanz (und jede Menge negativ inotrop wirkender anderer Substanzen) verabreicht wird. Gerade bei gedeckt perforierten (zum Beispiel retroperitoneal eingebluteten) abdominellen Aortenaneuyrismen sinkt dadurch natürlich enorm der intraabdominelle Druck, von dem man vermutet, daß er beim wachen Patienten zu einer zumindest teilweisen Kompression des Hämatoms führt....


    Nur gibt es (vor allem im österreichischen und schweizerischen Sprachgebiet) auch noch andere Techniken und Theorien (frühzeitige Intubation zur Stressabschirmung etc...)
    Meine Frage wäre, ob es hier auch Verfechter dieser Meinung gibt?

    So long

    Hypnos
    Der Wandler zwischen den Welten auf der Suche nach dem heiligen Gral...



  2. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von RS-USER-Siebenschläfer
    Registriert seit
    12.10.2003
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    365
    Original geschrieben von Hypnos

    Die momentan in der Literatur propagierte Meinung ist die, daß eine Intubation und entsprechend eingeleitete Narkose erst auf dem OP-Tisch erfolgen soll, da zur notwendigen Intubation meist auch ein Muskelrelaxanz (und jede Menge negativ inotrop wirkender anderer Substanzen) verabreicht wird. Gerade bei gedeckt perforierten (zum Beispiel retroperitoneal eingebluteten) abdominellen Aortenaneuyrismen sinkt dadurch natürlich enorm der intraabdominelle Druck, von dem man vermutet, daß er beim wachen Patienten zu einer zumindest teilweisen Kompression des Hämatoms führt....
    Das ist mal Punkt 1.
    (Deshalb sollte man zusammengekrümmte Patienten auch zusammengekrümmt transportieren. Ich weiss, dies ist in der Praxis nicht ganz einfach... Aber ich habe schon erlebt, dass der Rettungsdienst einen Patienten mit V.a. Abdominalaneurysmaruptur für den Transport gestreckt hat und Sekunden später war er tot)

    Punkt 2: Intubieren ist immer auch ein Stress für den Patienten und kann den Blutdruck erhöhen, was wiederum die Gefahr einer entgültigen Ruptur erhöht. Deshalb sollte erst unter "Schnittbereitschaft" intubiert werden.

    Auch mit der Volumentherapie sollte man vorsichtig sein: mehrere grosslumige Zugänge stecken, aber nur bei Schock wirklich viel Volumen reinlaufen lassen.



  3. #8
    Gold Mitglied Avatar von RS-USER-Hypnos
    Registriert seit
    08.05.2003
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    374
    Original geschrieben von Siebenschläfer

    Punkt 2: Intubieren ist immer auch ein Stress für den Patienten und kann den Blutdruck erhöhen, was wiederum die Gefahr einer entgültigen Ruptur erhöht. Deshalb sollte erst unter "Schnittbereitschaft" intubiert werden.


    Nicht, wenn man es richtig macht!!!
    Der Wandler zwischen den Welten auf der Suche nach dem heiligen Gral...



  4. #9
    Internat. Beutelratte Avatar von RS-USER-Katja
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    18.03.2003
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    3.254
    Original geschrieben von Hypnos

    Meine Frage wäre, ob es hier auch Verfechter dieser Meinung gibt?

    Nein
    Bei uns gilt auch: So spät wie möglich, am besten auf dem Tisch.
    Wir haben aber auch schon Patienten mit gedeckt perforiertem BAA gesehen, die intubiert kamen, weil sie reichlich instabil etc. waren und von denen haben auch schon welche überlebt.
    Aber geltende Meinung bei uns ist "erst auf dem Tisch mit Chirurg in Schnittbeeitschaft".

    Und den Streß kann man einigermaßen hämodynamisch stabilen Patienten ja auch durch medikamentöse vegetative Abschirmung nehmen, dafür braucht man normal keinen Tubus.
    Artificial intelligence is no match for natural stupidity.



  5. #10
    DerBlinde
    Guest
    Komme gerade aus dem OP zurück von Typ A mit Hämoperikard. Häßliche Geschichte. Durchgerissen bis zum Zwerchfell. Kompletten Bogenersatz im Stillstand (mit zusätzlicher selektiver Hirnperfusion). Und auch heute wieder erst intubiert, als wir auch dabei waren ;)



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