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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von krumel
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    was ich recht lustig fand:
    Laue Sommernacht, großes Partygelände (Kultfabrik München)... Wir werden von den Securities zu zwei Männern gerufen, die schon seit 2 Stunden auf einem abgelegenen Parkplatz liegen und nicht mehr aufstehen wollen...
    Wir hin... die beiden waren eigentlich ganz liebe Kerle, nur tierisch aufm Tripp, während ein Freund (nüchtern) auf die beiden aufpasste.... Wir haben dann, da ihnen eigentlich nicht wirklich was gefehlt hat, darauf geeinigt, dass wir in zwanzig Minuten wiederkommen und nochmal nach ihnen sehen...
    Wir kamen wieder und es ging ihnen immer noch gut... Nur der Kommentar als wir wieder (mit "wir kommen wieder"-vereinbarung) wieder gehen wollten war so lustig:
    "Tschüss, aber dieses Mal nehmt ihr euren Löwen gleich mit, dass ewige durch das Gesicht geschlecke nervt!"



    Grüße
    Philipp



  2. #17
    Drecksehrenamtlicher RDH Avatar von Rettungstiger
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    365
    Als Praktikant auf dem RTW. Mein RA erzählt nach entsprechendem Einsatz: Ja ja, so ist das aufm Land. SItzende Krankentransporte und dazwischen mal ein Leben retten.
    Beim nächsten EInsatz: HI, beobachtetes Kammerflimmern, Defibrilation, Leben gerettet.

    Anderes mal (2. SChicht in meinem Leben als Praktikant KTW).
    Ich: Tut man jetzt bei der Intubation standardmäßig Xylocaingel auf den Tubus, oder nur wenns der NA verlangt?
    RS: Jetzt kümmer dich erst mal um die Basics, so oft kommt Intubieren im Rettungsdiesnt eh nicht vor.
    ca. halbe Stunde später: Erstversorgung Cardia 4 --> Reanimation
    RS: KAnnst du die Intubation vorbereiten? Ach, äh, äh, oder drück mal lieber!



  3. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von Geduldsbalken-Träger
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    993
    Ich bin mir nicht sicher, ob es unter "Kuriose Einsätze" passt. Eigentlich war es ziemlich traurig...

    Ich hatte mal eine "Zwangseinweisung rückwärts". Wird wohl in die Geschichte des Krankentransport eingehen:

    Wir einen verwirrten älteren Herrn aus dem KH abgeholt, soll nach Hause gehen. Soweit kein Thema - aber zuhause angekommen wollte die Ehefrau ihren Mann nicht mher aufnehmen. Sie verweigerte uns den Zutritt zur Wohnung - logischerweise auch ihren nicht-gehfähigen Mann! Sie sagte, sie könne sich nicht um ihn kümmern - wir hätten ihn doch im KH lassen sollen (lt. Ärztin keine Indikation für einen weiteren KH-Aufenthalt)

    Nach einigem Hin-und-her haben wir dann mit Unterstützung der Polizei den Mann in sein Bett gebracht.

    MfG
    Klaus
    Es ist alles eine Frage der Organisation.



  4. #19
    doppelt fürchterbar
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    Original geschrieben von schmutz
    Bei mir war mal eine Alamierung die lautete "Hoden im Reisverschluss eingeklemmt". Ich hatte mit zwei Kolleginnen Dienst. Beide schon so aufgeregt, dass die mit dem Rausspringen nicht mal gewartet haben bis ich das Auto zum Stillstand gebracht habe. Der arme Junge sieht die beiden durchs Fenster und reisst mit brachialer Gewalt (und welcher Überwindung ??) den verklemmten Hoden aus dem Reisverschluss. Ich konnte nur mitfühlen mit dem Ärmsten (müssen Höllenschmerzen gewesen sein). Die dürften ihm aber lieber gewesen sein, als eine Versorgung durch zwei Santitäterinnen. Nach seiner selbständigen Befreiung hat er aber die Mitfahrt verweiger, obwohl da eine nicht so kleine offene Wunde war.
    Tja was der Anblick von weiblichen Sanitätspersonal so ausrichten kann.
    Wird da echt null Rücksicht genommen ?
    Ich mein, zumindest hier sind weibliche LEutz im Rettungsdienst eher in der Minderzahl...
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Dieser Text wurde mit 100% chlorfrei gebleichten, glücklichen Elektronen erzeugt.
    Diese entstammen keiner Lagerelektronenhaltung und werden nicht zu ihrer Arbeit gezwungen!!!



