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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Facharzt (Chirurgie)
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    105
    Moin Leute,

    zu meinem Erschrecken musste ich bei dem oben genannten Thema feststellen, da es irgendwie keine einheitlichen Regelungen bzgl. der Wundversorgung gibt. Jetzt würde mich mal interessieren, wie das so bei Euch überall ist.

    In unserem Haus bekommen die Patienten die Wunde vom Pflegepersonal gesäubert. Mittels so feinen Wattestäbchen (ein wenig mit NaCl beträufelt). Anschließend wird Alginat eingelegt, ein bisschen Gel rein und mit einer Kompresse abgedeckt. Das ganze dann mit Fixomull zugeklebt.

    Bei einigen Patienten hörte ich nun, das der Hausarzt einfach nur eine unsterile Kompresse nimmt, dort einen Klecks Betaisodona draufschmiert und das in die Wunde drückt. Wie man sieht scheiden sich hier die Geister. Da kann man in Berichte schreiben was man möchte.

    Hat irgendjemand schon einmal solche Erfahrung gemacht? Oder eine ähnliche? Findet ihr das ausreichend? Eigentlich doch eher weniger....



  2. #2
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
    Registriert seit
    31.05.2004
    Ort
    Westfalenpott
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    14.508
    Ich probiere in meiner Praxis verschiedene Wundverbände, einen wesentlichen Unterschied konnte ich bei der Wundheilung auch mit Hydrokolloiden leider bislang nicht feststellen. Bei den Fertigverbänden ist aber teilweise der Komfort größer und die Hadnhabung einfacher, da können dann auch die Angehörigen mal im Verlauf den Verbandswechsel durchführen.
    Wichtig ist die regelmäßige Wundspülung und -reinigung, den Verband halte ich eher für nachrangig.
    Weil er da ist!
    George Mallory auf die Frage, warum er den Everest besteigen will



  3. #3
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
    Registriert seit
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    Ort
    Muryevo
    Semester:
    Ober-Unarzt
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    20.707
    Korrekt. Ob da Octikompressen oder Alginat reinkommt ist nicht so entscheidend wie die regelmäßige Wundreinigung und Nikotinkarenz.

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


    Ich verkaufe diese modischen Lederjacken!



  4. #4
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Bauschamane
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    14.496
    Jodsalben gehören da allerdings nicht rein,wenn die Wunde sauber ist-das macht nur Wundheilungsstörungen.
    Die Säuberung an sich/das Ausduschen ist das Wichtigere.
    Außerdem wird ein Rezidiv und eine Taschenbildung gerne übersehen.
    Alginat und Co. lassen die Wunde außerdem schmierig erscheinen,so dass ich persönlich die Beurteilung der Wunde schwieriger finde wenn welches drin ist.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  5. #5
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
    Registriert seit
    05.04.2003
    Ort
    Muryevo
    Semester:
    Ober-Unarzt
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    Die Säuberung an sich/das Ausduschen ist das Wichtigere.
    Yepp, empfehle ich immer wieder und immer wieder wundere ich mich dann, wenn ich von manchen Spezis in Hausarztkleidung Patienten mit Zucker, irgendwas oder sonstwas in der Wunde wieder vorgestellt bekomme.
    Was ist an Octeniseptkompressen oder gar einem trockenen Verband so schwer?

    Das ist kein Hausarztbashing, eher ein Angriff auf die Medizinprodukteindustrie und Hausapotheken, die solche Blüten hervorbringen.

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


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