  5. #20
    Deeskalator Avatar von RS-USER-opus
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    2.433
    Nun ja, Psychiatrie ist nicht immer wirklich lustig....

    Ich erwähnte schon mal, daß ich meine verrücktesten Einsätze immer in den Adventsnächten hatte....Dieses hier geschah im Dezember 1981 oder 1982.
    Dienst hatte ich auf dem Fahrzeug auf dem dritten Bild von
    dieser Seite

    Es war wieder so eine Nacht. Nachtschichten können auf vielfältige Weise unangenehm sein. Etwa, wenn man gar nicht mehr ins Bett kommt oder wenn man immer wieder ins Bett darf, um noch vor Erreichen der Betriebstemperatur des Lagers von der grausamsten Telefonklingel Mitteleuropas wieder ins Auto getrieben zu werden....
    Diesmal wars schon zum dritten Mal hintereinander so, daß wir jedesmal einrücken durften und dann kam in der Zielgeraden, 100 m vor der Einfahrt zur Wache, die freundliche Stimme im Funk:"KTW 8/2 für Florian K., kommen".

    Jetzt schickte man uns zur psychiatrischen Landesklinik, dort sollten wir das weitere erfahren. Das war nicht weit, aber ungewöhnlich, es war nach 2 Uhr nachts, da wird dort normalerweise hingebracht aber nicht abgeholt.
    Ich will mit gewohnten Schwung vorfahren und sehe gleich, da macht sich schon einer breit... ein RTW, aha, von der Wache 5, aus dem Nordwesten der Stadt also.

    Hier muß ich einflechten, das Klinikum war zu der Zeit Anfang der 1980ger noch recht neu und wurde erst in das bestehende Versorgungsschema eingefügt. Das führte anfangs dazu, daß der Einzugbereich weit östlich der Stadt reichte, von der Stadt selber aber nur die östlichen Bezirke dazuzählten. Dies wurde später dann zum Glück geändert, zur Zeit des Geschehens aber waren für die anderen Stadtbezirke drei andere Kliniken in 50 - 60 Km Entfernung zuständig, das heißt, es gab eine psychiatrische Klinik in der Stadt, aber die meisten durften nicht hin.

    Was den RTW daherführte, wußte ich noch nicht, da diese auf der Fw-Frequenz funken und KTWs ihren eigenen Kanal haben. Ich sollte es aber gleich erfahren, er war mit NEF und Löschzug (DL) zu einem Wohnhaus gerufen worden, weil dort im 5.Stock jemand außen an der Fassade turnte.
    Die betroffene Person, eine junge Frau, ließ sich jedoch leicht einfangen. Da sie recht gut unter Alkohol stand und bemerkenswerte Narben an den Handgelenken hatte, befand der Notarzt kurzerhand auf mögliche Eigengefährdung und schickte sie in die Psychiatrische.

    Dort die obligatorische Frage: "Wo habt ihr die denn her?" und sofort ergänzt um:"Das ist nicht unser Bezirk, da könnt ihr gleich weiterfahren nach L-feld (ca 50 KM nach Norden)!"

    Dies sah die RTW-Besatzung wiederum nicht ein, denn seit wann macht man solche Fernverlegungen mit dem RTW, das ist doch KTW-Geschäft! Und so kamen wir ins Spiel.

    In der Aufnahme wartete nur ein Pfleger und jemand vom RTW, der Arzt war schon wieder abliegen. Die Frau wartete im RTW, und wechselte nach Aufforderung von alleine in unser Auto. Ja, wie es mit Papieren, Einweisung und so wäre, wollte ich noch wissen. Aber da hieß es, sie käme ja freiwillig mit und den Fahrtbericht, die ärztliche Anordnung, unterschreiben die Kollegen in L-feld.
    Das gefiel mir schon mal nicht, es sollte mir bald noch weniger gefallen.

    Also fuhren wir los, die gute Frau taute auch sichtbar auf. Schließlich konnte sie sogar erzählen, daß alles nur ein Mißverständnis sei. Sie hatte Stress mit ihrem Freund gehabt und deshalb, als er die Wohnung verließ, erstmal eine Flasche Schnaps verkonsumiert, um dann leicht enthemmt ein wenig die Wohnung zu demolieren. Als sie den Freund schließlich auf der Treppe hörte, fiel ihr zum Glück ihre beste Freundin ein, die in der Wohnung schräg darunter wohnte, und dahin war sie gerade auf dem Weg, als die Herren von der Feuerwehr kamen.

    Schließlich war sie soweit orientiert, daß sie anfing, die Gegend draußen zu erkennen, soweit es die Dunkelheit zuließ. Als wir durch den Park rollten, der die Klinik in L-feld umgibt, merkte sie jedenfalls, daß ihr der ziemlich vertraut war (woher wohl?) und dort wollte sie jetzt aber garnicht hin.
    Wie bitte? *brems*
    Nö, da will sie nicht hin. Ob wir sie nicht rauslassen könnten? Wir dürften ja auch sagen, sie sei uns abgehauen. Nun, grundsätzlich hatte der Gedanke was, aber, man bedenke, wir waren 50 Km von der Heimat weg, es war Dezember, kurz nach 3 Uhr morgens, die gute Frau hatte bei ihrem Ausflug leider den Mantel vergessen, Papiere oder Geld hatte sie auch nicht. Irgendwie fielen mir viele Dinge ein, warum mir die Idee nicht wirklich gut vorkam.
    Ein wenig sah sie das wohl auch ein, aber in das Haus da geht sie nicht! Schließlich einigten wir uns auf den Kompromiß, wo wir doch schon da sind, daß sie im Auto warten soll und wir holen einen Arzt zum Wagen. ( wenn man sie doch wenigstens überredet, den Rest der Nacht dazubleiben, hoffte ich).

    Eine Ärztin kam und war auch sehr verständig, kletterte ins Auto und wir harrten draußen der Entscheidungen, die da fallen sollten. Sie fielen bald. Frau Doktor stieg wieder aus und meinte: "Sie will nicht hierbleiben, da kann ich nichts machen. Nehmt sie also wieder mit."
    Äh, wie bitte? Ich schau auf das Fahrzeugdach, sieht da irgendjemand ein Taxi-Schild, von dem ich nichts weiß? Ich wage einen letzten Vorstoß mit meinem Fahrtberichtsblock... Ob sie denn vielleicht hier einen Stempel und da eine Unterschrift....? "Wieso? Die Fahrt war doch nicht notwendig, oder?" Sprachs und verschwand.

    Eine letzte Idee, versuchen wir über Funk, Rat in der Heimat zu finden. Normalerweise sind wir zu weit weg, aber nachts reichen wir ja weiter. Und tatsächlich, in der Leitstelle ist man noch wach, man hört uns und Rat hat man auch: "Laufenlassen!"
    Ja, natürlich, ihr habt ja Recht. Ich weiß das auch, toll, aber aus den genannten Gründen brachten wir es dann nicht so einfach fertig, zumal so richtig den Freiheitsdrang das geheizte Auto zu verlassen, hatte die Frau auch nicht mehr.

    Was macht man in so einer Situation? Daß ich auf den Fahrtbericht noch einen Stempel und einen Krakel bekam, dafür sorgte noch ein Pfleger irgendwie. Aber die Frau? Einfach wieder mitnehmen kann viel Stress bringen, vor allem, wo abliefern? Einen Schlenker über die Nordwest-Stadt wäre schwer zu rechtfertigen. Was wenn ein Einsatz kommt...?

    Um es kurz zu machen, sie wußte eine Freundin in unserem Einsatzbezirk, wo sie angeblich hinkonnte und da in der Nähe haben wir sie abgesetzt. Aber noch auf dem Klinikgelände erwischt uns ein Funkspruch von der Leitstelle: "Was habt ihr jetzt mit der Frau gemacht?" "Ööööh, laufengelassen." "Gut, dann notieren Sie neuen Einsatz!" "Zu Ihrer Information, wir sind noch in L-feld." "Macht nichts, fahren Sie Kasseler Str.xx, bei...." Die Freundin wohnte zum Glück ziemlich genau am Weg...
    Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut.

    Peter Ustinov



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